Verleih

Der Verleih der Kurzfilmtage beruht auf einer der ältesten und bedeutendsten Kurzfilm-Sammlungen weltweit. Jedes Jahr kaufen die Kurzfilmtage ca. 50 neue Arbeiten aus dem aktuellen Festivalprogramm neu an, hinzu kommen zahlreiche Titel aus unserem Archiv.

Überblick

Unser Verleih ist international und nicht-gewerblich ausgerichtet. Sie können einzelne Titel, von uns vorbereitete oder selbst zusammengestellte Programme leihen. Bei der Zusammenstellung sind wir gerne behilflich. Wenn Sie Kurzfilme als Vorfilme zeigen wollen, haben wir eine geeignete Auswahl zusammengestellt, die wir zu besonderen Konditionen anbieten. Bitte planen Sie bei Ihrer Bestellung ausreichend Vorlauf ein. Unser Verleihprogramm 2025 steht Ihnen ab jetzt zur Verfügung.

Sie können viele der neuen Filme aus dem Verleihprogramm 2025 auch für eine Online-Nutzung ausleihen.

Unter Filmsuche können Sie unseren Verleihbestand der Jahre 2000 bis heute durchsuchen, Filmlisten erstellen und Bestellungen durchführen. Sollten Sie an älteren Titeln interessiert sein, schreiben Sie uns bitte. Ältere Arbeiten der Sammlung können nur verliehen werden, wenn die erforderlichen Rechte dazu vorliegen, der Kopienzustand dies zulässt und uns der Lagerort der Originalmaterialien bekannt ist.

Unser Verleihprogramm 2025

Alle 32 Neuankäufe aus dem Festival 2025 stehen Ihnen für Vorführungen vor Ort und in vielen Fällen auch online zur Verfügung. Unsere Auflistung besonders als Vorfilme geeigneter Titel haben wir ebenfalls erweitert.

Einige Auswahlprogramme aus den Wettbewerben des letzten Festivals haben wir bereits für Sie zusammengestellt

Internationaler Wettbewerb 2025
Deutscher Wettbewerb 2025
MuVi-Preis 2025
Preisträger 2025

Die aktuellen Programme werden ergänzt durch die Programme Die Gewinner des MuVi-Preis 2016-2024, Die Gewinner des Großen Preis der Stadt Oberhausen 2020-2024 und Made in Germany 4: Animierte Welten, welche auch ältere Titel enthalten. Auch die ersten drei Teile der Serie Made in Germany und einige ältere Programme aus dem Bereich Kinder- und Jugendfilm bleiben verfügbar.

Konditionen

Gebühren je Vorführung aus dem Verleih (Filme von 2000–2023) für Vorführungen vor Ort und online:

Programme bis 80 min.180 €
Programme bis 100 min.200 €
Programm MuVi-Preis150 €
Programme Kinderkino 150 €
Einzeltitel bis 20 Min.*40 €
Einzeltitel über 20 Min.*60 €

*Filme aus dem Archiv (vor 2000) mit Aufschlag von 50%.

Zusätzlich werden eine Bearbeitungsgebühr von € 10 (für Einzelfilme oder vorhandene Programme) bzw. € 20 (für neu kuratierte Programme) sowie Transportkosten und ggf. 7% MWST in Rechnung gestellt.

Bei regelmäßiger Ausleihe von Kurzfilmen als Vorfilmen (vor Ort) gewähren wir folgenden Rabatt:

10 Kurzfilme (je eine Vorführung)220 €
20 Kurzfilme (je eine Vorführung)350 €

Bei der regelmäßigen, rabattierten Einzelfilmausleihe fallen keine Bearbeitungsgebühren an.

Die Erlöse aus dem Online-Verleih gehen fast vollständig an die Rechteinhaber*innen/Filmemacher*innen der verliehenen Arbeiten.

Oberhausen on Tour

Zum vierzehnten Mal seit 2003 schicken die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen im Jahr 2025 Filme aus ihren Festivalprogrammen auf weltweite Tournee. Schwerpunkt des Projekts sind Kompilationen und Filme aus dem Festivalprogramm 2024, zum Beispiel Auswahlprogramme von Preisträgern oder aus den verschiedenen Wettbewerben. Thematische Zusammenstellungen wie „Lateinamerikanische Erfahrungen“, alle vier Programme aus der Reihe „Made in Germany“ sowie ältere und neue Kinder- und Jugendfilmprogramme ergänzen das Angebot.

