Maike Mia Höhne (Deutschland), Rainer Komers (Deutschland), Isabella Reicher (Österreich)

Die Jury vergibt den Preis für den besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs 2009 ex aequo an zwei Filme: Beide Arbeiten entwickeln analog oder digital, in Bild und Ton neue Perspektiven auf die Welt – technisch virtuos, spielerisch und mit eigenem Witz. Reale Objekte erhalten ein irritierendes Eigenleben, kinematografische Räume entfalten sich jenseits traditioneller Koordinatensysteme.
n.n.
Michel Klöfkorn
Deutschland 2009, 11 min, DV, Farbe
Begründung:
n.n. nimmt Elemente einer technoiden Kulturlandschaft und animiert sie als belustigend-beängstigendes Bewegungsschauspiel – als anschwellenden Schwarm ameisenhafter Wesen, der die Versatzstücke der Zivilisation lustvoll zerschreddert. Ruhe findet die Welt erst im menschenleeren ewigen Eis.

Please Say Something
David OReilly
Deutschland 2009, 10 min, DV, Farbe
Begründung:
Ein klassisches Szenario bildet den Ausgangspunkt für überbordende filmische Explorationen: Please Say Something wirft einen modernen Blick auf ein altes Problem – wie kann das gehen mit der Liebe und der Kreativität. Die Frage zündet ein hintergründiges, beziehungsreiches, eigenwilliges Bilderfeuerwerk. Mittendrin: Katze und Maus. Forever.

dotiert mit 2.500 Euro, für einen Beitrag, der sich durch eine neue Sichtweise auszeichnet. Der Preis umfasst darüber hinaus das Angebot, den ausgezeichneten Beitrag zu erwerben und im 3sat-Programm zu präsentieren.
Rebeca
Gonzalo H. Rodríguez
Deutschland 2009, 24 min, Beta SP, Farbe
Begründung:
Im Zuge einer brüchigen, suchenden Bewegung kommen unterschiedlichste filmische Mittel zur Anwendung: Ein verschüttetes Leben wird in Bild, Schrift und Ton, in visuellen Assoziationen, in mimetischen Anverwandlungen, mittels Dokumenten und in fragmentarischen Interviews umkreist. Ansätze werden erprobt und wieder verworfen. Am Ende steht keine gesicherte Erkenntnis. Die Suche geht weiter. Der Gewinn liegt in eben dieser Erfahrung.