
Fred Worden, einer der ironiemächtigsten Meister der US-Avantgarde, realisierte seit den frühen 1970ern über zwei Dutzend kürzere Arbeiten, zuerst auf 16mm, ab 2004 dann auf DV. Im Zentrum seines Schaffens steht das Experimentieren mit der Trägheit der menschlichen Wahrnehmung: Gesucht wird in Werken wie Throbs (1973), Here, There, Now, Later (1983) oder When Worlds Collude (2008) eine Poesie des reinen Fließen – dass man am Ende dann doch stets einen Sinn findet in Wordens radikalen Verknappungen, hat etwas Tröstliches.