Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Pressestimmen

 

Die Zwölftonmusik unter den Filmfestivals.

Jungle World, 20. Mai 2017

 

Die Bandbreite war dennoch enorm, die Auswahl erfreulich undogmatisch und eklektisch.

Der Standard, Österreich, 16. Mai 2017

 

Die Kurzfilmtage in Oberhausen sind deswegen so spannend, […] weil man hier dem Kino dauernd bei seinen Verhandlungen mit den konkurrierenden Feldern Zuschauen kann: Musikvideo, Computerspiel, Werbung, Youtubeclip, Ausstellung, Installation – alles ist immer da, strahlt auf alles ab, konstelliert sich ständig neu.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Mai 2017

 

Es sind neue oder vielleicht nur vergessene Arten des Sehens, die man – mit etwas Anstrengung – in Oberhausen erlernen kann.

Filmbulletin, Schweiz, Juni 2017

 

Ein beinahe mythisches Filmfestival, das als politisch, komplex, schwierig gilt. […] Mit seinem vielschichtigen Programm aus Historie und Perspektive, ganz der kurzen, experimentell-künstlerischen Form gewidmet, ist das Festival aber den meisten Kinofesten der Metropolen weit überlegen.

epd film, Juni 2017

 

Oberhausen ist nach wie vor Deutschlands wichtigster Ort für Cinephile.

Junge Welt, 20./21. Mai 2017

 

Solche kleinen Glücksmomente [Michel Gondrys Videoclip „City Lights“] gehören zu den verlässlichen Wundern dieses einzigartigen Filmfestivals.

Frankfurter Rundschau, 17. Mai 2017

 

Die Zukunft, die Technik, und das Chaos: Sie sind eng verflochten in den Filmen, die bei den Kurzfilmtagen Oberhausen zu sehen waren.

taz online, 19. Mai 2017

 

Die mehreren Hundert Beiträge der Wettbewerbe befassen sich mit historischen Ereignissen wie etwa der finnischen Wochenshow der fünfziger Jahre oder dem Einmarsch Südafrikas in Lesotho im Jahr 1998, mit regionalen, lokalen, persönlichen und politischen Geschichten aus Japan, Südamerika, den Krisengebieten im Nahen Osten oder den Wüsten der Großstädte. Erzählungen und Beschreibungen wechseln mit visuellen Experimenten, Loops und Patterns. Wer sucht, wird fündig.

Jungle World, 20. Mai 2017

 

Das Festival mit seiner 63-jährigen Geschichte ist eine unaufhaltbare diskursive Macht. Es bewegt sich nie anders als vorwärts, mit dem ganzen Schwung, den Optimismus, Jugend, ein genauer Blick auf die Gesellschaft und die Rückkoppelungsschleife verleihen.

Senses of Cinema, international, Juni 2017

 

[Einer] der hervorragend kuratierten Blöcke des internationalen Wettbewerbs, in dem die Filme so programmiert sind, dass sich zwischen ihnen – mal inhaltlich, mal formal – ein feiner Dialog entspinnt, der die Erfahrung des Festivals statt zur Summe mehr zum Produkt seiner einzelnen Bestandteile werden lässt.

Filmbulletin, Schweiz, Juni 2017

Im Internationalen Wettbewerb finden sich virtuose Animationen und nette Experimente mit altem Archivmaterial. Aber viele Bilder sind oft einfach zu fahl, um wirklich hängen zu bleiben.

Süddeutsche Zeitung, 18. Mai 2017

 

Mit den Internationalen Kurzfilmtagen, die am kommenden Donnerstag anlaufen, strömt nicht nur die Welt nach Oberhausen, sie spiegelt sich dort auch auf der Leinwand. Brennend aktuell, mitunter gar wörtlich.

WAZ, 8. Mai 2017

 

Mit großer Vielfalt bilden sie [Kurzfilme] den kreativen Motor, der auch die große Filmindustrie immer wieder antreibt. […] Und wenn es um Kurzfilme geht, dann trifft sich die internationale Szene im Mai wieder im Ruhrgebiet.

