Junges Publikum

Seit 1978 haben anspruchsvolle Kurzfilme für Kinder und Jugendliche ihren festen Platz in Oberhausen. Neben dem internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerb, für dessen Jury nur Kinder und Jugendliche in Frage kommen, werden kuratierte Programme gezeigt und Workshops und Tagungen sowohl für das junge Publikum als auch für Multiplikator*innen angeboten.

Zum Festivalprogramm 2021 geht es hier.

Kinder- und Jugendkino 2021

Das Kinder- und Jugendkino der Kurzfilmtage geht online! Das Programm ist bunt und aktuell wie eh und je: Vom 5. bis 10. Mai zeigen wir 40 Kurzfilme aus 24 Ländern, die mitnehmen in indische Salzwüsten, nach Südkorea und in die Plattenbauten Genfs, an träumerische Orte am Nordpol und auf Schlafwanderungen - auf Instagram und in Minecraft-Welten sind wir auch unterwegs. Wir zeigen acht Weltpremieren, neun internationale und 16 deutsche Premieren.

Tickets zum Online Festival-Hub gibt es in Kürze hier. Das ganze Programm ist auch als kostenfreies Schulscreening und für Kindergärten verfügbar.

 

Kinderfilmwettbewerb ab 3 Jahren

Eine Reise für die Kleinsten mit fünf verspielt-animierten Filmen aus Belgien, Frankreich, Japan, Rumänien und Russland. Fische mit Beinen, die gegen den Strom hüpfen und Bären mit Schluckauf treffen auf fantastische Nordlichter und lassen uns große Augen machen.

L‘ours qui avala une mouche (Der Bär, der eine Fliege verschluckte)
Pascale Hecquet - Belgien/Frankreich 2020 - 7'24''
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in Bär schläft friedlich im Wald, als er versehentlich eine Fliege verschluckt. Das Summen der Fliege in seinem Bauch geht ihm gehörig auf die Nerven. Auf Rat des Eichhörnchens hin verschluckt er einen Frosch, der im Bauch des Bären quakt. Dann eine Ringelnatter, deren Schlängeln ihn kitzelt. Dann einen Reiher, dessen Schnabel ihn pikst. Was wird er noch alles tun, um sein Leid zu beenden?

Kokoni ite (Bleib bei mir)
Rika Mayumi - Japan 2020 - 1'53''
Dies ist die Geschichte von mir und meinem Hund, in der wir hier waren und ich vor mich hin träumte.

Kiki la plume (Kiki, die Feder)
Julie Rembauville/Nicolas Bianco-Levrin - Frankreich 2020 - 5'47''
Der Kanarienvogel Kiki kennt nur seinen Käfig und die alte Dame, die ihn füttert. Er träumt davon, draußen mit den anderen Vögeln zu fliegen. Als die Tür des Käfigs eines Tages offen steht, entwischt er und entdeckt die große weite Welt, in der man fliegen können muss. Ein freier Vogel zu sein, ist ganz schön beängstigend.

A Fish on a Ladder (Ein Fisch auf der Leiter)
Ioana Pasarin - Rumänien 2020 - 2'33''
Ein Fisch mit Beinen erklimmt eine Leiter.

Alyaska (Alaska)
Oxana Kuvaldina - Russland 2020 - 7'06''
Dies ist die Geschichte über einen jungen Husky – den Geist der Alaska-Halbinsel. Anstelle eines Schattens wirft er Nordlichter und sucht nach einem Freund.

Kinderfilmwettbewerb ab 6 Jahren

Wolfsjunge, Schnecken, Grashüpfer und Seeungeheuer – fantastische Begegnungen warten auf euch. Es geht ums Vermissen, ums Suchen und Finden im Programm ab sechs Jahren. Fünf Animationen und ein Spielfilm nehmen uns mit in eine deutsche Großstadt, nach Frankreich, Japan, Schweden, Südkorea und Taiwan.