Kinos, Museen und Galerien, Festivals oder Goethe-Institute rund um die Welt zeigen die Filme als Partner von „Oberhausen on Tour“. Die Partner profitieren dabei von reduzierten Leihgebühren sowie von besonderen Werbemitteln wie einem eigens produzierten Kinotrailer für „Oberhausen on Tour 2025“. Hier können Sie den Trailer sehen.

Wir danken unseren Partner-Spielstätten von 2023, insbesondere den Goethe-Instituten und Goethe-Zentren in Albanien, Finnland, Kanada (Montreal), Norwegen und Paraguay.

Termine

01/01/2026

Lichtburg, Oberhausen (WAZ Kino-Café)
Because (The Beatles), Oliver Pietsch, DEU 2008

14/01/2026

Filmmuseum, München
Sovetskaja elegija, Aleksandr Sokurov, UdSSR 1989
Putešestvie v Sopot, Nana Jorjadze, Georg. SSR 1980

17/01/2026

Zeughauskino, Berlin
Sunday, Dan Drasin, USA 1961

Kontakt

Aktuelles Angebot

Neuankäufe A–Z

Aavetuntohetki,
Eero Tammi,
11'0"

Mehr

A Thousand Waves Away,
Helena Wittmann,
10'0"

Mehr

BIEST,
Stefan Panhans,
9'30"

Mehr

Common Pear,
Gregor Božič,
15'0"

Mehr

Die Unvorzeigbarkeit dessen, was nie hätte geschehen sollen,
Silke Schönfeld,
25'0"

Mehr

Digo no con esperanza,
Francisca Villela,
3'0"

Mehr

Dream In Dream,
Christine Gensheimer,
4'0"

Mehr

Dvorts∞vaya,
Mikhail Zheleznikov,
23'0"

Mehr

GERHARD,
Ulu Braun,
10'30"

Mehr

Gesamtklärwerk Deutschland,
Andreas Loff,
4'30"

Mehr

grathwohlbildhübschklang,
Nikolaus Grathwohl,
7'30"

Mehr

Gusarapos,
Ulysse de Maximy,
18'0"

Mehr

Hay un dolor,
Froilán Urzagasti,
40'0"

Mehr

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin,
Duoni Liu,
8'30"

Mehr

K-BOB STAR,
Hansol Kim,
3'0"

Mehr

Könnt ihr noch?,
Timo Schierhorn, UWE,
3'30"

Mehr

Krauch,
Seakleng Song,
17'0"

Mehr

looking @ ghosts,
Jeremias Heppeler,
5'0"

Mehr

Mkoum,
Peter Ott,
4'30"

Mehr

Monument,
Maksim Avdeev,
15'0"

Mehr

One Hundred Years Later,
Christoph Girardet,
8'0"

Mehr

Piccin Gemellone,
Tibor Koehne,
19'30"

Mehr

Prayer for Taiwan,
Tobias Klich,
6'0"

Mehr

Quand le grenier aura pris feu,
Utku Önal,
6'0"

Mehr

Retales,
Juanjo Giménez Peña,
20'0"

Mehr

Schwanensee,
Stella Deborah Traub,
5'30"

Mehr

Sinkhole,
Kate Liston,
15'0"

Mehr

She Crossed,
Daisy Ziyan Zhang,
20'0"

Mehr

The Beginning of Identification, and its End,
Philipp Gufler,
19'0"

Mehr

The internet will break my heart,
Markus S Fiedler,
3'30"

Mehr

Vernacular Dreamscapes: Nocturnal Dream Disposal,
Marc Richter aka Neue Deutsche Kunst,
8'30"

Mehr

You do not leave traces of your presence, just of your acts,
Gernot Wieland,
16'30"

Mehr

Vorfilme A–Z

Neben den abendfüllenden Kurzfilmprogrammen können Sie auch Kurzfilme als Vorfilme einzeln programmieren und bei uns ausleihen. Aus den Verleihankäufen der letzten Jahre haben wir hier eine Auswahl von vorfilmtauglichen Arbeiten zusammengestellt.

