
Der Videokünstler Akram Zaatari kuratierte 2006 für Oberhausen Radical Closure, nun kehrt er mit einer Auswahl seiner eigenen Arbeiten zurück. Zaatari Videos kreisen um komplexe Phänomene, sie sind sinnlich und abstrakt, impressionistisch und streng durchkomponiert und entwickeln gerade durch diese Gegensätze und Brüche eine unwiderstehliche Kraft. Mitbegründer der Arab Image Foundation, ist Zaatari ein Archivist, der seine Bilder immer hinterfragt. Zwei Programme schlagen den Bogen von seiner ersten unvollendeten Arbeit Wassat Bayrout (1992), ein Dokument Beiruts nach dem Krieg, bis zur Hommage an Bewegung im Kino, Video in 5 Movements (2006), die er aus Super 8-Filmen eines Standfotografen (im Vorkriegs-Libanon) montierte.
5. + 6. Mai 2008
Kontakt: Carsten Spicher