My Mother’s Hair (Das Haar meiner Mutter)
Zeynep Sila Demircioğlu - Deutschland 2020 - 3'39''
Eine Mutter migriert ohne ihre Kinder nach Deutschland, um dort als Gastarbeiterin zu arbeiten. Die Familienzusammenführung dauert Jahre. Özgür, die jüngste Tochter der Familie, erzählt, wie es ist, ohne Mutter aufzuwachsen. Animierte Zeichnungen vermitteln dem Publikum Özgürs biographische Geschichte. 

In Search of Chok Chok (Auf der Suche nach Chok Chok)
Dayoon Kim - Südkorea 2020 - 20'00''
Nach einem Schulwechsel fällt es Yeon-woo schwer, neue Freunde zu finden. An einem verregneten Tag findet sie auf dem Nachhauseweg eine Schnecke. Seitdem hält sie das Tier für ihren einzigen Freund und nennt es Chok Chok. Eines Tages verschwindet Yeon-woos einziger Freund spurlos. Auf der Suche nach Chok Chok trifft sie Dajeong.

Furendo (Freund)
Gan Wang - Japan 2020 - 2'57''
Ein Fuchs trifft am Fluss im Wald auf einen Eimer. Die beiden werden Freunde. Als es regnet, trägt der Fuchs den Eimer auf seinem Kopf. Was geschieht wohl als Nächstes?

Lupin (Wolf)
Hélène Ducrocq - Frankreich 2020 - 11'11''
Ein kleiner Wolf wagt sich zum ersten Mal aus seiner Höhle, während seine Mutter auf der Jagd ist. Orientierungslos und verängstigt sucht er Zuflucht in einem Garten. Jeanne, Gaston und Louis, die Kinder des Jägers, finden ihn und beschließen, ihn wieder nach Hause zu bringen.

The Frolic (Tobespaß)
Yi-Han Jhao - China 2020 - 4'34''
Die Kinder toben mit den Insekten durch das Gras.

Iso ylimäärä (Die große Flut)
Magnus Fredriksson - Schweden 2021 - 14'27''
Nach einer großen Flut treibt Pää auf dem Dach seines Hauses den Fluss hinunter. Schon bald schließt Nif sich ihm an. Gemeinsam reisen sie stromabwärts bis ans Meer. Auf ihrem Weg treffen sie zahlreiche eigenartige Geschöpfe und freunden sich mit einigen an. Außerdem werden sie Zeugen der Auswirkungen von Umweltverschmutzung.

Kinderfilmwettbewerb ab 8 Jahren

Fünf Kurzfilme ab acht Jahren, die unterschiedlicher kaum sein könnten, entführen uns nach Belgien, Indien, Island, Frankreich und in die Schweiz. Mit zwei Mädchen wandern wir durch Salzwüsten und begleiten ein Kind dabei, wie es aus dem Schatten tritt. Ein Möchtegern-Astronaut bringt Tempo auf die Leinwand.

Paanchika (Fünf Kiesel)
Ankit Kothari - Indien 2020 - 14'07''
Die kleine Miri macht sich auf den Weg durch eine Wüste aus Salzpyramiden. Eine Ausgestoßene folgt ihr, da die beiden nicht miteinander spielen dürfen. Es folgt eine Geschichte über Freundschaft, in der gesellschaftliche Grenzen Kiesel für Kiesel überwunden werden. In Indien werden auch heutzutage Menschen nach ihrer Kaste beurteilt. Paanchika zeigt, wie Freundschaft diese sozialen Normen übersteht.

Latitude du Printemps (Eine kleine Geschichte)
Sylvain Cuvillier, Chloé Bourdic, Théophile Coursimault, Noémie Halberstam, Maŷlis Mosny, Zijing Ye - Frankreich 2020 - 7'25''
Ein Hund wird am Straßenrand ausgesetzt und an eine Laterne angebunden. Er ist ganz allein, bis er eines Tages auf einen jungen Möchtegern-Astronauten und eine Profi-Radfahrerin trifft, die immer wieder ihre persönliche Bestmarke unterbieten möchte.

