Lokale Projekte

Die Kurzfilmtage engagieren sich seit vielen Jahren vor Ort in verschiedenen Projekten in Oberhausen und Umgebung. Hier eine Auswahl der Projekte.

Kurzfilmtage Special

Mittwoch, 2.11.2022
18 Uhr: Made in NRW: Gossing Sieckmann
20 Uhr: Highlights der Wettbewerbe 2022

Im Anschluss an die Vorstellung um 20 Uhr
Bar im Unterhaus
Friedrich-Karl-Straße 4
46045 Oberhausen

(Sonntag, Büscherhöfchen 2 @ Gossing Sieckmann)

Mittwoch, 2. November
18 Uhr: Made in NRW: Gossing Sieckmann
Miriam Gossing und Lina Sieckmann leben und arbeiten in Köln. Beide sind Absolventinnen der Kunsthochschule für Medien in Köln. Im Rahmen ihres Studiums lernten die beiden mit einer 16-mm-Kamera zu filmen. Das Ergebnis ist der Film Sonntag, Büscherhöfchen 2, der 2014 bei den Kurzfilmtagen gezeigt wurde und gleichsam den Auftakt einer ganzen Reihe von gemeinsam realisierten Arbeiten bildet. Ihre Arbeiten sind gekennzeichnet durch ruhige Aufnahmen, die Innenräume und ihre Umgebung zeigen und dabei bewusst die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischen. Das Programm zeigt eine Auswahl der filmischen Arbeiten von Gossing und Sieckmann, die im Rahmen der Kurzfilmtage gezeigt wurden. Sie wurden international in vielen Ausstellungen und auf Filmfestivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Die Filmemacherinnen sind anwesend.

Sonntag, Büscherhöfchen 2, Gossing Sieckmann, Deutschland 2014, Farbe, ohne Sprache, 11'
Desert Miracles, Gossing Sieckmann, Deutschland 2015, Farbe, englisch mit deutschen Untertiteln, 11'
Ocean Hill Drive, Gossing Sieckmann, Deutschland 2016, Farbe, englisch mit deutschen Untertiteln, 21’
Souvenir, Gossing Sieckmann, Deutschland/Niederlande 2018, Farbe, englisch mit deutschen Untertiteln, 21‘

(Boa Noite @ Catarina Ruivo)

20 Uhr: Highlights der Wettbewerbe 2022
Das Programm zeigt eine Auswahl aus den Wettbewerben der letzten Festivalausgabe. In Muss ja nicht sein, dass es heute ist sitzen vier Freunde zusammen und suchen nach den richtigen Worten für eine SMS, die nie abgeschickt werden soll. Während in Cruiser eine Oberhausener Subkultur beleuchtet wird, die Insignien der Motorradszene auf das Fahrradfahren überträgt, versucht sich die Hauptdarstellerin in Theorie und Praxis aufzuraffen und endlich mit allem anzufangen, doch ihr Sessel lässt sie nicht los. Der Spielfilm Boa Noite zeigt die Beziehung zwischen Großmutter und Enkel und wie sie sich gegenseitig vor ihren Ängsten schützen. In dem Musikvideo Feel Like Change begleiten wir eine Familie dabei, mithilfe von Ritualen und Tänzen aus ihren Zwängen auszubrechen und sich dabei neu zusammen zu finden. Wortlos findet auch die Kommunikation in Corina Andrians surrealistischem Tanzfilm Dancen statt. Präsentiert von Mitgliedern des Kurzfilmtage-Teams.

(Hong Se Zang Li @ Jane Zhang)

Schulvorstellungen
11 Uhr: Kinderkino: Trösten und Trotzen (ab 12 Jahre)
Mit Fantasie und der nötigen Portion Mut versuchen die jungen Menschen in diesem Programm ihren wachsenden Körpern und Bedürfnissen, den Veränderungen dieser und den Reaktionen ihrer Umwelt zu begegnen. Ein Programm voller Trotz und Trost – für alle ab 12 Jahren, für die Aufgeben und Sich-Fügen keine Optionen sind.

Free as a Bird, Annelies Kruk, Niederlande 2021, Farbe, niederländisch mit inkl. UT, 15’
Erb es tkhur em Wenn ich traurig bin, Lilit Altunyan, Armenien 2021, Farbe, armenisch/französisch mit deutsche inkl. UT, 7’
Hong Se Zang Li Rote Beerdigung, Jane Zhang, China/Macau 2022, Farbe, mandarin mit deutsche inkl. UT, 15’
SilenceVoiceNoise, Gonzalo Lugon, Peru 2021, Farbe, spanisch mit deutsche inkl. UT, 9’

Schulgarten im Königshütter Park

Im März 2022 startete ein neues Projekt im Königshütter Park. Auf Initiative von Festivalleiter Lars Henrik Gass übernahmen die Kurzfilmtage formal ein Flurstück im Park und verwandelten es in einen Schulgarten. Es wurden 17 Obstbäume mit verschiedenen Früchten gepflanzt und mehrere Hochbeete aufgebaut. 

Der Schulgarten soll nachhaltiges und gemeinschaftliches Handeln für eine lebenswertere Stadt ermöglichen. Dabei arbeiten die Kurzfilmtage mit zwei benachbarten Schulen zusammen – der Fasia-Jansen-Gesamtschule und dem Heinrich-Heine-Gymnasium.

