Seminar

2026 organisieren die Kurzfilmtage zum zwölften Mal das Oberhausen Seminar.

Ab sofort können sich Fachleute aus der ganzen Welt für das fünftägige Seminar im Rahmen der 72. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen bewerben. Das Oberhausen Seminar ist ein experimenteller Kurs der das Bewegtbild in der zeitgenössischen Kunst im Kontext eines renommierten internationalen Filmfestivals untersucht.

Das Seminar richtet sich in erster Linie an junge Künstler*innen, Filmemacher*innen, Kurator*innen und Wissenschaftler*innen und wird in englischer Sprache gehalten. Nur 25 Bewerber*innen werden ausgewählt, um sich täglich während des Festivals zu treffen und über die gesehenen Programme miteinander und mit Gästen auszutauschen.

Geleitet wird das Seminar 2026 von Linda Chiu-han Lai.

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Seminarleiterin Linda Chiu-han Lai

Die in Hongkong lebende transdisziplinäre Künstlerin, Kuratorin und Wissenschaftlerin Linda Chiu-han Lai, bekannt für ihre Arbeit in den Bereichen Intermedia-Kunst und Medienarchäologie, bringt ihre Videografie, experimentelle Kunst und Pädagogik in das Oberhausener Seminar ein. Im Mittelpunkt von Lais Arbeit stehen ihre historiografischen Experimente, insbesondere die Kraft des bewegten Bildes, sich gegen große Erzählungen und Annahmen über „zentrale Konflikte” zu wenden.

Lais Werke wurden 2005, 2010 und 2011 im Internationalen Wettbewerb der Kurzfilmtage präsentiert. Retrospektiven ihrer Kurzfilme wurden auf dem Experimental Film/Video Festival Macao (2015), dem Experimental Film & Video Festival in Seoul (2017), dem Centro de Creación Contemporanea de Andalucia (Cordoba, 2021) und der LSK School of Creativity (Hongkong, 2025) gezeigt. Ihre großformatigen Installationsarbeiten begannen auf der 9. Shanghai Biennale (2012-13); seitdem hatte sie drei Einzelausstellungen mit ortsspezifischen Installationen. Lai ist außerdem Gründerin der New-Media-Kunstgruppe Writing Machine Collective (2004) und der partizipativen Kunstinitiative The Floating Projects (2015). Bis 2023 lehrte sie an der School of Creative Media der City University of Hong Kong.

2017 wurde sie vom Hong Kong Arts Development Council als Künstlerin des Jahres (Medienkunst) ausgezeichnet, ihr Projekt D-Normal/V-Essay (Online-Video-Zine) mit dem Floating Projects Collective war Gewinner des Ars Electronica-Preises „State of the Art(ists)” 2022.

Das Oberhausen Seminar

Das Oberhausen Seminar ist ein experimenteller Kurs, der das Bewegtbild in der zeitgenössischen Kunst im Kontext eines renommierten internationalen Filmfestivals untersucht. Internationale Akteure aus verschiedenen Bereichen – Künstler und Filmemacherinnen, Kuratorinnen und Wissenschaftler – nutzen die Kurzfilmtage als Labor, in dem kuratorische Voraussetzungen, Infrastrukturen, in denen diese Bewegtbilder zirkulieren, und die kritischen Parameter, nach denen sie analysiert werden, befragt werden.

Seminare der letzten Jahre

Seminar 2025 – ​​​​​​​Galit Eilat
Seminar 2024 – Leon Kahane
Seminar 2023 – Salla Tykkä
Seminar 2022 – Ruth Noack
Seminar 2021 – Jörg Heiser
Seminar 2019 – Branka Bencić und Aleksandra Sekulić
Seminar 2018 – Roee Rosen
Seminar 2017 – Michele Pierson und Mike Zryd
Seminar 2016 – Erika Balsom

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