
Preis der Kinojury, verbunden mit einer Ankaufsoption durch die KurzFilmAgentur Hamburg für die prämierte Arbeit
Zakaria
Regie: Gianluca & Massimiliano De Serio
Italien 2005
Ein italienischer Junge arabischer Herkunft lernt die Sprache seiner
Vorfahren und versucht sich mit dem Islam vertraut zu machen.
In einer Zeit der schnellen Urteile oder Vorurteile über den Islam nähert sich
"Zakaria" langsam und respektvoll der für uns fremden Kultur.
Verfestigte Meinungen in unseren Köpfen werden hinterfragt, aufgeweicht und
verändert. Der Film ermuntert dazu sich mehr mit dem Islam
auseinanderzusetzen, eine wichtige Voraussetzung für einen fruchtbaren
Dialog. Ein Film, der nach Meinung der Jury einen wichtigen Zweck erfüllt
und ein großes Kinopublikum verdient hat.
Kinojury 2006:
Antoniy Donchev (Bulgarien), Tobis Kunow (Deutschland), Waldemar Spallek (Deutschland)

Lobende Erwähnung der Kinojury
Kein Platz für Gerold
Regie: Daniel Nocke
Deutschland 2005
Begründung:
Mit Humor und Leichtigkeit wirft "Kein Platz für Gerold" einen ironischen Blick auf die Alltagsrituale in einer deutschen Wohngemeinschaft. Wir beobachten verschiedene unserer Artgenossen dabei, wie sie ihre eigentlichen Interessen hinter der Inszenierung banaler Konflikte verstecken.
Gleichzeitig ist der Film aber auch eine Parodie auf eine Gesellschaft, die
sich naiv der allgegenwärtigen Kamera in Talkshows und Reality TV öffnet. Das Private und Authentische kommt abhanden, indem es zum öffentlichen Verhandlungsgegenstand
erklärt wird.