Seminar

Das Oberhausen Seminar

Das Oberhausen Seminar ist ein experimenteller Kurs, der das Bewegtbild in der zeitgenössischen Kunst im Kontext eines renommierten internationalen Filmfestivals untersucht. Internationale Akteure aus verschiedenen Bereichen – Künstler und Filmemacherinnen, Kuratorinnen und Wissenschaftler – nutzen die Kurzfilmtage als Labor, in dem kuratorische Voraussetzungen, Infrastrukturen, in denen diese Bewegtbilder zirkulieren, und die kritischen Parameter, nach denen sie analysiert werden, befragt werden.

Organisiert wird das Seminar seit 2014 von den Kurzfilmtagen zusammen mit LUX (London) und dem Robert Flaherty Film Seminar (New York).

Seminarleiterin Salla Tykkä

Salla Tykkä lebt und arbeitet in Helsinki, Finnland.  Sie machte ihren MFA an der Akademie der Bildenden Künste Helsinki 1995-2003. Während ihres Studiums konzentrierte sie sich auf die Fotografie und das bewegte Bild als ihr Hauptmedium. In ihren Video- und Filmarbeiten hat Tykkä verschiedene formale Strategien angewandt, von kurzen Spielfilmen bis hin zu experimentellen, langen Dokumentarfilmen. Ihre Praxis ist in der weiblichen Erfahrung verwurzelt, insbesondere im Akt des Sehens und des Gesehenwerdens. Indem sie Bilder und Bildszenen zerlegt, neu rahmt und überdenkt, enthüllt Tykkä deren Verbindungen mit der politischen und strukturellen Macht, die oft in alltäglichen visuellen Erzählungen verborgen ist. Sie interessiert sich dafür, wie durch kreative Prozesse das Emotionale, Fragile und Persönliche eine politische und kritische Haltung zum Leben und zur Arbeit anregen kann.

Seit 2017 arbeitet Tykkä als Professorin für Bewegtbild und zeitgenössische Kunst an der University of Arts, Academy of Arts, in Helsinki.

Seminare der letzten Jahre

Seminar 2022 – Ruth Noack
Seminar 2021 – Jörg Heiser
Seminar 2019 – Branka Bencić und Aleksandra Sekulić
Seminar 2018 – Roee Rosen
Seminar 2017 – Michele Pierson und Mike Zryd
Seminar 2016 – Erika Balsom

Kontakt

Susannah Pollheim
seminar@kurzfilmtage.de