Trailer, 27. April 2017

Ein thematischer roter Faden, der sich durch viele Filme der diesjährigen Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen zog, ist die dem Kino innewohnende Materialität: Die Objekte und Körper, unsterblich gemacht durch den Akt des Filmemachens, eine verzweifelte und doch anmaßende Geste, die, wie Tarkowski schrieb „eine entsetzliche Vorbereitung auf den Tod“ ist.

MUBI Notebook, USA, 27. Juni 2017

 

Bei jedem Festival wird Film zum sozialen Medium. Oberhausen ist ein besonders gutes Beispiel.

The White Review online, Großbritannien, Juni 2017

 

Das Festival fungiert stets auch als Gradmesser und Wegweiser für die kurze filmische Form in  Deutschland. Viele Werkbiografien nahmen hier ihren Anfang.

Filmdienst Nr. 12/2017

 

 

Thema

 

Das Programm der Kurzfilmtage dreht sich im Kern um die spannende Frage, wann der Traum linker Medientheoretiker seine Unschuld verlor. Ein exaktes Datum lässt sich nicht benennen, aber deutlich wird, dass sich – retrospektiv betrachtet – in den utopischen Kunstaktionen, in basisdemokratischen Modellen, in freakigen Experimenten, im kindlichen Überschwang schon Spuren des „asozialen“ Internets finden lassen, das heute unter kritischer Beobachtung steht.

Der Tagesspiegel, 11. Mai 2017

 

Das ist das Schöne an dieser polterigen Zusammenstellung: Sie ist gemacht für Experten des Medienalltags, also für alle. „Wer sich die Filmreihe ansieht“, sagt Baumgärtel, „kann vielleicht einen anderen Blick auf die eigene Medienbiografie gewinnen“.

Die Welt, 16. Mai 2017

Wenn dieser historische Überblick uns etwas über die Gegenwart lehrt, dann zu erkennen, wie überflüssige Elemente der sozialen Medien ein sich stetig und immer schneller weiterentwickelndes Sortiment an Schnickschnack bieten, und wie dieser nie endende Nachschub an Optionen unsere Fähigkeit zu wirklicher, durchdachter gesellschaftlicher Auseinandersetzung auslöscht.

Sight & Sound online, Großbritannien, Juni 2017

 

 

Khavn

 

Aus diesen Gestalten macht Khavn seine Kunst: wilder Ekel, eklektisch amalgamiert mit schrillen Farben und punkiger Musik. Die Poesie wird bei ihm zum Instrument des Widerstandes.

Süddeutsche Zeitung, 18. Mai 2017

 

 

Larissa Sansour

 

In ihren Arbeiten geht es zwar um die großen Themen, die mit der Region ihrer Herkunft assoziiert werden – Vertreibung, Okkupation, Segregation, behördliche Demütigung und permanenter Bürgerkrieg –, doch ist ihr Ansatz dabei stets ein ironischer. Das Zitieren aus dem akustischen und ikonografischen Fundus der Kinematografie erlaubt es ihr, doppelte Böden einzuziehen und eine Distanz zu den verhandelten Problemen herzustellen.

Filmdienst Nr. 10, 2017

 

 

Bjørn Melhus

 

Sein Stil variiert mit Mitteln der Groteske, Übertreibung und Travestie Segmente der Realität wie auch Kunstprodukte und –projektionen sowie deren mediale Abbildung. Er verfremdet sie zur Kenntlichkeit, reflektiert Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster, konstruiert Gegenmodelle, konterkariert Stereotype.

k.west, Mai 2017

 

 

The Moonshiners

 

Das Highlight in Oberhausen war die internationale Premiere von The Moonshiners. Inszeniert von Juho Kuosmanen, der letztes Jahr für sein wunderbar zurückhaltendes Boxerdrama Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki gefeiert wurde, ist dieser stumme Kurzfilm eine Hommage an den verschollenen ersten je in Finnland gedrehten Spielfilm und geprägt von seinem Talent für trockenen Humor.

Anothermag.com, Großbritannien, 15. Juni 2017