
[Dem Publikum] gefällt die Dichte, die gemäßigte Informalität und die menschlichen Qualitäten der Veranstaltung, die so viele Produktionen auf kleinem Raum ansammelt, wie ein Kamel, das Wasser speichert als Vorrat für lange Durststrecken. Und es hat in der Tat Recht, denn, einfach ausgedrückt, ist [das Festival] sechs Maitage lang der kreative und quantitative Brennpunkt der globalen Kurzfilmpräsentation, verschiebt es das Gleichgewicht der Welt zu seinen Gunsten... Filmwaves, Herbst 2000
Dabei versteht Gass den populären und den klassischen Kurzfilm, den es in Oberhausen nach wie vor auch gibt, als gleichberechtigt. Beide Programmpunkte ergänzen sich; oft genug macht ohnehin erst die Zusammenschau ästhetische oder gesellschaftliche Tendenzen sichtbar.FILM Zoom, Schweiz, Oktober 2000
Der Kurzfilm bewies sich in Oberhausen auf der Höhe der Gegenwart: In einer ästhetisch wie sozial bindungslosen Zeit schnappt er wie viele heute nach Luft zum Atmen und findet sie immer wieder. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Mai 2000
Das Festival präsentierte rund 460 kurze Filme und Videos aus aller Welt, und wer auf der Suche nach der subversiven Avantgarde ? trotz Event-Gedränge im Besucherstrom ? die Augen offen hielt, der konnte fündig werden. Das Genre Kurzfilm ist vielfältig, lebendig und anspruchsvoll geblieben... Filmdienst, Juni 2000
Intellektuelle Vollkost aber fand sich nicht nur im Wettbewerb, vor allem die Rahmenprogramme boten anspruchsvoll recherchiertes Anschauungsmaterial: Satte 11 Programme präsentierten die hardcoregesättigte Geschichte der osteuropäischen Avantgarde seit 1950. Sie wäre ein eigenes Festival wert gewesen. Filter, Juni 2000
... haben sich die jährlich stattfindenden Oberhausener Kurzfilmtage leinwandfüllender als je zuvor den Schnittstellen zwischen Popvideo, Corporate Design, Kinovorspann und dem traditionellen Experimentalfilm verschreiben. Die kluge Entscheidung für das von Christian H�ller kuratierte Sonderprogramm "Pop Unlimited?" zeitigte zwar auch manchen lauen Filmbeitrag, förderte aber vor allem Erstaunliches zu Tage... Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2000
Dem Festival ist es gelungen, die Wechselwirkung zwischen traditionellen und neuen Formaten offenzulegen. [...] Die Kurzfilmtage erweisen sich damit als eine Art Flipper, an dem man die Kugel zwischen Avantgarde und Pop hin- und herbewegt. In der Mehrzahl der Fälle gelingt einem dabei ein Score. Frankfurter Rundschau, 12. Mai 2000
Im Vorjahr gaben die Kurzfilmtage Oberhausen mit der ersten Verleihung des MuVi-Preises für das beste deutsche Musikvideo ein deutliches Signal für eine Öffnung gegenüber neuen Genres und jüngeren Zuschauergeschichten. Der Verjängungskurs hat sich zumindest bei der Resonanz bewährt. Filmecho/Filmwoche, 20. Mai 2000
Die Atmosphäre bislang ist begeisternd. Dazu allerdings trägt natürlich das Wetter bei, das dem herrlichen Open-Air-ensemble auf der Elsässer Straße und am Friedensplatz mediterranes Leben verleiht. Die Straßencafés waren am Wochenende bis weit in die Nächte hinein überfüllt. Dickes Lob der Festivalgäste gibt es allüberall zum Service. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Oberhausen, 9. Mai 2000
Wahrscheinlich ist der Oberhausener der weltbeste Festivalkatalog. Souveränes Wissen zu allen Themenkreisen, an denen die Programme sich abarbeiten. Bielefelder Stadtblatt, 5. Mai 2000
Diese Ausgabe des Festivals bleibt in Erinnerung durch die Regisseurinnen, die eine Reihe von hoch anspruchsvollen Filmen ablieferten. Oberhausen ist ein wichtiges Forum des kurzen Films und der Diskussion über neue Entwicklungen, nicht nur im Film, in der Populärkultur und der Ästhetik, sondern auch im sozio-politischen Denken. Ciné & Média, Belgien, Nr. 4/2000
Oberhausen ist eines der wichtigsten Kurzfilmfestivals überhaupt, das durch die Präsentation extrem wichtiger Programme populär wurde. Time and Tide, Indien, Mai 2000
Zumal diese beiden historischen Programmschienen "Sex, Rock?n?Roll and History" und "Pop Unlimited?" geradezu perfekt ineinander griffen und in ihrer inneren Zerrissenheit vielleicht auch eine passender Metapher für österreichische Verhältnisse boten. Der Standard, Österreich, 11. Mai 2000
Clever und nötig also, der Kontrapunkt Osteuropa zum Pop ohne Grenzen. Kuratiert wurde er von der slowenischen Medientheoretikerin Marina Grizinic. Mit Hingabe hatte sie ein Programm zusammengestellt, das sie als profunde Kennerin der Filmszene und -geschichte wie als hervorragende Theoretikerin auswies. Die Wochenzeitung, Schweiz, 18. Mai 2000
Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen haben als erstes Festival ihrer Art Musikvideos als ein Format erkannt, das kritische Beachtung verdient, und Musikvideos innerhalb eines Kurzfilmfestivals und seiner Wettbewerbe programmiert. Unter den höchst anregenden Programmen zu diesem Thema waren: Eine Auswahl deutscher Musikvideos aus dem Oberhausener MuVi-Preis 1999; eine Auswahl internationaler Musikvideos aus dem Oberhausener Festivalprogramm 2000 und eine Auswahl australischer elektronischer Musikvideoclips, die im Wettbewerb liefen. http://www.senseofcinema.com , Australien, Juli 2000