Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Conditional Cinema

Mika Taanila and Caspar Stracke © Kurzfilmtage / Daniel Gasenzer

 

Teil 2: Das Kino der Worte

 

Manchmal sprechen Worte lauter als Taten. Der zweite Zyklus von Conditional Cinema konzentriert sich auf die menschliche Stimme und Sprache als zentrale filmische Elemente und feiert Spoken Film und das"Kino der Worte".

 

Das finnisch-deutsche Künstlerkollektiv Speech Karaoke Action Group lädt das Publikum ein, an einer Echtzeit-Collage von Reden über das Kino teilzunehmen und aus einem riesigen Pool seine Lieblings-"Filmrede"auszuwählen – und aufzuführen, genau wie ein Lieblingslied beim Karaoke. Peter Miller setzt seine Erkundung des Kinoraums fort und konzentriert sich diesmal auf die menschliche Präsenz und manuell erzeugte Echtzeitklänge. Die mexikanische Filmemacherin Manuela de Laborde spricht über die zweite Phase ihres dreijährigen Filmprojekts Ficciones. Marguerite Duras' Le Camion ist ein echtes Manifest des konditionellen, extrem imaginären Kinos der Möglichkeiten: eine eindringliche Liebesgeschichte, welche die Fähigkeit der Zuschauer, sich den ganzen Film auf Grund minimaler Anhaltspunkte vorzustellen und zu konstruieren, voll ausnutzt.Das auf drei Jahre angelegte Projekt Conditional Cinema bildet Territorien des Kinos und der Kinokultur ab, die als "unfertige Szenarien"oder "Filmskelette" bezeichnet werden können. Im Jahr 2020 schließt sich der Kreis mit dem Schwerpunkt auf dem Thema "Der veraltete Mensch".

 

Kontakt: Kristina Henschel


Über das Projekt

 

In Mika Taanilas Projekt für Oberhausen geht es um „live cinema“ als Werkzeug zur Erforschung post-kapitalistischer Utopien in der Kunst. Taanila entwickelt einige der Themen seines erfolgreichen Oberhausener Programms „Memories Can’t Wait – Film Without Film“ von 2014 weiter, untersucht mit „Conditional Cinema“ aber vor allem, wie live-„Filme“ auf den Rückgang manueller Arbeit und das Problem des obsoleten Menschen reagieren. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.

 

Unseren Rückblick 2018 finden Sie hier.


Der Kurator

 

Mika Taanila ist Filmemacher und Künstler und lebt in Helsinki. Seine Arbeiten wurden unter anderem bei der Biennale Venedig 2017, der Aichi Triennale 2013 und der documenta 2012 gezeigt. Einzelausstellungen unter anderem im Kiasma Museum of Contemporary Art in Helsinki (2013-14), CAM St. Louis (2013) und TENT Rotterdam (2013).


Conditional Cinema 1

 

Do, 2. Mai, 19:30 Uhr

Lichtburg Filmpalast/Gloria


Conditional Cinema 2

 

Sa, 4. Mai, 17:00 Uhr

Lichtburg Filmpalast/Gloria


Conditional Cinema 3

 

So, 5. Mai, 14:30 Uhr

Lichtburg Filmpalast/Gloria