Elong E’nabe (Eine großartige Zukunft) 
Niels Devlieghere - Belgien 2020 - 13'41''
Ein kurzer Dokumentarfilm über die sechsjährige Angela, ein Schwarzes Mädchen mit senegalesischen Wurzeln, das in Belgien geboren wurde. Angela lebt ein sorgloses Leben; die komplexe soziopolitische Lage ihrer Familie ist ihr nicht bewusst. Der Film veranschaulicht, wie es ist, als Schwarzes Kind in Flandern aufzuwachsen, begleitet von Rassismus und der Frage nach Zugehörigkeit.

Un caillou dans la chaussure (Ein Stein im Schuh)
Eric Montchaud - Frankreich 2020 - 11'28''
Ein Schüler erscheint zum ersten Tag an seiner neuen Schule. Allerdings unterscheidet er sich von den anderen: Er ist ein Frosch in einem Klassenzimmer voller Hasen.

Dalía
Brúsi Ólason - Island 2020 - 16'11''
Ein Kind geschiedener Eltern verbringt ein Wochenende auf dem Hof seines Vaters. Dieser weiß nicht so recht, was er mit seinem Sohn anfangen soll, geht seiner Arbeit nach und behandelt ihn, als sei er einer seiner Landarbeiter. Als die beiden sich um ein schwer verletztes Pferd kümmern, finden sie zueinander.

Kinderfilmwettbewerb ab 10 Jahren

Was macht echte Freund*innen aus? Und was tolle Geschwister? Im Programm ab zehn Jahren sorgt eine Drohne für Streit, ein Motocross-Rennen für Sehnsucht und eine gemeinsam genommene Dusche für unterschiedliche Reaktionen. Sechs Kurzfilme aus Frankreich, dem Iran, Kolumbien und Schweden.

Dix ans (Zehn Jahre)
Clélia Schaeffer - Frankreich 2020 - 15'00''
Auf Leos Geburtstagsfeier verschwindet ein Spielzeug. Die Kinder suchen nach einem Schuldigen.

Niebla (Nebel) 
Leonardo Romero Zarza - Kolumbien 2020 - 10'26''
Nicolas ist mit seinen Eltern vor die Stadt in die Nähe eines uralten Nebelwalds gezogen. Der Ort gewinnt für ihn an Bedeutung, als er die dortigen Tieren bei geheimnisvollen Treffen kennenlernt. Er entdeckt einen Wald voller Leben und beginnt zu verstehen, wie wichtig das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur ist.

Shower Boys
Christian Zetterberg - Schweden 2020 - 9'11''
Nach einem hitzigen Trainingsspiel ihrer Mannschaft gehen Viggo und Noel, beide 12, nach Hause. Sie erproben ihre Grenzen und ihre Männlichkeit. Die plötzliche Unterbrechung eines unschuldigen Spiels wirft die Frage auf, was eine Freundschaft unter Jungen sein darf.

Ton francais est parfait (Dein Französisch ist perfekt)
Julie Daravan Chea - Frankreich 2020 - 4'05''
Die 10-jährige Aline und ihre Mutter Chanda leben in einem französischen Vorort. Aline erfährt, dass ein Elternabend ansteht.

Leo 
Moein Rooholamini - Iran 2020 - 5'00''
In einer besonderen Situation kommentiert Khaled für seinen Bruder ein Fußballspiel. Auf einmal wird er mit bestimmten Ereignissen konfrontiert.

Kaolin
Corentin Lemetayer Le Brize - Frankreich 2020 - 22'19''
Die 11-jährige Jade hat sich etwas in den Kopf gesetzt: Sie will wieder am Grand Prix des Kaolins teilnehmen, einem Motocross-Rennen, das ihr Vater jeden Sommer in seinem Steinbruch organisiert. Für das kleine versehrte Mädchen ist es allerdings alles andere als leicht, wieder Motorrad zu fahren. Doch Jade ist hartnäckig.

