Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Podium

© Kurzfilmtage / Daniel Gasenzer

Diese 2006 eingeführte Diskussionsreihe der Kurzfilmtage hat sich erfolgreich als Ort der Auseinandersetzung mit Film etabliert. Wissenschaftler, Kuratoren, Künstler und Autoren diskutieren hier aktuelle ästhetische, technologische, kulturpolitische und wirtschaftliche Fragen rund um den Kurzfilm. In den Vorjahren waren unter anderem in Oberhausen: Catherine David, Chris Dercon,
Diedrich Diederichsen, Alexander Horwath, Oskar Negt, Jonathan Rosenbaum, Martha Rosler, Akram Zaatari.

 

In 2013 fanden Podien zu folgenden Themen statt:


Wie geht's weiter nach der Filmausbildung? 

 

Auch das beste Filmstudium lässt häufig Fragen offen. In einer Gesprächsrunde zwischen Filmstudenten aus NRW und Experten aus den Bereichen Redaktion, Produktion und Festival können und sollen hier Fragen nach Zukunftsperspektiven, Optionen und Fallstricken nach der Filmausbildung diskutiert werden. In Kooperation mit der ifs Köln, der KHM Köln, der FH Dortmund, dem Filmbüro NRW und blicke - filmfestival des ruhrgebiets bildet das Podium den Auftakt des "NRW-Tags".

 

Teilnehmer:

Christian Cloos, ZDF/Kleines Fernsehspiel (Mainz)

Meike Martens, Blinker Film (Köln)

Katja Wiederspahn, Viennale (Wien)

 

Moderation:

Sirkka Möller, Kuratorin (Berlin)


Vom überraschenden lernen: Kinder erfahren Experimentalfilme 

 

Kinder sehen, programmieren, arbeiten mit Experimentalfilm – auf den ersten Blick ein ungewöhnlicher Ansatz. Doch das Überraschende findet ganz besonders bei Kindern Anklang. Was lässt sich aus den Filmerfahrungen der Kinder lernen? Filmvermittler, Kuratoren und Künstler diskutieren ihre Ansätze und zeigen Filmprogramme für kleine und große Menschen.

 

Teilnehmer:

Alejandro Bachmann, Filmvermittler (Wien)

Lydia Beilby und Leanora Olmi, Screen Bandita (Edinburgh)

 

Moderation:

Sara Laukner, Filmemacherin (Oberhausen)

Stefanie Schlüter, Filmvermittlerin (Berlin)


Was war Kino?

 

Nie zuvor entstanden mehr Filme, die immer seltener im Kino gesehen werden. Die Frage lautet heute nicht mehr: Was ist Kino?, sondern: Was war Kino? Für einen Wimpernschlag der Kulturgeschichte war das Kino eine spezifische Wahrnehmungsform. Auf diesem Podium werden Praktiken des frühen Kinos ebenso thematisiert wie Strategien der zeitgenössischen Kunst, die das Kino als Raum für sich entdeckt hat.

 

 

Teilnehmer:

Maeve Connolly, Autorin und Filmwissenschaftlerin (Dublin/Berlin)

Thomas Elsaesser, Filmwissenschaftler (Amsterdam)

 

Moderation:

Bert Rebhandl, Autor (Berlin)


Collect Me. oder: Geschenkt ist vielleicht umsonst. 

 

In den Sammlungspolitiken öffentlicher Museen stellen Laufbildproduktionen mittlerweile einen ganz selbstverständlichen Bestandteil dar. Welche ökonomische wie programmatische Rolle spielen in diesem Feld Kunstsammler? Wieso wird derselbe Film in einer Kunstsammlung wesentlich teurer eingekauft als in einer Filmsammlung? Welche Überlegungen bestimmen den Ankauf einer Film- oder Videoarbeit?

 

 

Teilnehmer:
Florence Parot, Kuratorin (Paris)
Walter Seidl, Kurator, Autor and Künstler(Wien)
Ulay, Künstler (Lubiljana)


Moderation:

Dietmar Schwärzler, Kurator (Wien)


Ferngesteuert: Die Rolle des digitalen Zuschauers 

 

Wie treten Zuschauer heute mit anderen Internetnutzern in Verbindung und was hat das, wenn überhaupt, mit dem Betrachten von Bewegtbildern im Kino zu tun? Hier geht es um die Zukunft des Bildes im Licht der Frage, ob wir das Internet nur zum opportunistischen Suchen und zur Informationsverbreitung nutzen – oder ob eine neue, aus dieser Sphäre geborene Bildsprache denkbar ist?

 

Teilnehmer:

Shama Khanna, Kuratorin "Flatness: Kino nach dem Internet" (London) 

Ed Atkins, Künstler und Co-Kurator "Flatness" (London)

Anthea Hamilton, Künstlerin und Co-Kuratorin "Flatness" (London)

Vera Tollmann, Kuratorin und Autorin (Berlin)

 


Moderation:

Adam Pugh, Kurator und Autor (Norwich)