Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Archive

Fiat 126p © Zygmunt Rytka

Space-Modulation © Bart Vegter

Sand, or Peter and the Wolf © Caroline Leaf

Eniaios III reel 1, Gilbert & George © Gregory J. Markopoulos

EYE Film, Amsterdam

 

Die Sammlung von EYE umfasst die gesamte Filmgeschichte, angefangen mit Stummfilmen aus dem 19. Jahrhundert, und wächst jedes Jahr. EYE sammelt niederländische und internationale Filme sowie Filmmaterialien wie Soundtracks, Fotos usw.

 

In Oberhausen präsentiert EYE einige wieder entdeckte frühe Arbeiten von Bart Vegter, der als Pionier des abstrakten Films in den Niederlanden gilt. Vegter experimentierte mit analogen und digitalen Techniken. Seine frühen Filme, gedreht auf Super8 und 16mm, fielen nach seinem Tod im Jahr 2011 an EYE und wurden bislang noch nie international gezeigt. EYE präsentiert unter anderem als Premieren neue 35mm-Kopien von einigen seiner Super8-Arbeiten wie Tekenfilm und Levend Patroon.


Filmoteka Muzeum, Warschau

 

Das Filmoteka Muzeum des Warschauer Museums für Moderne Kunst archiviert einige der wichtigsten Bewegtbild-Arbeiten polnischer Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter Filme, Videokunst, Performances und dokumentarisches Material über Kunst. Zweck des Archivs ist die Verbreitung und Digitalisierung des polnischen Experimentalfilms. Die meisten Arbeiten – mehr als 500 – können online auf der Website der Filmoteka gesichtet werden, darunter Arbeiten von Pawel Althamer, Katarzyna Kozyra, Józef Robakowski, Artur Zmijewski und vielen anderen.

 

In Oberhausen werden restaurierte Arbeiten polnischer Künstler aus den 1970er Jahren sowie Fundstücke aus den privaten Videoarchiven von Künstlern aus den folgenden zwei Dekaden gezeigt.


Harvard Film Archive, Cambridge, Ma

 

Das Harvard Film Archive ist eine der größten und wichtigsten universitären Filmsammlungen in Nordamerika, deren Bestand 35mm- und 16mm-Kopien sowie weitere Materialien von mehr als 25 000 Titeln umfasst. Offiziell im Jahr 1979 gegründet, ist das HFA darüber hinaus eine für ihre innovativen und originellen Programme aus der Filmgeschichte und dem zeitgenössischen Weltkino bekannte Cinématheque.

 

In Oberhausen zeigt Haden Guest, Leiter des HFA, ein Programm kürzlich restaurierter Arbeiten, darunter Filme von Caroline Leaf und Anne Charlotte Robertson, sowie eine Auswahl seltener Avantgarde-, Bildungs-, Propaganda- und ethnografischer Filme aus der umfangreichen HFA-Sammlung von Vorführkopien.


The Temenos Archive, Zürich

 

Mitte der 1970er Jahre entwickelte Gregory Markopoulos die Idee des Temenos (Heiliger Hain), ein Archiv und Vorführort für seine und Robert Beavers' Filme. Er zog seine frühen Filme aus dem Verleih und begann mit der Arbeit an dem 80-Stunden-Film Eniaios, den er jedoch nicht mehr fertig stellen konnte. Als Markopoulos 1992 starb, suchte Robert Beavers für das Archiv eine Heimat in Zürich. Er begann, ihre frühen Filme zu archivieren, und restaurierte mit Hilfe einiger junger Filmemacher die ersten acht Zyklen von Eniaios, die in Temenos ihre Premiere feierten.

 

Das Programm umfasst kurze Arbeiten, die exemplarisch für Markopoulos' poetische Erzählweise, Porträts und Filme über Orte sind, sowie eine Diskussion über das Archiv.