„Film Studies in Motion – Eine siebenteilige Internetserie“ startet heute
Im Vorlauf zu „Whatever happened to Bildungsauftrag? – Filmvermittlung im Fernsehen und Internet“ bringt die Internetserie “Film Studies in Motion” von Kevin B. Lee und Volker Pantenburg ab 16. März wöchentlich eine Auswahl analytischer Internet-Videoessays. „Whatever happened to Bildungsauftrag?“ (Freitag, 28. April) ist Teil der Oberhausener PODIUM-Diskussionsreihe über aktuelle ästhetische, technische, politische und wirtschaftliche Fragen rund um die kurze Form. Zu sehen ist die Serie auf www.kurzfilmtage.de und verlinkt auf www.facebook.com/kurzfilmtage.
Jeder, der eine Internetverbindung hat und seine Filmkenntnisse erweitern will, kann im Netz eine beachtliche Zahl von analytischen Videoessays finden. Vor allem in den letzten fünf Jahren ist ihre Zahl gewachsen. Akribische Interpretationen von Vorspannsequenzen, gründliche Untersuchungen von Stil und Schnitt, dialogische Erörterungen schauspielerischer oder inszenatorischer Qualitäten haben inzwischen ihr eigenes Genre begründet. Man findet sie auf Websites wie IndieWires Press Play ((http://indiewire.com/pressplay), Fandor (http://fandor.com), Moving Image Source (http://movingimagesource.us) und Audiovisualcy (http://vimeo.com/groups/audiovisualcy). Auf Letzterer klassifizierte die Kuratorin Catherine Grant diese Arbeiten als „videographic film studies“. Die Essays sind Ausdruck einer Cinephilie 2.0, genährt von Weblogs, Internetmagazinen und Streaming-Plattformen, produziert mit DVDs und digitalen Medien, Notebooks und Schnitt-Software für Zuhause.
Kevin B. Lee und Volker Pantenburg präsentieren wöchentlich Beispiele dieses Genres sowie Schlüsselwerke aus der Zeit vor dem Online-Video, von denen viele heute online stehen.
Teil 1, Freitag, 16. März: Vier Ansätze
Am Beginn der Serie steht eine Auswahl beispielhafter Arbeiten aus dem jungen Genre des Online-Videoessays über Film. Zusammengenommen decken sie eine große Bandbreite an Themen ab (ein Genre, eine Filmsequenz, ein filmisches Motiv, das Werk eines Regisseurs). Darüber hinaus lassen sie mit Hilfe einer Reihe von Techniken eine Vielzahl stilistischer Spielarten des Videoessays erkennen: Montage und Rhythmus, Splitscreens, Kommentar, kreativer Einsatz von Text im Bild etc. Im Allgemeinen werden diese Arbeiten, von denen einige zu mehrteiligen Serien gehören, auf Computern mit Software für den Normalverbraucher gemacht, aber sie zeigen einen Einfallsreichtum, der durchaus mit den Filmen, die sie erörtern, vergleichbar ist.
Diary on David Holzman Part 1: The Sons and Daughters of David
Kevin B. Lee (2011)
The Substance of Style, Pt 5: The prologue to The Royal Tenenbaums, annotated
Matt Zoller Seitz (2009)
Falling. The Architecture of Gravity
Jim Emerson (2009)
Godardloop
Michael Baute (2010)
Die weiteren Themen der PODIUM-Diskussionsreihe 2012 in Oberhausen sind „Das Vierte Fernsehen“, „Mavericks, Mouvements, Manifestos“, „Found Footage – Lost im Web?“ und „Kurator – Beruf oder Berufung?“. Mehr Informationen hier.
Akkreditierungsschluss für die 58. Kurzfilmtage: 10. April 2012
Akkreditierung: http://www.kurzfilmtage.de/en/accreditation.html
Oberhausen, 16. März 2012
Pressekontakt: Sabine Niewalda, Tel. +49 (0)208 825-3073, niewalda@kurzfilmtage.de