Gefördert wird das Projekt durch eine großzügige Zuwendung der Deutsche Postcode Lotterie.

Die Oberhausen Auswahl

Hier bringen die Kurzfilmtage ihre Filme zu denen, die das Festival nicht mehr eigenständig besuchen können. Das Besondere: Die Auswahl der Filme übernehmen Oberhausener Bürgerinnen und Bürger zwischen 65 und 90 Jahren. Jeweils von Januar bis März sichten sie Filme aus dem Archiv der Kurzfilmtage und stellen daraus ein Programm zusammen. Die Kriterien haben die Teilnehmenden selbst festgelegt: Die Filme müssen leicht verständlich sein, also deutschsprachig oder ohne Text, und kürzer als fünfzehn Minuten.

Traditionell feiert die Oberhausen Auswahl ihre Premiere während des Festivals, ab Herbst geht sie dann auf Tournee. Das 2015 gestartete Konzept erfreut sich wachsender Beliebtheit und soll auch künftig fortgesetzt werden.

Dank einer Förderung der Sparkassen-Bürgerstiftung Oberhausen sind alle Vorführungen für die Veranstalter kostenfrei. Beamer und Leinwand werden bei Bedarf mitgebracht, auf Wunsch werden die Filme von einem Mitglied der Auswahlgruppe oder von den Kurzfilmtagen vorgestellt.

Kontakt

Der andere Blick

Teilnehmenden des Internationalen Integrationscafés Oberhausen, die als Gruppe ein gemeinsames Filmprogramm zusammenstellen und anschließend ihre Favoriten dem Festivalpublikum vorstellen. Die Auseinandersetzung mit dem Programm bietet ihnen Gelegenheit, sich mit Kultur und Filmsprache auseinanderzusetzen – und nicht zuletzt ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen, denn diskutiert wird auf Deutsch. Die Arbeit mit den Filmen, Kontakt zu den Festivalbesucher*innen und die abschließende Präsentation der ausgewählten Filme stärken auf zahlreichen Ebenen die gesellschaftliche Integration der Teilnehmenden.

Der andere Blick entstand 2018 in Zusammenarbeit mit dem Sprachcafé im Zentrum Altenberg. 2019 wurde die Kooperation auf das Integrationscafé der terre des hommes-Gruppe in Oberhausen erweitert.

Kontakt

Susannah Pollheim
pollheim(@kurzfilmtage.de

Das Andere sehen

Dem Potential von Kurzfilmen für die politische Bildung widmete sich das von 2017 bis 2019 realisierte Projekt „Das Andere sehen“. Mitglieder des Jugendparlaments Oberhausen sichteten Filme aus den Programmen und dem Archiv der Kurzfilmtage und suchen die Filme und Themen, die sie beschäftigten und bewegten. Ergebnis war ein von Jugendlichen für Jugendliche kuratiertes Filmprogramm an der Schnittstelle von Politik und (Kurz-)Film. Die teilnehmenden Jugendlichen moderierten selbst das Programm und führten die Diskussion mit dem Publikum.

WAZ-Kino-Café

An jedem ersten Donnerstag im Monat präsentiert unser Festivalkino, der Lichtburg Filmpalast Oberhausen, ein besonderes Vormittagsprogramm: In Kooperation mit der örtlichen Tageszeitung WAZ und der Bäckerei Backwerk Oberhausen werden sehenswerte Langfilme gezeigt. Als besonderes Highlight steuern wir dazu aus unserem Filmarchiv als Vorfilm einen Kurzfilm bei, der zum Hauptfilm passt.

Die genauen Termine sowie die Filmauswahl finden Sie hier.

Filmgeflacker

Das Oberhausener Kunstkollektiv Filmgeflacker präsentiert jedes Jahr Filme aus den Wettbewerben und lädt Filmemacher ein, über Ihre Arbeit zu diskutieren.

Kinder haben die Wahl

Kinder sind unvoreingenommen und offen, wenn es um Filme geht. Um diese Eigenschaft zu stärken und zu bewahren, brauchen sie jedoch auch Angebote abseits ihrer Sehgewohnheiten. In dem von 2011 bis 2013 durchgeführten Projekt „Kinder haben die Wahl“ beschäftigten sich Oberhausener Grundschülerinnen und Grundschüler intensiv mit dem Genre des kurzen Experimentalfilms, spürten dem Gesehenen anhand eigener Experimente nach. Aus den gemeinsam gesichteten Filmen suchten sich die Kinder ihre Lieblinge aus und präsentierten diese in einem eigenen Programm während des Festivals. „Kinder haben die Wahl“ wurde gefördert von der BHF-Bank Stiftung.

Poetry Clip-Wettbewerb

Von 2011 bis 2016 beschäftigten sich Oberhausener Schülerinnen und Schüler jeweils im Vorfeld der Kurzfilmtage mit der Frage „Wie sehe ich dich?“. In Schreibwerkstätten wurden Texte entwickelt, die dann in gemeinsam realisierte Poetry Clips umgewandelt wurden. Das Ergebnis waren filmische Einblicke in die Lebenswelten Oberhausener Jugendlicher, die auf dem Festival präsentiert und prämiert wurden. Der Poetry Clip-Wettbewerb wurde zusammen mit der Peter-Ustinov-Stiftung ins Leben gerufen und war eine Zusammenarbeit der Kurzfilmtage mit der Energieversorgung Oberhausen.