Zudem haben alle, die regelmäßig Vorfilme ausliehen wollen, Anspruch auf unseren Mengenrabatt. So bieten wir die Ausleihe von zehn Kurzfilmen im Jahr (bei jeweils einer Vorführung) für 220 Euro an, 20 Kurzfilme im Jahr (bei jeweils einer Vorführung) sind für 350 Euro (jeweils zzgl. Transport + ggf. 7% MWST) ausleihbar. 

20-20,
Karen Trask,
2'0"

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A Bear Named Jesus,
Terril Calder,
5'34"

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Abgelaufen (Heinz Strunk),
Roman Schaible,
4'30"

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All Day (Drunken Masters feat. Tropkillaz),
Andreas Hofstetter,
4'0"

Mehr

Almost Puppet (Puppet Ginger),
Maxine Franks,
5'21"

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Arbor, Cremium, Frutex, Herba,
Quentin Nicolaï,
7'0"

Mehr

A Thousand Waves Away,
Helena Wittmann,
10'0"

Mehr

backflip,
Nikita Diakur,
12'30"

Mehr

Blacktivist (Flatbush ZOMBIES),
Mario Pfeifer,
5'0"

Mehr

Blitze (Donna Regina),
Céline Keller,
2'57"

Mehr

Boogieman,
Jan Bonny,
7'39"

Mehr

Brand,
Jan Koester, Alexander Lahl,
5'18"

Mehr

Cântec de leagăn,
Paul Mureșan,
4'0"

Mehr

Chanel Nr. 2,
Christoph Blankenburg,
3'6"

Mehr

Contaminate Me,
Steve Reinke, Jessie Mott,
3'0"

Mehr

Copyshop,
Jakob Grunert,
10'42"

Mehr

Cuidacoches,
Dante Zaballa,
1'49"

Mehr

Das Parlament der Dinge (F.S.K.),
Juno Melián Meinecke,
4'0"

Mehr

Der Stoff aus dem Legenden sind (Bobby Fletcher & Koljah),
Kay Otto,
4'0"

Mehr

DESIGN BIO TOILET,
Mariola Brillowska,
4'0"

Mehr

Die Hüter des Unrats. Eine kurze Geschichte des Abfalls,
Susann Maria Hempel,
11'0"

Mehr

Die klaffende Wunde,
Jovana Reisinger,
5'0"

Mehr

Don't,
Daniel Freitag,
4'6"

Mehr

Doors of Reception,
Bjørn Melhus,
2'30"

Mehr

Edward,
Su Zhong,
6'52"

Mehr

El nido del Sol,
Colectivo Los Ingrávidos,
5'0"

Mehr

Elvis: Strung Out,
Mark Oliver,
4'33"

Mehr

Every Sunday, GrandMa,
Laure Prouvost,
7'18"

Mehr

Familiar Memories,
Pol Merchan,
4'0"

Mehr

Feriado,
Azucena Losana,
2'0"

Mehr

Fest,
Nikita Diakur,
2'55"

Mehr

Forever Corona (Oliver Polak, Erobique),
Kay Otto,
3'30"

Mehr

FragMANts,
Art Collective Neozoon,
5'26"

Mehr

Frau Michels dreht die Zeit zurück,
Sophia Groening,
13'32"

Mehr

History,
Eero Tammi,
6'53"

Mehr

Ich gehe in den Tag (Günter Reznicek),
Mariola Brillowska,
4'0"

Mehr

If I were a Sneaker,
Katharina Duve, Schorsch Kamerun, Ted Gaier, Timo Schierhorn,
5'22"

Mehr

Im gelben Licht,
Simon Rupieper,
7'30"

Mehr

Junkerhaus,
Karen Russo,
8'0"

Mehr

Kunst (Theodor Shitstorm),
Dietrich Brüggemann,
4'0"

Mehr

Ma Mama (Toto Bona Lokua),
Katy Wang,
4'0"

Mehr

Muss ja nicht sein, dass es heute ist,
Sophia Groening,
8'0"

Mehr

Musterhaus (Sean Armstrong),
Christine Gensheimer,
3'3"

Mehr

Nanzoya (Miho Okada),
Izumi Tanaka,
5'0"

Mehr

On a Beautiful Day,
Elodie Pong,
6'30"

Mehr

PANDA MOONWALK or WHY MENG MENG WALKS BACKWARDS,
Kerstin Honeit,
8'2"

Mehr

Prayer for Taiwan,
Tobias Klich,
6'0"

