Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

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Profile

Voodoo © Sandro Aguilar

I'm Not the Enemy © Bjørn Melhus

Nation Estate © Larissa Sansour

Far From © Barbara Sternberg

Armulaud © Jaan Toomik

Girlfriends © Nina Yuen

Neben dem groß angelegten THEMA präsentieren die Kurzfilmtage immer wieder auch PROFILE von Autoren und Institutionen, die sich z.T. über Jahrzehnte hinweg in herausragender Form mit der "kurzen" Form beschäftigt haben.  

 

Kontakt: Michaela Taschek


Sandro Aguilar, Portugal

12. + 13. Mai

 

In seinen kurzen Filmen spielt der portugiesische Regisseur Sandro Aguilar immer wieder mit narrativen Strukturen und bricht klassische Muster auf. Visuell faszinierend und vielfach preisgekrönt, schöpfen seine Arbeiten alle filmischen Mittel wie Licht und Ton voll aus. 2011 gewann er mit Mercúrio den Hauptpreis der Kurzfilmtage. Als Produzent arbeitete er unter anderem an Filmen von Miguel Gomes und Manuel Oliveira.


Bjørn Melhus, Deutschland

13., 14. + 15. Mai

 

Seine Arbeiten sind auf Festivals ebenso zu sehen wie in Museen und Galerien. Seit Anfang der 90er Jahre zeigen die Kurzfilmtage seine Filme, 2003 gewann er mit Auto Center Drive den Deutschen Wettbewerb. Melhus, der in seinen Filmen immer selbst auftritt, arbeitet mit vertrauten Figuren und Themen, die er durch Fragmentierung, Wiederholung und Rekontextualisierung aufbricht. Eine Werkschau, die Querverbindungen und Strategien sichtbar macht.


Larissa Sansour, Palästinensische Gebiete

14. Mai

 

Die Palästinenserin gilt als eine der vielversprechendsten jungen Künstlerinnen ihrer Generation. Ihre Filme sind sowohl künstlerisch als auch politisch, sie nähert sich der Komplexität des Lebens im Nahen Osten mit Hilfe durchaus auch humorvoller Referenzen auf Genres wie Science Fiction, Italo-Western oder Horrorfilm. 2013 wurde ihre Arbeit Nation Estate bei den Kurzfilmtagen preisgekrönt.

 

 


Barbara Sternberg, Kanada

12. + 13. Mai

 

Die Kanadierin macht seit Mitte der 70er Jahre Filme. Dennoch ist sie in Europa noch zu entdecken, eine Lücke, die die Kurzfilmtage nun mit dieser Retrospektive schließen. Sternberg kombiniert klassischen Avantgarde-Film mit persönlichen Themen, hinterfragt, wie wir die Realität wahrnehmen, welche Position der Mensch in seiner Welt hat. Neben Filmen arbeitet sie auch mit Performances, Installationen und Videos.


Jaan Toomik, Estland

15. Mai

 

Er gilt als einer der bekanntesten estnischen Maler, Video- und Performance-Künstler der Gegenwart. Toomiks filmisches Œuvre ist vergleichsweise schmal und als Gesamtschau selten präsentiert worden. Seine kompromisslos düsteren Spielfilme erforschen die Abgründe der menschlichen Psyche, oft vor einem persönlichen Hintergrund, den sie aber weit transzendieren. 2008 gewann er bei den Kurzfilmtagen für Communion den Preis des Festivals.


Nina Yuen, USA

12. + 16. Mai

 

Geboren 1981, gehört Nina Yuen zu einer jüngeren Generation von experimentellen Filmemacherinnen, die sich im Film- ebenso wie im Kunstkontext bewegen. Ihre Arbeiten sind performativ und persönlich, fast immer tritt sie selbst auf, oft stellt sie Charaktere am Rand der Gesellschaft in den Mittelpunkt. Die Kurzfilmtage haben die Arbeiten der queeren hispanischen Filmemacherin mehrfach präsentiert, zuletzt Narcissus im Jahr 2016.


Eine Übersicht der vorangegangenen Profile:

Eija-Lisa Ahtila (2000), Victor Alimpiev/Olga Stolpovskaya (2006), Wojciech Bakowski (2014), Craig Baldwin (2000), Guy Ben-Ner (2007), Majoleine Boonstra (2007), Linda Christanell (2012), Raquel Chalfi (2016), Jem Cohen (2001), Josef Dabernig (2016), Amit Dutta (2010), Nicolás Echevarría (2009), Heinz Emigholz (2001), Factory of Found Clothes (2009), Helga Fanderl (2013), Jeanne Faust (2016), Herbert Fritsch (2009), Karpo Godina/Želimir Žilnik (2002), Marina Grižnić/Aina Šmid (2003), Bert Haanstra (1998), Anne Haugsgjerd (2016), Stefan Hayn (2005), James Herbert (1999), Yamada Isao (2004), Ito Takashi (2015), Ken Jacobs (1996), Jim Jennings (1998), William E. Jones (2011), Larry Jordan (2001), Aryan Kaganof (2014), Kanai Katsu (2007), Patrice Kirchhofer (2008), Ken Kobland (2007), Andrew Kötting (2008), Petar Krelja, Krsto Papic und Zoran Tadic (2013), Grzegorz Królikiewicz (2011), Mark Lewis (2005), Dušan Makavejev (2003), Mara Mattuschka (2014), John Maybury (2002), Deimantas Narkevicius (2014), Erkka Nissinen (2015), Matsumotu Toshio (2009), Münchner Gruppe: Klaus Lemke/Rudolf Thome/Max Zihlmann (2003), Gunvor Nelson (2010), Robert Nelson (2006), Vera Neubauer (2012), Ho Tzu Nyen (2013), No Wave (2010), Jayne Parker (2004), Miranda Pennell (2006), Ilppo Pohjola (2012), Luther Price (2013), Laure Prouvost (2013), William Raban (2015), Jennifer Reeder (2015), Lis Rhodes  (2008), Jósef Robakowski (2005), Roee Rosen (2012), Roter Hahn 1907 (2011), Sarajevo Documentary School (2009), Boris Schafgans (2006), John Smith (2002), Sun Xun (2016), Robert Van Ackeren (2001), Vipin Vijay (2015), Laura Waddington (2005), Orson Welles (2000), Joyce Wieland (2002), Charles Wilp (2001), John Wood & Paul Harrison (1999), Fred Worden (2010) und Akram Zaatari (2008).