Jugendfilmwettbewerb ab 12 Jahren

Im Programm ab 12 Jahren geht es um tote Väter, tote Mütter, tote Babys und tote Materie. Klingt nicht sehr erbaulich? Ist es aber. Das alles wird nämlich erzählt im Kontext von gehaltenen Versprechen, großartigen Freund*innen, ersten Küssen und viel Selbstvertrauen. Sechs Filme aus China, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Norwegen und Schweden.

La Chamade (Herzklopfen)
Emma Séméria - Frankreich 2020 - 09'26''
Bald sind die Ferien zu Ende und Camélia, 15, bittet Salah, ihren besten Freund aus Kindertagen, um einen ungewöhnlichen Gefallen: Sie würde gerne vor Ende des Sommers lernen, wie man mit Zunge küsst.

He An (Ein Schritt in den Fluss)
Weijia Ma - Frankreich/China 2020 - 14'43''
Die beiden Mädchen Lu und Wei leben in einem Dorf an den Ufern eines Flusses. Weil die Ein-Kind-Politik einige Familien dazu verleitete, ihre neugeborenen Mädchen dort zu ertränken, haben beide eine ganz besondere Beziehung zu diesem Fluss, an dem einige tragische Geschichten ihren Anfang nahmen.

Es geht um Müll
Lisa Meier - Deutschland 2020 - 03'53''
„Es geht um Müll“ ist eine persönliche Auseinandersetzung mit Gedanken und Gefühlen zum Thema Müll. Heutzutage leben wir in einer Welt, in der wir am laufenden Band Abfälle produzieren, aber nichts damit zu tun haben wollen. Daher bleibt unserem Müll auch nichts anderes übrig, als zu schreien.

Ourse (Kleiner Bär)
Nicolas Birkenstock - Frankreich 2020 - 27'23''
Ourse ist eine Schlafwandlerin und läuft nachts regelmäßig davon. Ihre Mutter versucht, sie zu heilen. Aber Ourse möchte nicht geheilt werden, sondern verstehen, wo ihr Schlaf sie hinführt. Möchte sie dem Lauf ihres eigenen Lebens entkommen?

Meng Hoer (Meine Haare)
Max Jacoby - Luxemburg 2021 - 03'00''
„Früher wollte ich glatte Haare haben, um 'normal' zu sein.“ Die 13-jährige Olivia spricht über ihre Haare und darüber, wie es ist, in Luxemburg als Child of Colour aufzuwachsen.

Elveleie (Flussbett)
Sylvelin Maakestad - Schweden/Norwegen 2020 - 14’40''
Zwei junge Schwestern versuchen wirklich alles, um den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen. Verfolgt von den Erwachsenen, die auf den Beginn des traditionellen Bestattungsprozederes drängen, begeben sich die Kinder mit ihrer Mutter auf eine letzte Reise, um den Prozess ihres Todes zu begreifen.

Jugendfilmwettbewerb ab 14 Jahren

Liegt die Utopie im virtuellen Raum? Eine Gruppe queerer Jugendlicher baut sich auf Minecraft Safe Spaces und Gewächshäuser. Ein rumänischer Junge flieht sich in einen Fantasiestrudel und Dolápò muss dem allgegenwärtigen Rassismus trotzen. Es geht viel ums Zu-Sich-Finden im Programm ab 14 Jahren – in sechs Filmen aus Australien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Portugal, Rumänien und den USA.

Candy Can (Dosenlimonade)
Anton Octavian - Rumänien 2020 - 09'15''
Ein wehrloser Junge tut alles, um seiner düsteren Realität zu entfliehen. Er kreiert eine Welt aus Spielzeug und Spielen. Als jedoch die Wahrheit nach und nach ans Licht kommt, entpuppt sich sein Rückzugsort als potenzielle Falle.

