
Der französische Filmemacher Patrice Kirchhofer führt den Film zurück auf seine leuchtende, physische Materialität. Seine radikalen Untersuchungen haben ihren Ursprung in der Kino-Maschine selbst, in der dialektischen Beziehung zwischen Bewegung und Stillstand, Erscheinen und Verschwinden. Seit den 70er Jahren experimentiert er mit seinen optischen und philosophischen Spielzeugen. Kirchhofer ist geprägt von moderner serieller Musik, seine Filme sind gewaltig, ohne auf Überwältigung zu zielen. Die Versuchsreihen Chromaticité, Densité optique, Anorexie ebenso wie seine unvollendeten Filme und sein Engagement für die Selbstorganisation des anderen Kinos sind Ausdruck einer radikalen Abkehr von allem Medien- und Markt-Geschehen.
5. Mai 2008