Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Conditional Cinema

(c) Kurzfilmtage/Daniel Gasenzer

Live cinema
4.– 6. Mai

 

In Mika Taanilas neuem Projekt für Oberhausen geht es um „live cinema“ als Werkzeug zur Erforschung post-kapitalistischer Utopien in der Kunst. Taanila entwickelt einige der Themen seines erfolgreichen Oberhausener Programms „Memories Can’t Wait – Film Without Film“ von 2014 weiter, untersucht mit „Conditional Cinema“ aber vor allem, wie live-„Filme“ auf den Rückgang manueller Arbeit und das Problem des obsoleten Menschen reagieren.

 

Auf drei Jahre angelegt, startet „Conditional Cinema“ 2018 mit Arbeiten, die das bewegte Bild als fließende Kunstform begreifen, als prozesshaft, kollektiv oder improvisiert – als entstehend im „Hier und Jetzt“.

 

Unter anderem wird 2018 Manuela de Labordes (As Without So Within) S de desde es de deseo… gezeigt, ein filmisches Projekt in drei Sätzen aus lebenden Skulpturen und ihrem langsamem Narrativ. Seine Protagonisten – aus Ton, abstrakt, hohl – sind Träger eines Ökosystems aus Moos.

 

In seinen Arbeiten verschiebt Peter Miller (Biennale Venedig 2017) den Fokus von der Geschichte zur Magie der Projektion selbst. Bei „Conditional Cinema“ zeigt er eine Reihe von Kurzfilmen, darunter die Premiere seiner neuen Kino-Performance ST*R.

 

Der Kurator:

Mika Taanila ist Filmemacher und Künstler und lebt in Helsinki. Seine Arbeiten wurden unter anderem bei der Biennale Venedig 2017, der Aichi Triennale 2013 und der documenta 2012 gezeigt. Einzelausstellungen unter anderem im Kiasma Museum of Contemporary Art in Helsinki (2013-14), CAM St. Louis (2013) und TENT Rotterdam (2013).

 

Kontakt: Kristina Henschel