Dọlápọ̀ Is Fine (Dọlápọ̀ ist okay)
Ethosheia Hylton - UK 2020 - 15'00''
Eine junge Schwarze Frau verlässt bald ihr britisches Internat, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren. Sie fühlt sich unter Druck gesetzt, ihren Namen und ihre Frisur zu verändern.

Before We Collide (Ehe wir zusammenprallen)
Gregor Petrikovic/Guy Gooch - UK 2021 - 1'13''
Der Film besteht aus über 800 Fotografien, die während der Pandemie aufgenommen wurden, wobei deren vielschichtige Überlagerung unsere Wahrnehmung von Zeit zersetzt. Durch eine eindringliche Begegnung zwischen zwei Menschen erkundet der Film Ideen von Unsicherheit, gegenseitiger Unterstützung und dem Bewusstsein der irdischen Vergänglichkeit. Im Moment der gemeinsamen Stille stellen wir uns unserer Realität.

Trona Pinnacles
Mathilde Parquet - Frankreich 2020 - 13'20''
In der Nähe des Death Valley verbringt die 19-jährige Gabrielle gezwungenermaßen Zeit mit ihren Eltern, die nicht mehr miteinander sprechen. Die drei fühlen sich in der angespannten Situation gefangen und versuchen ihr zu entkommen – in einer schier maßlosen Szenerie, die unabänderlich scheint. Die Lage scheint aussichtslos, bis ein unerwartetes Ereignis eine Wende einleitet.

Nova
Luca Meisters - Niederlande 2020 - 10'39''
Als Nova (15) ihre kleine Schwester Ivy zusammen mit ihrer Mutter zum Fußballtraining bringt, eröffnet Ivys neue Trainerin ihnen, dass Ivy erst wieder trainieren kann, sobald ihr Mitgliedsbeitrag bezahlt wurde. Die Situation endet im Streit. Als Nadia ihre Hand tröstend auf Novas Schulter legt, wird diese von einem Gefühl überwältigt, welches sie bis dahin gar nicht kannte.

Tracing Utopia (Auf den Spuren der Utopie)
Catarina de Sousa/Nick Tyson - Australien/Portugal/USA 2021 - 26'08''
„Tracing Utopia“ ist eine Reise in die Träume einiger queerer Jugendlicher in New York und deren Vorstellung von einer besseren Welt. Der kurze Dokumentarfilm erdenkt eine mögliche Queer-Community über zeitliche Grenzen hinweg, indem er den Hauch einer Utopie zeigt, die sich auf der Straße, in gemeinsamen Räumen und online manifestiert. Ein kollaboratives Manifest verwebt die Vergangenheiten mit den Zukünften – mit dem Ruf nach Veränderung, nach der queere junge Menschen heute streben.

Jugendfilmwettbewerb ab 16 Jahren

Das Programm ab 16 Jahren umfasst sechs Kurzfilme aus Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, Spanien und Tschechien. Körperlichkeit spielt eine große Rolle, zum Beispiel wenn jungen Menschen das Essen zum Ekel wird, Prothesen als Schmuckstück und Tanzpartner getragen werden oder gemeinsame Geschichte und Erinnerung durch den Film ganz sinnlich erlebbar wird.

Material Bodies (Materielle Körper)
Dorothy Allen-Pickard - UK 2020 - 04'22''
Durch die Verflechtung von Tanz und Dialog ist „Material Bodies“ eine sinnliche sowie cinematische Betrachtung der Beziehung von Amputierten zu ihren Gliedmaßen. Der einnehmende und bunte Kurzfilm untersucht, wie eine Beinprothese als ein Schmuckstück, ein Tanzpartner, oder ein Teil des eigenen Körpers gesehen werden kann.

