Robert Frank, Amos Vogel, Collectif Jeune Cinéma

67. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, 1.-10. Mai

 

Robert Frank, Amos Vogel und das Collectif Jeune Cinéma

Selten gezeigte Arbeiten aus den Archiven bei den Kurzfilmtagen

 

Robert Frank: About Us (Visual Studies Workshop)

Mit dem Fotoband „The Americans“ (1958) schuf Robert Frank einen Meilenstein der modernen Fotografiegeschichte, nur um sich dann den Rest seines Lebens dem Kurzfilm zu widmen – zwei Mal, für The Present und True Story, wurde er auf den Kurzfilmtagen mit einem Hauptpreis geehrt. 1971 nahm Frank einen Lehrauftrag des gerade gegründeten Visual Studies Workshop in Rochester (USA) an und gab seinen sechs Studenten auf, in Form von Selbstporträts „das Chaos der Gegenwart zu beschreiben“, so Frank. Das Ergebnis ist der selten gezeigte Film About Us, den die Kurzfilmtage nun in einer eigens digitalisierten Fassung in Zusammenarbeit mit demVisual Studies Workshop bei ihrer 67. Ausgabe zeigen.

 

Termin:

Der Film steht ab dem 6. Mai, 20 Uhr, 48 Stunden lang auf der Festivalplattform online, begleitet von einem Gespräch mit Tara Merenda Nelson, Visual Studies Workshop, am 7. Mai.

 

re-selected: „Ja, aber …“ – Amos Vogel in Oberhausen

Die Reihe re-selected, kuratiert von Tobias Hering, konzentriert sich auf Filmgeschichte als Kopiengeschichte und kann deshalb in einem Online-Festival nur schwer abgebildet werden. Ein Experiment ist damit das Programm „Ja, aber …“, das dem Filmkurator und -kritiker Amos Vogel gewidmet ist, der über viele Jahre die Kurzfilmtage als Jurymitglied und Mitauswähler in den USA geprägt hat. Die Kurzfilmtage zeigen Arbeiten aus ihrem Archiv, die ihm nachweislich viel bedeutet haben: Sunday (1961) von Dan Drasin, Relativity (1966) von Ed Emshwiller und Gunvor Nelsons Kirsa Nicholina (1969).

 

Termin:

Das Programm steht ab dem 7. Mai, 20 Uhr, 48 Stunden lang auf der Festivalplattform.

 

50 Jahre Collectif Jeune Cinéma

2021 feiert das Collectif Jeune Cinéma sein 50-jähriges Bestehen. Heute zählt es rund 400 Mitglieder aus allen Teilen der Welt und verleiht mehr als 1.600 überwiegend experimentelle Titel. Aus diesem umfangreichen Archiv hat das Kollektiv für die Kurzfilmtage ein Jubiläumsprogramm zusammengestellt. Gezeigt werden fünf Arbeiten, darunter Untergrundfilme der 1970er und 1980er Jahre von Filmemachern wie Pierre Bressan oder Jean-Pierre Creton, und mit Yves-André Delubacs Le chant des Signes ein Dachbodenfund.

 

Termin:

Das Programm steht ab dem 4. Mai, 20 Uhr, 48 Stunden lang auf der Festivalplattform, begleitet von einem Gespräch mit Théo Deliyannis, Collectif Jeune Cinéma, am 5. Mai um 17.30 Uhr.

 

Akkreditierung für die 67. Kurzfilmtage:
https://kurzfilmtage.filmchief.com/request-accreditation

 

Festivalplattform (ab 1. Mai):
https://kurzfilmtage.filmchief.com/hub/

 

Oberhausen, 22. April 2021

 

Pressekontakt: Sabine Niewalda, T +49 (0)208 825-3073, niewalda(at)kurzfilmtage.de