Lokale Projekte

Kurzfilmtage Special

Montag, 4.10.2021
19 Uhr: Made in NRW: Rainer Komers
21 Uhr: Highlights der Wettbewerbe 2021

Dienstag, 5.10.2021
19 Uhr: Made in NRW: Mareike Wegener
21 Uhr: Highlights des MuVi-Preis 2020+2021

Schulvorstellungen (vorab buchbar)
Dienstag, 05.10.2021, 08.30 Uhr: Kinderkino: Entdeckungen machen (ab 8)
Dienstag, 05.10.2021, 10.30 Uhr: Kinderkino: Das Richtige tun (ab 10)

Eintrittspreise
Einzelticket          5,00 €
Tagesticket          8,00 €
2-Tagesticket     12,00 €

Schulvorstellungen (vorab buchbar)
je Kind                 1,00 €
maximal 20,00 € je Klasse

Einzeltickets sind online oder vor Ort bei der Lichtburg Oberhausen erhältlich. Tages- und 2-Tageskarten sowie Einzelkarten für die Schulvorführungen nur direkt bei der Lichtburg.


Montag, 4. Oktober
19 Uhr: Made in NRW: Rainer Komers

Der Filmemacher und Autor Rainer Komers lebt in Berlin und Mülheim an der Ruhr. Seit 1972 macht er Filme. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet und oft bei den Kurzfilmtagen gezeigt. Er porträtiert Orte auf der ganzen Welt, aber auch in seiner Heimat, die er für sich sprechen lässt. In Anwesenheit von Rainer Komers zeigen die Kurzfilmtage den ersten und den bislang letzten seiner Filme, die bei den Kurzfilmtagen gezeigt wurden, beide im Ruhrgebiet entstanden. „Zigeuner in Duisburg“ (1980) dokumentiert mit sparsamen Mitteln und ohne Sentimentalität die Lebensbedingungen einer Duisburger Sinti-Familie und die Vertreibung von ihrem Wohnwagenplatz. „Ruhrurbia“ (2014) ist die Choreografie einer postindustriellen Region. Der Film wurde 2015 in Oberhausen als Bester Beitrag des NRW-Wettbewerbs ausgezeichnet.

Zigeuner in Duisburg, Rainer Komers, Deutschland 1980, sw, Deutsch, 37‘
Ruhrurbia, Rainer Komers, Deutschland 2014, Farbe, Deutsch 30‘

21 Uhr: Highlights der Wettbewerbe 2021
Dieses Programm versammelt einige der interessantesten Filme der letzten Festivalausgabe, darunter Preisträger wie den Besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs 2021, „Proll!“. Ein Spielfilm über die da unten: die Schlechtbezahlten, die Gestressten, die Übersehenen. „Top Down Memory“ beschäftigt sich mit Manipulationen der Geschichte im Kontext der Rekonstruktion des Berliner Schlosses. Der animierte Kurzfilm „Cântec de leagăn“untersucht die Abgründe einer Familie, die von häuslicher Gewalt und Alkoholismus gebeutelt ist. Die 77-jährige Norwegerin Anne Haugsgjerd dagegen denkt über das letzte Kapitel ihres Lebens nach. Und Simon Schnellmann erzählt, ebenfalls preisgekrönt, in „Bis zum letzten Tropfen" von seiner eigenen Krebserkrankung und Chemotherapie mit Witz und Intensität.

Top Down Memory, Daniel Theiler, Deutschland 2020, Farbe, Deutsch,12‘30‘‘
Proll!, Adrian Figueroa, Deutschland 2021, Farbe, Deutsch, 30‘
Cântec de leagăn, Paul Muresan, Rumänien 2020, Farbe, ohne Text, 4‘
More Woman, More Cry, Anne Haugsgjerd Norwegen 2021, Farbe+sw, OmdU, 24‘
Bis zum letzten Tropfen, Simon Schnellmann | Deutschland 2020, Farbe, ohne Text, 6‘

Dienstag, 5. Oktober
19 Uhr: Made in NRW: Mareike Wegener

Die Autorin, Regisseurin und Produzentin Mareike Wegener gründete 2012 zusammen mit Hannes Lang und Carmen Losmann die Kölner Produktionskooperative PETROLIO. Die Kurzfilmtage zeigen in Anwesenheit von Mareike Wegener zwei Filme aus der aktuellen Produktion von PETROLIO. „X“ ist ein filmisches Ahnenritual zu Ehren der Geister des Ruhrgebiets, in dem Wegener auf Motive des Crossroads-Mythos zurückgreift, inspiriert durch Leben und Arbeit des Vaters und des Großvaters der Filmemacherin, die auch die Hauptrollen spielen. „RIAFN“ (2019) von Hannes Lang dagegen ist eine filmische Reise durch die Klanglandschaft der Alpen, 2019 in Oberhausen als Bester Beitrag des NRW-Wettbewerbs ausgezeichnet.