Forastera (Die Fremde)
Lucía Aleñar Iglesias - Spanien 2020 - 19'51''
Während sie den Sommer auf Mallorca verbringt erkennt Antonia, wie ähnlich sie ihrer verstorbenen Großmutter auf den zweiten Blick ist. Sie entdeckt, welchen Einfluss dies auf ihren trauernden Großvater hat und kann es nicht lassen, sich zu verkleiden. Dabei verschwimmt jedoch, wer hier in wessen Körper lebt.

Vevnitř (Im Inneren)
Viktorie Štěpánová - Tschechien 2020 - 05'40''
Wie fühlt es sich an, seinen eigenen Körper und dessen Bedürfnisse nicht zu verstehen, wenn alles außer Essen verschwommen und bedeutungslos erscheint? Der animierte Dokumentarfilm zeigt den Alltag einer Person, die an einer psychischen Erkrankung mit dem Namen Anorexia nervosa leidet. Ein intimer Einblick in die Psyche eines anorektischen Menschen, der irgendwie mit der rauen Realität zurechtkommen muss.

Nattåget (Der Nachtzug)
Jerry Carlsson - Schweden 2020 - 14'30''
Oskar fährt nach einem Vorstellungsgespräch in Stockholm mit dem Nachtzug nach Hause. Eine lange Nacht liegt vor ihm, als sein Blick den von Ahmad trifft. Zum ersten Mal sieht ihm jemand in die Augen, der dasselbe Verlangen verspürt wie er.

Nonbinary (Nichtbinär)
Jeanne L'Homer - Frankreich 2020 - 05'52''
In der Pandemie mussten Performance-Künstler*innen sich neu erfinden, um sich an die neue virtuelle Existenz anzupassen. Wie können sie für ein Publikum aus Avataren online mitreißende Stücke umsetzen, und sich dabei Plattform wie Instagram zunutze machen? Diese Arbeit ist Teil einer Reise, die ergründet, wie wir als Menschen mit der virtuellen Welt interagieren und wie mitreißende Gefühle nachempfunden werden können, indem man ihre Codes an sich reißt oder ihnen folgt.

À l’ancienne (Früher)
Yasmine Bahechar - Schweiz 2020 - 19'47''
Eine Freundschaft zwischen einer Gruppe von Mädchen in Genf, zwischen der Rhône und der Arve, genau da, wo sich die beiden Flüsse treffen. Eine Abreise kann Dinge durcheinander bringen. Die einen gehen, die andern bleiben. Wer weggeht, lässt Erinnerungen zurück. Wer Leute weggehen sieht, behält die Erinnerungen.

ECFA Short Film Award Nominees 12+

Wir freuen uns, die im Jahr 2020 für den ECFA Short Film Award nominierten Filme gesammelt präsentieren zu können. Acht Filme aus sieben Ländern ermöglichen einen großartigen Überblick über das, was der europäische Kurzfilm für ein junges Publikum ganz aktuell zu bieten hat.

MuVi 14+

Fünfzehn internationale Musikvideos zeigen die ganze Bandbreite des Genres. Mit Humor und einer Portion Verrücktheit erzählen die Arbeiten vom Leben zwischen digitalen und realen Welten in seltsamen Zeiten. Ob Deepfake, Collage, Insta-Home-Video, Sit-Com, 3D-Animation, Found Footage, Erzählvideo oder Performance: Es geht um Freundschaft, Träume, Stereotypen, verborgene Leidenschaften und kuriose Begebenheiten. Manchmal sind wir verwirrt, aber niemals allein. Auch als Schul-Screening zu haben!

Workshops und Filmbildung

Ergänzend zum Kurzfilmprogramm bieten die Kurzfilmtage jedes Jahr Workshops sowohl für Pädagog*innen als auch für junge Filminteressierte und Schulklassen an. Aktuelle Angebote finden sie hier.

Shortscreen – Filmbildung Online

„Ab ins Online-Seminar!“ heißt es dieses Jahr für das jugendliche Publikum der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Ihr lernt spannende Perspektiven auf aktuelle Themen kennen und schaut intensiv auf Details in der filmischen Umsetzung. Das Online-Seminar ist auf circa 90 Minuten ausgelegt. Buchbar für den Zeitraum vom 1. bis 10. Mai oder nach Absprache. Ein Angebot in Kooperation mit der filmothek der jugend NRW.

