Internationale Kurzfilmtage Oberhausen test

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Filmarchiv

© Kurzfilmtage / Christian Schön

Ende der 50er Jahre ins Leben gerufen, wuchs das Archiv der Kurzfilmtage - auch dank guter Zusammenarbeit mit den osteuropäischen Ländern - rasch an. Angekauft wurden in der Regel Preisträgerfilme. Deutsche Kurzfilme wurden zum Teil nur als Leihgabe erworben. So wurde die Sammlung auf heute über 2.000 Titel mit knapp 3.000 Kopien vergrößert. Mit über 100 Filmen allein aus Ex-Jugoslawien, überdies Kopien aus über 60 Ländern von Ägypten bis Sambia, ist die Einmaligkeit und Bedeutung dieser internationalen Kurzfilmsammlung angedeutet.

 

Filmnationen wie die CSSR, Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, USA sind ebenso vertreten wie bedeutende Namen aus der Festivalgeschichte, von Kenneth Anger und Santiago Álvarez über Walerian Borowczyk, Jürgen Böttcher, Maya Deren, Claude Goretta, Werner Herzog, Takahiko Iimura, Romuald Karmakar, Alexander Kluge, Jan Lenica, George Lucas, Toshio Matsumoto, Matthias Müller, Roman Polanski , Alain Resnais, Zbigniew Rybczyński, Aleksandr Sokurov, Jan Švankmajer bis hin zu István Szabó, Alain Tanner und Želimir Žilnik. Zum Archiv gehört auch eine Sammlung mit Kopien aus den Sportfilmtagen Oberhausen (1968-75). 


Im Archiv stehen Sichtungsmöglichkeiten für alle vorhandenen Formate zur Verfügung. Unsere Datenbank gibt Auskunft über den Filmbestand. Die Kurzfilmtage bemühen sich, ihr Archiv im Einklang mit dem Reglement der FIAF (Féderation International des Archives du Film) zu unterhalten und die Kopien für Verleih und wissenschaftliche Einrichtungen verfügbar zu machen. Zudem werden Kopien fortlaufend fachgerecht regeneriert. Zusätzlich werden die wichtigsten Kopien im Archiv sukzessiv digitalisiert. 


Da das Archiv jedoch kein Ausgangsmaterial (Negative, Ton) verwahrt und die Kopien in den zurückliegenden vierzig Jahren einer regen Abnutzung unterlagen, wird jede Kopie sorgfältig geprüft, bevor eine Entscheidung über eine Projektion getroffen werden kann.

Kontakt: Carsten Spicher