Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

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Rüdiger Suchsland im Gespräch mit Carmen Losmann: “Oeconomia” und die Produktion von Geld

Carmen Losmann ist Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin.

Mit Rüdiger Suchsland spricht sie über ihren neuen Film "Oeconomia", welcher auf der Berlinale 2020 Premiere hatte, und die Frage, woher Geld kommt und wer es macht. Dabei geht es auch um die Kapitalisierung des Gesundheitssystems vor dem Hintergrund der aktuellen Krise.

Rüdiger Suchsland im Gespräch mit Carmen Losmann: "Oeconomia" und die Produktion von Geld from Internationale Kurzfilmtage on Vimeo.

 

 

Kommentare (2)

  • 13.05.2020 · U.Hermes
    Toller und sehr erhellendes Gespräch! Vielen Dank, dass sich Carmen Losmann mit diesen abstrakten Themen, die alle sehr betreffen, filmisch beschäftigt. Bin gespannt auf Oeconomia im Herbst!
  • 15.10.2020 · Ruth Priese
    Sehr geehrter Frau Lossmann, sehr geehrter Herr Suchsland,

    Ich bin sehr sehr froh, dass dieser Film nun in den Kinos läuft und hoffe inständig, dass er bald auch im Internet vollständig zu sehen sein wird. Die Menschen von www.akademie-solidarische-oekonomie.de sind auch erfreut über die Übereinstimmung vieler Wahrnehmungen und Anliegen. Einer von ihnen, Klaus Simon, Autor u.a. von "Zwickmühle Kapitalismus" schrieb mir dazu:
    "Kaum jemand weiß es: Das Wachstum des weltweiten Energiebedarfs ist derart stark, dass es zwischen 2010 und 2017 die Erfolge erneuerbarer Energieerzeugung nicht nur aufgezehrt, sondern fünffach übertroffen hat. Dadurch wächst der Einsatz fossiler Energieträger immerfort, obwohl er doch sinken soll. Und Bedarfsanstiege in solcher Größenordnung werden auch weiterhin erwartet. Ein weltweites Wirtschaftswachstum, bei dem sich die Zementproduktion aller 15 und die Stahlproduktion aller 17 Jahre verdoppelt, erzwingt entsprechend wachsenden Energiebedarf. Doch so kann keine Emissionsreduktion gelingen. Selbst eine hypothetische Steigerung erneuerbarer Energieerzeugung um tausend Prozent bis 2050 würde von diesem Bedarfswachstum übertroffen werden; keine einzige Tonne fossiler Energieträger ließe sich damit ablösen! Ja, wir brauchen erneuerbare Energieerzeugung, doch sie kann nur dann zu weniger Treibhausgasemission führen, wenn zugleich der Energiebedarf sinkt statt wächst. Wie aber soll ein rückläufiger Energiebedarf möglich werden: in einem Wirtschaftssystem, das unter dem Zwang fortdauernden Wachstums steht? Das ist die entscheidende Frage. An ihr vorbei gibt es keine Lösung."
    Ich hoffe sehr, dass der Film nicht nur so pessimistische Wortmeldungen auslöst, vielmehr auch die Orientierung auf Schritte in Richtung Auswege. Und ich wünsche Ihnen nicht zu viele Anfeindungen aus den Wirtschaftskreisen
    Dankbar
    Ruth Priese

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