Ein Thema - zwei Filme: Haare, Frisuren, Schönheit – das kann einen ziemlich beschäftigen. Was ist überhaupt schön, gibt es Normen und wer setzt die? Welchen Erwartungen kann man sich beugen? Welche Grenzen muss man für sich finden? In DOLÁPÒ IS FINE und MY HAIR lernt ihr zwei junge Schwarze Frauen kennen, die einen besonderen Blick auf diese Fragen werfen müssen.

Anmeldungen, Terminvereinbarung und Informationen via kiju(at)kurzfilmtage.de oder unter 0208 825 3053.

Kurzfilm Inklusiv: Untertitel und Workshops für alle

Mittlerweile hat es Tradition: Nun bereits im fünften Jahr werden alle Programme des Jugendfilmwettbewerbs mit deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte ausgestattet. Auch werden die Vorstellungen in den Programmen ab 12, ab 14 und ab 16 von Gebärdensprachdolmetscher*innen begleitet. Ermöglicht wird das von der Aktion Mensch – wir freuen und bedanken uns!

Workshop: Sprechende Bilder – Kurzfilmwelten für Kinder und Jugendliche
Ein Online-Workshop, der Raum gibt für intensive und spielerische Auseinandersetzungen mit einem außergewöhnlich schönen Kurzfilm aus dem diesjährigen Wettbewerbsprogramm. Zugeschnitten auf ein inklusives Setting und mit entsprechenden Methoden im Gepäck werden den teilnehmenden Schüler*innen Zugänge zum Kurzfilm als besonderer Form vermittelt. Ab Klasse 4, max. 20 Schüler*innen, etwa 90 Minuten, buchbar für den Zeitraum vom 5. bis 10. Mai.

Anmeldungen, Terminvereinbarung und Informationen via kiju(at)kurzfilmtage.de oder 0208 825 3053.

Pädagog*innen

Kurzfilme sind wie kaum ein anderes Genre für die Bildungsarbeit geeignet. Sie bieten Ansatzpunkte für die verschiedensten Themen, für politische Bildung ebenso wie Sprachunterricht und nicht zuletzt für Filmanalyse und Entwicklung von Medienkompetenz. Darum engagieren sich die Kurzfilmtage seit über 25 Jahren in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partner-Institutionen mit jährlichen Tagungen in der Weiterbildung für Pädagog*innen. Durch Kooperationen mit Institutionen wie Matthias-Film oder dem Katholischen Filmwerk engagiert sich das Festival zudem für den Vertrieb von Kinderkurzfilmen. Zudem gibt es Screenings eigens für Schulklassen.

Fortbildung für den Religionsunterricht

In Kooperation mit dem Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz: Kirche und Gesellschaft und der evangelischen Kirche im Rheinland und Westfalen bieten die Kurzfilmtage diese speziell für Religionslehrer*innen konzipierte Fortbildung seit 25 Jahren an. Herausragende Beiträge aus dem jeweils aktuellen Kinder- und Jugendfilmwettbewerb werden gemeinsam gesichtet, analysiert und in Hinblick auf ihre Verwendung im Religionsunterricht diskutiert. Aus den gesichteten Titeln kaufen Matthias Film und das Katholische Filmwerk zudem jedes Jahr unter dem Titel „Edition Kurzfilmtage“ Filme für die Bildungsarbeit an.

Termin 2021
Samstag, 8. Mai 2021, von 10 bis ca. 12 Uhr, online
flexibel abrufbares Online-Screening vom 5. bis 7. Mai

Die Teilnahme ist kostenfrei. Informationen und Anmeldung via kiju(at)kurzfilmtage.de oder unter 0208 825 3053.