X,  Mareike Wegener, Deutschland 2020, Farbe, Deutsch, 29‘
RIAFN, Hannes Lang, Deutschland 2019, Farbe, ohne Text, 30‘

21 Uhr: Highlights des MuVi-Preis 2020+2021
Seit 1999 zeigen die Kurzfilmtage beim MuVi, dem weltweit ersten Festivalpreis für Musikvideos, Clips auf der großen Leinwand. Den Niedergang des Musikfernsehens hat die Form spielend überlebt und ist zu einem ernstzunehmenden Teil des Kurzfilmgeschehens geworden. Nun gibt es aktuelle Clips aus der Auswahl der MuVi-Preise 2020 und 2021, die beide nur online gezeigt werden konnten, endlich auf der großen Leinwand mit dem entsprechenden Sound! Ein tanzender Elon Musk, wehende Hundehaare, bestechende Animationen mit Musik von Erobique (mit Oliver Polak), Jaakko Eino Kalevi, UWE, Deichkind oder Heinz Strunk warten auf Clip-Fans!

Forever Corona (Oliver Polak mit Erobique) Kay Otto, NOAH (Christian Löffler) Mishka Kornai, Mrs Yamahas Summer Tune (Richard von der Schulenburg) Katharina Duve/Timo Schierhorn, The Source Of The Absolute Knowledge (Jaakko Eino Kalevi) Christine Gensheimer, Junge Milliardäre (UWE) UWE, The Pure and the Damned (Oneohtrix Point Never) Oliver Pietsch, Abgelaufen (Heinz Strunk) Roman Schaible, Das war unsere BRD (Die Goldenen Zitronen) Ariane Andereggen/Ted Gaier, Introspektion (Oliver Huntemann) Hamid Kargar, Kunst (Theodor Shitstorm) Dietrich Brüggemann, Nackenwirbel (MINAE MINAE) Die Glitzies, Shadowbanned (Stephen Malkmus) Jan Lankisch, Wer sagt denn das? (Deichkind) Timo Schierhorn/UWE

Schulvorstellungen am Dienstag, 5. Oktober
8.30 Uhr: Kinderkino: Entdeckungen machen (ab 8)
Hier erleben wir die Kindheit als Zeit des Ausprobierens, des Herumspinnens und Genießens. Erfahrungen werden gesammelt, man lernt sich selbst besser kennen. Die Kindheit ist aber auch die Zeit, in der das Treffen von eigenen Entscheidungen mit Hürden und Hindernissen verbunden ist, die nicht immer frei von ernsten Themen und traurigen Erlebnissen sind. Ein Programm für Kinder ab acht Jahren, in dem eine Reihe junger Menschen aufbrechen, um neue Entdeckungen zu machen. Eine Übersicht finden Sie hier

Dienstag, 05.10.2021, 10.30 Uhr: Kinderkino: Das Richtige tun (ab 10)
Ein Programm über eine Phase im Leben, in der man eindeutig noch Kind ist, aber alt genug, um mit Entscheidungen und Problemen konfrontiert zu werden. Ein Programm für Kinder ab 10 Jahren voller bemerkenswerter junger Menschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Eine Übersicht finden Sie hier

Die Oberhausen Auswahl

Hier bringen die Kurzfilmtage ihre Filme zu denen, die das Festival nicht mehr eigenständig besuchen können. Das Besondere: Die Auswahl der Filme übernehmen Oberhausener Bürgerinnen und Bürger zwischen 65 und 90 Jahren. Jeweils von Januar bis März sichten sie Filme aus dem Archiv der Kurzfilmtage und stellen daraus ein Programm zusammen. Die Kriterien haben die Teilnehmenden selbst festgelegt: Die Filme müssen leicht verständlich sein, also deutschsprachig oder ohne Text, und kürzer als fünfzehn Minuten.

Traditionell feiert die Oberhausen Auswahl ihre Premiere während des Festivals, ab Herbst geht sie dann auf Tournee. Das 2015 gestartete Konzept erfreut sich wachsender Beliebtheit und soll auch künftig fortgesetzt werden.