Mehr

Récit de soi,
Géraldine Charpentier,
5'0"

Mehr

Saladdin Castique,
Anssi Kasitonni,
5'40"

Mehr

Schwanensee,
Stella Deborah Traub,
5'30"

Mehr

Second Chance Man,
Christoph Girardet,
4'30"

Mehr

Sen Toe,
Akari Eda,
7'0"

Mehr

Sensitive Content,
Narges Kalhor,
9'0"

Mehr

Solidariedade,
Fernanda Pessoa,
7'30"

Mehr

Someone's Flowers,
Hikari Wajima,
3'0"

Mehr

Space Cowboy,
Lennart Brede,
4'0"

Mehr

St. Mickeyland,
Ulu Braun,
13'0"

Mehr

Suodji,
Marja Helander,
5'0"

Mehr

Surface Séance,
Michael Heindl,
5'0"

Mehr

Tender,
Christine Lucy Latimer,
3'0"

Mehr

The Magical Dimension,
Gudrun Krebitz,
7'6"

Mehr

The Train, the Forest,
Patrick Buhr,
3'30"

Mehr

Theorie und Praxis,
Leonie Minor,
7'30"

Mehr

Three Casualties,
Jens Pecho,
7'15"

Mehr

Time Travellers (The Bomb (Jaakko Eino Kalevi)),
Christine Gensheimer,
7'0"

Mehr

Tower XYZ,
Ayo Akingbade,
3'0"

Mehr

Trouble in Paradise (Rufus Wainwright),
Mia Donovan,
3'30"

Mehr

Trying to forget you (Aérea Negrot),
Simon(e) Jaikiriuma Paetau, Aérea Negrot,
7'56"

Mehr

Tutorial,
Dennis Todorović,
7'38"

Mehr

Um musical,
Tarcísio Lara Puiati,
4'0"

Mehr

Wer sagt denn das? (Deichkind),
Timo Schierhorn, UWE,
3'0"

Mehr

Filme Online

Seit Dezember 2020 können Sie bei uns Kurzfilme auch für das Online Abspiel auf VoD-Plattformen ausleihen. Dabei muss gewährleistet sein: die Veröffentlichung der Filme erfolgt zu filmhistorischen und medienkundlichen Zwecken ausschließlich im Streaming-Verfahren (kein Download) und nur im nicht gewerblichen Rahmen einer Darstellung der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Die Filme dürfen pro Veröffentlichung nicht länger als 48 Stunden online gestellt werden. Die VoD-Plattform darf nur für registrierte Nutzer zugänglich sein.

Über 200 Titel stehen momentan für eine derartige Ausleihe zur Verfügung. Alle ausleihbaren Titel sind Neuankäufe aus dem Festivalprogrammen der Jahre 2020-2025. Die Liste der Filmtitel wird fortlaufend erweitert. Hier finden Sie unsere Neuerwerbungen aus dem Festivaljahr 2025:

Kinoräume (Internationaler Wettbewerb)

Fünf Filme aus dem Internationalen Wettbewerb 2025, in denen Kinoräume eine zentrale Rolle spielen. Sinkhole ist eine poetische Antwort auf das Archiv und die mündlichen Überlieferungen vom krisengeschüttelten Tyneside Cinema, eines unabhängigen Kinos im Nordosten Englands. In imaginären Vignetten meditiert der Film über ein mögliches Kino in den Klippen, über große Visionen und drohendes Scheitern. Der introspektive Dokumentarfilm Aavetuntohetki dagegen verbindet den Kinoraum und das Ritual des Zuschauens mit Erinnerungen und Träumen.

Im Spielfilm Krauch aus Kambodscha trifft sich ein Freundesduo aus Kindertagen nach Jahren der Trennung in Phnom Penh wieder. Chay, der in Phnom Penh lebt, hilft Lyer, die vom Land kommt, einen Job als Filmvorführerin zu finden. Während einer Filmvorführung beginnen die beiden, ihre gemeinsame Zukunft zu imaginieren. Common Pear ist ein Science-Fiction aus der nahen Zukunft über den Naturverlust und die Frage, wie man sich in solch einer Realität zurechtfindet. Eine neue Generation erwacht in einer Umwelt, in der sie nicht überleben kann. Stimmen und Projektionen aus der Vergangenheit führen zur poetischen Erkundung einer von der Klimakatastrophe bedrohten Natur. In Retales schließlich dreht ein Filmstudent seine ersten Kurzfilme auf Super 8 und beklagt sich darüber, dass er kein einziges Bewegtbild von seinen Eltern hat.

