Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

re-selected

© Kurzfilmtage / Daniel Gasenzer

 

Filmgeschichte als Kopiengeschichte

 

In seiner dritten Ausgabe setzt re-selected, kuratiert von Tobias Hering, seine Untersuchung zur Filmgeschichte als Kopiengeschichte mit vier Programmen fort. Im Mittelpunkt stehen Peter Nestler und Amos Vogel und ihr Verhältnis zu den Kurzfilmtagen, slowakische Filme (in Zusammenarbeit mit dem Slowakischen Filminstitut) sowie, im Gespräch mit John Sundholm, eine Auswahl von Archivfilmen, die sich einem „Minor Cinema“ zurechnen lassen.

 

Kontakt: Katharina Schröder


Über das Projekt

 

Anstatt die digitale "Rettung" eines filmischen Werkes als Ideal zu propagieren, interessiert sich re-selected für die Eigenheiten einer Kopie, die bei der Digitalisierung in der Regel getilgt werden. Man gelangt dabei zu Fragestellungen und Erkenntnissen, die mit einem konkreten Werdegang, mit lokalen Öffentlichkeiten und zeitgeschichtlichen Konstellationen zu tun haben. Wo und wann wurde ein Film überhaupt gezeigt, wer hat ihn gesehen, in welcher Fassung, in welcher Verfasstheit?

 

Kopien unterscheiden sich voneinander, ihre konkreten Wirkungsgeschichten verlaufen unterschiedlich und lassen sich nicht ohne Weiteres zu der Geschichte eines Films vereinheitlichen. Jede Kopie ist ein Original - und das nicht erst, wenn sich erweist, dass sie die einzige verbliebene Kopie eines Films ist, was angesichts des Verlusts von Negativen und der Ausmusterung analoger Medien ein immer häufigerer Befund ist.

 

re-selected ist ein gemeinsames Projekt der Kurzfilmtage mit dem Arsenal - Institut für Film und Videokunst im Rahmen von "Archive außer sich" in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt, gefördert im Rahmen von "Das Neue Alphabet" durch die BKM auf Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.