Dank einer Förderung der Sparkassen-Bürgerstiftung Oberhausen sind alle Vorführungen für die Veranstalter kostenfrei. Beamer und Leinwand werden bei Bedarf mitgebracht, auf Wunsch werden die Filme von einem Mitglied der Auswahlgruppe oder von den Kurzfilmtagen vorgestellt.

Kontakt

Der andere Blick

Teilnehmenden des Internationalen Integrationscafés Oberhausen, die als Gruppe ein gemeinsames Filmprogramm zusammenstellen und anschließend ihre Favoriten dem Festivalpublikum vorstellen. Die Auseinandersetzung mit dem Programm bietet ihnen Gelegenheit, sich mit Kultur und Filmsprache auseinanderzusetzen – und nicht zuletzt ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen, denn diskutiert wird auf Deutsch. Die Arbeit mit den Filmen, Kontakt zu den Festivalbesucher*innen und die abschließende Präsentation der ausgewählten Filme stärken auf zahlreichen Ebenen die gesellschaftliche Integration der Teilnehmenden.

Der andere Blick entstand 2018 in Zusammenarbeit mit dem Sprachcafé im Zentrum Altenberg. 2019 wurde die Kooperation auf das Integrationscafé der terre des hommes-Gruppe in Oberhausen erweitert.

Kontakt

Susannah Pollheim
pollheim(@kurzfilmtage.de

Das Andere sehen

Dem Potential von Kurzfilmen für die politische Bildung widmete sich das von 2017 bis 2019 realisierte Projekt „Das Andere sehen“. Mitglieder des Jugendparlaments Oberhausen sichteten Filme aus den Programmen und dem Archiv der Kurzfilmtage und suchen die Filme und Themen, die sie beschäftigten und bewegten. Ergebnis war ein von Jugendlichen für Jugendliche kuratiertes Filmprogramm an der Schnittstelle von Politik und (Kurz-)Film. Die teilnehmenden Jugendlichen moderierten selbst das Programm und führten die Diskussion mit dem Publikum.

WAZ-Kino-Café

An jedem ersten Donnerstag im Monat präsentiert unser Festivalkino, der Lichtburg Filmpalast Oberhausen, ein besonderes Vormittagsprogramm: In Kooperation mit der örtlichen Tageszeitung WAZ und der Bäckerei Backwerk Oberhausen werden sehenswerte Langfilme gezeigt. Als besonderes Highlight steuern wir dazu aus unserem Filmarchiv als Vorfilm einen Kurzfilm bei, der zum Hauptfilm passt.

Die genauen Termine sowie die Filmauswahl finden Sie hier.

Filmgeflacker

Das Oberhausener Kunstkollektiv Filmgeflacker präsentiert jedes Jahr Filme aus den Wettbewerben und lädt Filmemacher ein, über Ihre Arbeit zu diskutieren.

Kinder haben die Wahl

Kinder sind unvoreingenommen und offen, wenn es um Filme geht. Um diese Eigenschaft zu stärken und zu bewahren, brauchen sie jedoch auch Angebote abseits ihrer Sehgewohnheiten. In dem von 2011 bis 2013 durchgeführten Projekt „Kinder haben die Wahl“ beschäftigten sich Oberhausener Grundschülerinnen und Grundschüler intensiv mit dem Genre des kurzen Experimentalfilms, spürten dem Gesehenen anhand eigener Experimente nach. Aus den gemeinsam gesichteten Filmen suchten sich die Kinder ihre Lieblinge aus und präsentierten diese in einem eigenen Programm während des Festivals. „Kinder haben die Wahl“ wurde gefördert von der BHF-Bank Stiftung.

Poetry Clip-Wettbewerb

Von 2011 bis 2016 beschäftigten sich Oberhausener Schülerinnen und Schüler jeweils im Vorfeld der Kurzfilmtage mit der Frage „Wie sehe ich dich?“. In Schreibwerkstätten wurden Texte entwickelt, die dann in gemeinsam realisierte Poetry Clips umgewandelt wurden. Das Ergebnis waren filmische Einblicke in die Lebenswelten Oberhausener Jugendlicher, die auf dem Festival präsentiert und prämiert wurden. Der Poetry Clip-Wettbewerb wurde zusammen mit der Peter-Ustinov-Stiftung ins Leben gerufen und war eine Zusammenarbeit der Kurzfilmtage mit der Energieversorgung Oberhausen.