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Sinkhole,
Kate Liston,
15'0"

Mehr

Aavetuntohetki,
Eero Tammi,
11'0"

Mehr

Krauch,
Seakleng Song,
17'0"

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Common Pear,
Gregor Božič,
15'0"

Mehr

Retales,
Juanjo Giménez Peña,
20'0"

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Trauma und Bewältigung (Deutscher Wettbewerb)

Dieses Programm mit Filmen des Deutschen Wettbewerbs 2025 thematisiert Traumata und ihre Bewältigung ganz direkt. Zu Beginn erzählt Piccin Gemellone von Zwillingen: Der eine glaubt an Besitz, der andere lehnt ihn ab. Ihre Konflikte führen dazu, dass sie die Welt zweiteilen und so heftig streiten, dass es den einen in hundert Stücke zerreisst. Dokumentarische Aufnahmen verweben die fantastische Geschichte mit der Gegenwart. Der experimentelle Coming-of-Age-Film You do not leave traces of your presence, just of your acts zeigt das Zusammenspiel von Persönlichkeitsentwicklung, Familieneinflüssen und gesellschaftlichen Zwängen und fragt nach den Auswirkungen generationsübergreifender Traumata auf die Psyche, auf Sehnsüchte und auf unsere Identitätsbildung.

Schwanensee handelt von verzauberten Kranken und träumenden Vögeln. Die Filmemacher*in sieht einen Schwan im Ententeich und träumt mit Long Covid vom Reich der Gesunden. Bei Silke Schönfeld begeben sich zwei Schwestern während der Gartenarbeit auf eine aufwühlende Reise in ihre Kindheit, um Kontinuitäten nationalsozialistischer Erziehung nachzuspüren: sie fragen sich, inwiefern auch ihre Erziehung durch den NS-Erziehungsratgeber Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind geprägt war. In Helena Wittmanns Spielfilm A Thousand Waves Away schließlich sind die Menschen in Aufruhr. Der Boden, aus dem ihr verwunschener Garten erwächst, zittert. Zwischen Büschen und Bäumen, Beeten und Brunnen hat sich hier jede/r für sich allein verirrt.

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Piccin Gemellone,
Tibor Koehne,
19'30"

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You do not leave traces of your presence, just of your acts,
Gernot Wieland,
16'30"

Mehr

Schwanensee,
Stella Deborah Traub,
5'30"

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Die Unvorzeigbarkeit dessen, was nie hätte geschehen sollen,
Silke Schönfeld,
25'0"

Mehr

A Thousand Waves Away,
Helena Wittmann,
10'0"

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MuVi-Preis

Die Kurzfilmtage führten 1999 mit dem MuVi den weltweit ersten Festivalpreis für Musikvideos ein. Musikvideos hatten sich mehr und mehr von der reinen Abbild- und Werbefunktion emanzipiert und waren zur eigenständigen visuellen Form geworden. Inzwischen zeigt sich, dass Musikvideos in der Tat eine unabhängige Form des Kurzfilms sind, die auch den Niedergang ihres Geburtshelfers, des Musikfernsehens, überlebt hat. Dieses Programm präsentiert alle Arbeiten, die 2025 für den MuVi-Preis nominiert wurden, ergänzt um ein künstlerisch herausragendes Video aus dem Programm MuVi International.

Den 1. Preis gewann K-BOB STAR von Hansol Kim. Das Video untersucht präzise und zugleich spielerisch die Schnittstellen von Generationen sowie die Rolle von Frauen in der K-Pop-Industrie und deren Care-Arbeit. Das Ergebnis ist ein frisches, eigensinniges Werk, das mit ästhetischer Verfremdung und performativer Exzentrik neue Bildräume weiblicher Emanzipation eröffnet. Quand le grenier aura pris feu von Utku Önal, ausgezeichnet mit dem 2. Preis, ist ein Musikvideo über Tauben und über Menschen mit verschiedenen Realitäten, ein poetisches, vielschichtiges Werk, das mit surrealistischen Anklängen spielt, ohne sich festlegen zu lassen. Der MuVi Online-Publikumspreis ging an looking @ ghosts von Jeremias Heppeler.

