
Seit den 60er Jahren machen sie Filme, gemeinsam oder getrennt. Sie zeigen offen Benachteiligte, Randexistenzen, was ihnen oft genug Probleme mit der Zensur eintrug. In seinem berühmten 'Crni film' (1971) findet Zilnik einen ganz eigenen Zugang zum Problem der Obdachlosigkeit, in 'Tito po drugi put medju srbima' (1994) lässt er einen Schauspieler als Tito verkleidet durch Belgrad wandern und mit den Leuten sprechen, die so zum Vergleich zweier totalitärer Regimes gezwungen werden.
Karpo Godina arbeitete als Cutter, Kameramann und Regisseur, zeitweilig als Assistent von Jean-Luc Godard. Godinas Filme sind voller subversiver Ironie wie in 'Zdravi Ljudi Za Razonodu' (1971), einer Satire auf das Leben der Serben, Kroaten, Tschechen, Ungarn und anderen Gruppen, die die Wojwodina bevölkern, oder in 'Gratinirani Mozak Pupilije Ferkeverk' (1970), einem Pop-Epos zum Thema Herrenmode. Die Kurzfilmtage zeigen drei Programme mit Filmen der beiden Regisseure.