Kontakt

Kindergärten/Schulen

Kinder kreativ an Themen heranzuführen, ihnen einen neuen Blick auf ihre Lebenswelt zu ermöglichen, ist ein erklärtes Ziel der Kurzfilmtage. Darum wurde das Kinder- und Jugendkino seit seiner Gründung 1978 durch medienpädagogische Aktivitäten erweitert, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. In wechselnden Projekten, Workshops, speziellen Programmen und in Kooperation mit Oberhausener Schulen und dem Jugendparlament der Stadt pflegen die Kurzfilmtage den direkten Dialog mit Kindern und Jugendlichen und fördern einen offenen und produktiven Austausch.

Schulvorstellungen in allen Altersgruppen

Die Programme des Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs werden während des Festivals an den Wochentagen in Vormittagsveranstaltungen speziell für Schulen gezeigt. Die Programme sind sorgsam, inhaltlich wie formell, auf sieben Altersgruppen von drei bis sechzehn Jahren abgestimmt. Alle Programme werden altersgerecht von Schülerinnen und Schülern aus Oberhausen moderiert. Filmemacherinnen und Filmemacher aus der ganzen Welt sind während der Vorstellungen anwesend und beantworten die Fragen des jungen Publikums. Schulklassen können ab Mitte April für die Vorstellungen angemeldet werden. Zusätzlich liefern wir gern Anregungen, wie die gezeigten Filme in den Unterricht eingebaut werden können. Sprechen Sie uns an!

2021: Kostenfreie Schulscreenings Online

Die Not zur Tugend machen? So sehr wir die Begegnungen im Lichtburg Filmpalast vermissen, die Schulscreenings online bieten viele Vorteile: vom 5. bis 10. Mai flexibel einzusetzen, kostenfrei, im Distanz- oder Präsenzunterricht möglich. Es gibt auf die entsprechende Altersgruppe zugeschnittene Programme, wie sie im Kino laufen würden, mit aufgezeichneten Anmoderationen und Interviews mit den Filmemacher*innen sowie Begleitmaterialien zur Vor- und Nachbereitung.

Informationen und Anmeldungen via kiju(at)kurzfilmtage.de oder unter 0208 825 3053.

Partnerschul-Projekt

Seit 2009 gestalten jährlich wechselnde Partnerschulen das Kinder- und Jugendkino aktiv mit. Dabei nominieren jeweils eine weiterführende und eine Grundschule aus Oberhausen Schüler*innengruppen, die mittels unterschiedlicher Projekte Einblicke in das Festival erhalten.

Je fünf Schülerinnen und Schüler bewerten und prämieren als Jurys die Filme des Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs. In einer gemeinsamen Projektwoche entwickeln und realisieren Schülerinnen und Schüler beider Schulen gemeinsam den Trailer des Kinder- und Jugendkinos, angeleitet von Filmemacher*innen aus Oberhausen. Und nicht zuletzt führt eine Gruppe der weiterführenden Schule als Moderatorinnen und Moderatoren durch die Programme des Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs – inklusive der mehrsprachigen Moderation von Gesprächen mit den anwesenden internationalen Filmemacherinnen und Filmemachern.

Die Partnerschulen der Kurzfilmtage 2021 sind die Königschule und die Gesamtschule Osterfeld. Bei Interesse an einer Zusammenarbeit als Partnerschule nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Kindergartenprogramm

Kurzfilme eignen sich wunderbar vor allem für die Allerkleinsten, um das Kino als Ort und den Film als Medium kennenzulernen. Mit dem Kindergartenprogramm laden die Kurzfilmtage seit mehr als zehn Jahren zu einem Film- und Mitmachprogramm für Kinoneulinge ein. Dabei werden altersgerechte Kurzfilme verschiedener Genres in ein Begleitprogramm aus Moderation, Fragen, Bewegung und Spielen eingebettet. Teilnehmen können Kindergärten ebenso wie Privatpersonen mit Kindern ab drei Jahren. Der Besuch ist kostenfrei. Sprechen Sie uns an!

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