Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

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Archive

Seit 2013 rücken die Kurzfilmtage in dieser Sektion ein oft vernachlässigtes Thema in den Vordergrund: die Archivierung und Restaurierung von experimentellen Filmen.

 

Jedes Jahr stellen ausgewählte Archive Projekte und Programme vor, bislang unter anderem das Academy Film Archive (Los Angeles), das BFI National Film Archive, die Cinémathèque Française, das Eye Film Institute Amsterdam, das National Film Center (Tokio), die Slovenska Kinoteka und das Österreichische Filmmuseum.

 

Kontakt: Michaela Taschek


Cinemateca Portuguesa

15. Mai

Eine Einführung in die allgemeine Erhaltungs- und Präsentationspolitik der Cinemateca in einem sich verändernden Umfeld und eine Fallstudie der Kurz- und Nicht-Standard-Filmsammlung (Avantgarde, Künstlerfilme, Amateurfilme), die sich auf vier portugiesische Filmemacher konzentriert: den Maler Luís Noronha da Costa, der in den frühen 1970er Jahren auch Filme machte; die nach den politischen Umbrüchen 1974 entstandenen Filme der Künstlerin, Filmemacherin und Schriftstellerin Ana Hatherly; Fernando Calhau, Maler, Künstler und konzeptioneller Filmemacher aus den 1970ern; und die 1958/59 entstandenen Filme von António Campos, der als Filmemacher von den späten 50er bis in die frühen 90er Jahre hinein aktiv war.


Swedish Film Institute

15. Mai

Das Swedish Film Institute ist die größte Filmorganisation in Schweden, seine seit 1933 bestehende Archivsammlung gehört zu den ältesten der Welt. Ausgehend vom Thema Aufbau und Dekonstruktion der Stadt befasst sich die Präsentation mit analoger und digitaler Filmerhaltung, Auswahl und Zugänglichkeit. Die ersten Stadtfilme wurden in Schweden 1907 produziert, um Zuschauer in die lokalen Kinos zu locken. Das Genre bestand bis in die 70er Jahre hinein und brachte ganz verschiedene Filme hervor, vor allem Auftragsarbeiten wie Den förlorade melodien (1957) von Gösta Werner, aber auch Experimentalfilme wie En dag I staden (1956) von Pontus Hultén und Hans Nordenström.


The Home Movies - Archivio Nazionale del Film di Famiglia

16. Mai

2002 gegründet, widmet sich The Home Movies der Sammlung und dem Erhalt von Amateur- und Familienfilmen, ein bis heute oft verborgenes und weitgehend unzugängliches Filmerbe. Das Archiv stellt seine Archiv-, Erhaltungs- und Förderstrategien für den Amateur- und Experimentalfilm vor. Angesprochen werden die Beziehung und unscharfen Grenzen zwischen Amateur- und Experimentalproduktionen; beschädigte Filme als restaurierte Archivgegenstände, die dank einer kuratorischen oder künstlerischen Geste zu Readymades werden können; und schließlich die Archiv- oder Autorenentscheidungen über Herstellung und öffentliche Vorführung neuer 16 mm-Kopien (auf Basis des Originalmaterials) in Kinos, Museen und Kunstgalerien.


Gosfilmofond

16. Mai

Das 1948 gegründete Gosfilmofond besitzt eine der größten Filmsammlungen der Welt mit russischen, sowjetischen, und ausländischen Titeln. Am wertvollsten sind russische Verleihversionen aus den 10er bis 30er Jahren und die sogenannte „Trophäen“-Sammlung aus dem Reichsfilmarchiv, die nach dem zweiten Weltkrieg hinzukam. Präsentiert werden Kurzfilme aus den 20er bis 60er Jahren, darunter erst vor kurzem entdeckte Experimentalfilme des großen Grafikers  und Filmemachers Michail Zechanowski (einschließlich seiner unvollendeten animierten, in Zusammenarbeit mit Dmitri Schostakowitsch entstandenen Oper), ein sowjetisches Musikvideo aus den 30er Jahren und drei kürzlich entdeckte Filme von Oskar und Hans Fischinger.


Zu den eingeladenen Archiven zählten: Academy Film Archive, Los Angeles (2015); BFI National Archive, London (2015); Center for Visual Music, USA (2016); Centre Georges Pompidou, Frankreich (2016); Cinémathèque Française, Paris (2013); Eye Film, Amsterdam (2014); Filmoteka Muzeum, Warschau (2014); Harvard Film Archive, Cambridge (2014); Österreichisches Filmmuseum, Wien (2015); National Film Center, Tokyo  (2015); Pacific Film Archive, Berkeley (2013); Slovenska Kinoteka, Ljubljana (2013), The Temenos Archive, Zürich (2014; Videokunstarkivet, Norwegen (2016)