Workshops

Die Kurzfilmtage bieten 2022 vier Workshops zu aktuellen Themen rund um den Film an. Drei davon befassen sich mit analogem Film - mit Vorführungspraxis ebenso wie mit der Materialität des Films für Kinder und für Filmemacher*innen. Um Identitätspolitik im Film geht es dagegen in dem gleichnamigen Workshop der Schriftstellerin und Filmemacherin Susanne Heinrich. Für Workshop 1 - "Analoge Filmtechnik: Vorführungspraxis und Workshop 4 - "Identitätspolitiken im Film: eine Bestandsaufnahme" sind weiterhin Anmeldungen möglich. 

Workshop 1 - Analoge Filmtechnik: Vorführungspraxis

Die fachlichen Herausforderungen der Vorführung von Archivkopien mit analoger Filmtechnik wie auch die Einrichtung von Installationen und Performances, die analoge Filmtechnik verwenden, werden immer größer. Der Workshop soll Qualitätsstandards etablieren und in die kuratorische Praxis eines Filmfestivals integrieren. Erfahrene Filmtechniker vermitteln Kenntnisse zu Materialkunde und Vorführtechnik ebenso wie deren praktische Umsetzung im Kino und andernorts. Grundkenntnisse in analoger Filmtechnik sind Voraussetzung.

Leitung: Lena Martin (Filmvorführerin und Filmvermittlerin, Frankfurt am Main)

Der Workshop wird in deutscher Sprache gehalten.

Bewerbungen sind noch bis zum 3. April möglich.

Anmeldung

Workshop 2 - Process Cinema: Film Farm in Oberhausen

Ein praktischer Workshop der Film Farm (Kanada) für Filmemacher und Filmemacherinnen, die mit 16mm arbeiten oder arbeiten wollen. Mit 16mm-Film als Leitmedium und einem Verfahren, das mit ökologischen Materialien wie Wildblumen und Meerwasser entwickelt wurde, geht es um technische und kreative Prozesse der Arbeit in einem offenen Kontext – eine einzigartige Erfahrung in Zusammenarbeit mit einem der bedeutendsten Filmkollektive, die heute im Independent-Film arbeiten. Die Resultate des Workshops werden während der Kurzfilmtage präsentiert.

Leitung: Philip Hoffmann, Scott Miller Berry, Terra Jean Long, Rob Butterworth (Film Farm, Toronto)

Der Workshop wird in englischer Sprache gehalten. Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

Workshop 3 - Das lebendige Bild: Ein Analogfilm-Workshop für Kinder

Die Materialität eines analogen Filmstreifens kann gerade Kindern viele Aspekte des bewegten Bildes greifbar und begreifbar machen. In dem Workshop bearbeiten Kinder Filmmaterial, sie drehen und entwickeln selbst analogen Film. Der Workshop wird auch Brücken zu Umweltthemen schlagen, indem etwa mit Recycling von Material oder ökologisch verträglicher Entwicklung von fotochemischem Film gearbeitet wird. Während des Festivals präsentieren die Kinder ihre Workshop-Ergebnisse in Form einer Expanded Cinema-Performance. Begleitend entsteht eine Videodokumentation für die anschließende Verwendung in Bildungseinrichtungen.

Leitung: Christopher Gorski und Oliver Bassemir (Analogfilmwerke e.V., Hamburg)

Geschlossene Veranstaltung in Kooperation mit einer Oberhausener Schule.

Workshop 4 - Identitätspolitiken im Film: eine Bestandsaufnahme

Das identitätspolitische Paradigma ist auch im Filmbetrieb angekommen. Filmemacher*innen, Kurator*innen und Lehrende sind gefordert, ja gezwungen, Position zu beziehen. Doch was sind die ökonomischen Voraussetzungen dieses neuen Paradigmas, wie verändert es die Beziehungen zwischen Herstellungsbedingungen, ästhetischen Positionen und Auswertungs- und Rezeptionszusammenhängen? Der Workshop im Rahmen der 68. Kurzfilmtage, geleitet von der Schriftstellerin und Filmemacherin Susanne Heinrich, soll Gespräche in Gang setzen, auf dieser Basis ein gemeinsames Forschungsinteresse formulieren und geeignete Formate entwickeln, um dieses weiter zu verfolgen.

Leitung: Susanne Heinrich (Filmemacherin: u.a. "Das melancholische Mädchen", Leipzig)

Der Workshop wird in deutscher Sprache gehalten.

Anmeldung

Kontakt

Susannah Pollheim
workshop@kurzfilmtage.de