Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Archive

Academy Film Archive

Los Angeles

 

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences unterhält zwar seit 1929 eine Filmsammlung, begann jedoch erst mit der Gründung des Academy Film Archive 1991 mit der systematischen Sammlung, Bewahrung und Konservierung von Filmen. Von Anfang an lag ein Schwerpunkt auf dem Erhalt des Filmerbes unabhängiger Künstler. Heute liegen mehr als 100 Sammlungen einzelner Künstler bei der Academy – Originale, Kopien und weitere Objekte von Filmemachern wie Thom Andersen, Stan Brakhage, Su Friedrich, Morgan Fisher und vielen anderen. In Oberhausen wird eine Auswahl von Filmen aus aktuellen Konservierungsprojekten gezeigt.

 

4. Mai


BFI National Archive

London

 

Das 1935 gegründete BFI National Archive beherbergt eine der größten Film- und Fernsehsammlungen der Welt mit fast einer Million Titeln, von der Frühzeit des Films bis ins 21. Jahrhundert. Ausgerüstet für nahezu alle ehemaligen und existierenden Filmformate, soll das Archiv das Filmerbe für zukünftige Generationen zugänglich machen. In Oberhausen werden drei frühe Arbeiten des Filmemachers und Künstlers John Maybury präsentiert, alle ursprünglich auf Super 8 gedreht, darunter Court of Miracles (1982) und Solitude (1981). Sie stehen für die besonderen Qualitäten des Formats und sind Teil des Projekts "This Is Now: Film and Video After Punk". Die Arbeiten werden auf DCP gezeigt.

 

4. Mai


National Film Center

Tokio

 

1952 wurde das National Museum of Modern Art in Tokio gegründet, mit einer Filmabteilung, die 1970 in National Film Center (NFC) umbenannt wurde. In der Folge baute das NFC sein Filmarchiv systematisch aus. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Arbeiten japanischer Amateur- und Avantgarde-Filmemacher seit den späten 1920er Jahren, die zumeist in Form von Schenkungen ins Archiv gelangen. Die Präsentation in Oberhausen beinhaltet Restaurierungen von Arbeiten der Pioniere des japanischen Amateur-Filmschaffens wie Ogino Shigeji, der ab den späten 20er Jahren mit verschiedenen Formaten und Genres experimentierte, oder Mori Kurenai, dessen abstrakte Animationen und Metanarrative aus den 1930ern erst kürzlich wiederentdeckt wurden.

 

5. Mai


Österreichisches Filmmuseum

Wien

 

"Der Ausstellungsort eines Filmmuseums ist die Leinwand." Mit dieser zentralen Setzung wurde das Österreichische Filmmuseum 1964 als Ort gegründet, an dem Film ausgestellt, vermittelt, beforscht, bewahrt und restauriert wird. Heute umfasst die Sammlung rund 26 000 Filme. Sie strebt danach, die Filmgeschichte repräsentativ abzubilden, setzt aber auch Schwerpunkte, zum Beispiel das postrevolutionäre Kino der Sowjetunion oder die internationale und öster reichische Filmavantgarde. Die Präsentation wird Restaurierungsarbeiten des Hauses aus diesen und anderen Bereichen – z.B. Hans Scheugls Hernals (1967) oder Friedrich Kuplents frühen experimentellen Amateurfilm Prater (1929) – vorstellen und sie ins Verhältnis zur Institution als Ganzes setzen.

 

5. Mai