Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Profile
2011

William E. Jones

 

William E. Jones lebt als Künstler und Filmemacher in Los Angeles. Seine Arbeiten waren beim International Film Festival Rotterdam, Sundance Film Festival, im Musée du Louvre, im Museum of Modern Art, und in der Tate Modern zu sehen. Er ist Autor mehrerer Bücher und lehrt zurzeit Filmgeschichte am Art Center College of Design. In den letzten 20 Jahren schuf er ein Werk, das die Genregrenzen zwischen Dokumentarfilm, Avantgardefilm und Pornografie sprengt.

 

Konsequenterweise ist das Programm daher keine reine Retrospektive, sondern eine Gegenüberstellung ganz verschiedener Elemente. In den vier Filmprogrammen finden sich seine älteren Arbeiten (wie The Fall of Communism as Seen in Gay Pornography, 1998, und More British Sounds, 2006) ebenso wie einige Weltpremieren. Dazu kommt eine Diskussion über Pornovideo-Produktion zwischen Jones (alias Hudson Wilcox) und der Regisseurin Margie Schnibbe (alias Vena Virago) sowie Filme, die Jones inspiriert haben und Einfluss auf seine Aktivitäten als Autor und Kurator hatten.

 

6. - 9. Mai 2011


Roter Hahn

 

Mariann Lewinskys dreiteiliges Programm eröffnet konturierend und explorierend neue Ansichten auf den frühen Film in Fortsetzung des Themas "Vom Meeresgrund" von 2010. Mit ihrer ästhetisch wie technisch konkurrenzlosen Produktion, einem abendfüllenden Katalog von Kurzfilm-Genres und Attraktionen sowie dem Wechsel von Manufaktur zu Industrie transformierte 1907 die Firma Pathé Frères die Kinematografie der Pioniere. Hier entstand, neu, ein Massenmedium: das Kino.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Fondation Jérôme Seydoux-Pathé

 

6. + 9. Mai 2011


Wir danken allen beteiligten Archiven für die Projektionskopien der von ihnen gesicherten und duplizierten oder restaurierten Filme. Dank an Gaumont Pathé Archives für die Vorführungsgenehmigung, an die Cineteca di Bologna und das Festival Il cinema ritrovato – ohne die Arbeit für die Sektion A Hundred Years Ago 2007 wäre dieses Profil nicht möglich gewesen. Und Dank an die Fondation Jérôme Seydoux-Pathé für ihre Hilfe und großzüge Unterstützung.


Grzegorz Królikiewicz

 

Vielleicht der polnischste aller polnischen Filmemacher, hat Grzegorz Królikiewicz seit seinem Debütfilm 1969 ein enormes Werk geschaffen (Filme, Theaterinszenierungen, Bücher), das in seiner ästhetischer Präzision und Durchdringung der Realität besticht. Die chaotische Wirklichkeit zu strukturieren und den eigenen Wert zu überprüfen nennt er als Antrieb für seine Arbeit. Heute entdeckt ihn die Kunstszene wieder. Zwei Programme mit dokumentarisch essayistischen Kurzfilmen. 

 

6. + 9. Mai 2011