Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Podium

© Kurzfilmtage / Daniel Gasenzer

2006 eingeführt, hat sich die Diskussionsreihe der Kurzfilmtage mit aktuellen Fragestellungen und ebenso prominenten wie kenntnisreichen Teilnehmern als der Ort der Auseinandersetzung mit der kurzen Form etabliert.

 

Von Ed Atkins und Catherine David über Jonathan Rosenbaum bis zu Ulay und Akram Zaatari haben hier Künstler, Kuratoren und Autoren ästhetische, technologische, kulturpolitische oder wirtschaftliche Fragen rund um den Kurzfilm diskutiert.

 

 

In 2014 fanden Podien zu folgenden Themen statt:

 

Der Traum vom Kinofilm - Verschlafen auf dem Fördersofa? 

"Wir erklären unseren Anspruch, den neuen deutschen Spielfilm zu schaffen!" Bald nach dieser Forderung einer unabhängigeren Filmproduktion wurde die erste deutsche Filmförderung gegründet. 50 Jahre später dämmert die deutsche Filmbranche teils kommerziell, teils gefördert und wenig kulturell der Übernahme durch Netflix und Co. entgegen. Welche neuen Produktions- und Distributionsstrategien werden entwickelt? Wo liegt heute die "Freiheit von den branchenüblichen Konventionen"?

 

Das Interessante an den Filminteressen - Risiken im zeitgenössischen Fimexperiment

Die jüngere Diskussion um das Kino und den Film reicht von der Frage, ob das Kino tot sei oder sich nur die Rezeption verändere, bis zu den unleugbaren technischen Veränderungen in der fil-mischen Produktion und Rezeption. Hat das Experimentelle zwischen den Polen Multiplex und Museum noch eine Daseinsberechtigung? Oder sollte sich etwa in dieser Kinotransformation eine Chance für ganz neue Filmexperimente auftun? 

 

Digitale Archive: Veränderungen und Chancen 

Filmarchive öffnen sich zunehmend mit einer Vielzahl von Projekten. Internationale Organisationen arbeiten zusammen, um ihre Sammlungen zu öffnen, vereinen ihr Wissen und ihre Öffentlichkeitsarbeit. Was sind die praktischen Folgen für Künstler und Kuratoren? Unterstützen die Archive sie in ihrer Arbeit, wie zugänglich sind digitale Archive für Forschung und Wiederverwendung – und verändert dies die zeitgenössische künstlerische und kuratorische Praxis?

 

Erinnerungsauslöser 

Was ist die kleinste Zutat, die einen Film ausmacht? Die Abwesenheit von bewegten Bildern in einem Kinoraum weckt Erinnerungen an die Dramen, die sich hier abgespielt haben, die Gerüche, die Aufregung, den träumerischen Rausch. Die Zuschauer füllen die Lücken selbst. Dieses Podium ist Teil des Themenprogramms "Memories Can't Wait – Film without Film". Künstler und Kurator Mika Taanila diskutiert mit Gästen über Fragen, die sich aus dem Programm ergeben.

 

Das Oberhausen Seminar - Eine Bilanz 

Das Oberhausen Seminar bringt eine Gruppe von Menschen zusammen, die in verschiedenen Bereichen mit Bewegtbildern arbeiten. Es stellt Fragen rund um die Präsentation künstlerischer Bewegtbilder, in einem kontinuierlichen und gelenkten Austauschprozess zwischen Film und Kunst, zwischen den Teilnehmern und dem Festival und nicht zuletzt innerhalb der Gruppe. Teilnehmer sprechen über ihre Erfahrungen und präsentieren Ergebnisse.