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BIEST,
Stefan Panhans,
9'30"

Mehr

Digo no con esperanza,
Francisca Villela,
3'0"

Mehr

Dream In Dream,
Christine Gensheimer,
4'0"

Mehr

Gesamtklärwerk Deutschland,
Andreas Loff,
4'30"

Mehr

grathwohlbildhübschklang,
Nikolaus Grathwohl,
7'30"

Mehr

K-BOB STAR,
Hansol Kim,
3'0"

Mehr

Könnt ihr noch?,
Timo Schierhorn, UWE,
3'30"

Mehr

looking @ ghosts,
Jeremias Heppeler,
5'0"

Mehr

Mkoum,
Peter Ott,
4'30"

Mehr

Quand le grenier aura pris feu,
Utku Önal,
6'0"

Mehr

The internet will break my heart,
Markus S Fiedler,
3'30"

Mehr

Vernacular Dreamscapes: Nocturnal Dream Disposal,
Marc Richter aka Neue Deutsche Kunst,
8'30"

Mehr

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin,
Duoni Liu,
8'30"

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Preisträger

Diese Auswahl der Preisträger des Festivals 2025 wird vom Gewinnerfilm des ZONTA-Preises eröffnet. She Crossed von Daisy Ziyan Zhang ist eine Hommage an eine ganz besondere Frau, eine Care-Arbeiterin. Mit Rhythmus und genauer Beobachtung gelingt der Arbeit eine filmische Form, die von Prekarität, Zärtlichkeit und Vergänglichkeit sowie von sanfter Leidenschaft erzählt. Der mit dem Hauptpreis im Internationalen Wettbewerb ausgezeichnete Dvorts∞vaya von Mikhail Zheleznikov dagegen zeigt die Alexandersäule als Achse der Begegnung auf dem St. Petersburger Palastplatz. Ausgehend von einer Fotomontage weitet sich der Film zu einer umfassenden, spiralförmigen Erzählung, die gleichzeitig Ort und Zeit festhält. Der Erste Weltkrieg bricht aus, der Winterpalast wird gestürmt. Von der Russischen Revolution an und über die Auflösung der Sowjetunion noch hinausgehend: die Geschichte dreht sich um die Alexandersäule, als handele es sich dabei um eine verfluchte Zeitachse.

Mit feiner Beobachtungsgabe schließlich entfaltet Hay un dolor ein vielschichtiges Panorama von Arbeit, Migration und Gemeinschaft. In präzise komponierten Bildern verbindet er dokumentarische Momente mit fiktionalen Elementen und schafft so eine Erzählung über Fremdsein, Zugehörigkeit und gemeinsame Erfahrungen im öffentlichen wie privaten Raum. Der Film von Froilán Urzagasti wurde mit dem Preis des Deutschen Wettbwerbs 2025 ausgezeichnet.

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She Crossed,
Daisy Ziyan Zhang,
20'0"

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Dvorts∞vaya,
Mikhail Zheleznikov,
23'0"

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Hay un dolor,
Froilán Urzagasti,
40'0"

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Die Gewinner des MuVi-Preis 2016–2024

Der MuVi-Preis der Kurzfilmtage wird für die interessanteste visuelle Umsetzung eines Musiktitels verliehen. Die hier versammelten Clips gehören deshalb definitiv nicht zum Mainstream der teuer produzierten Performer-Musikvideos. Sie widersetzen sich deren Normen, formen sie nach eigenen Maßstäben um, spielen damit und schaffen Paralleluniversen in der Dynamik vielfältigster künstlerischen Traditionen.

Diese Kompilation umfasst 18 Titel, die im Zeitraum von 2016 bis 2024 entweder mit dem 1. Preis für das beste deutsche Musikvideo oder dem MuVi Online-Publikumspreis ausgezeichnet wurden. Mit Arbeiten u.a. von Jan Bonny, Christoph Girardet, Mariola Brillowska, Jakob Grunert, Timo Schierhorn und Simon*e Paetau sowie u.a. mit der Musik der Tindersticks, Romano, Kreidler, Meese X Hell und Laima Adelaide.

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All Day (Drunken Masters feat. Tropkillaz),
Andreas Hofstetter,
4'0"

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Boogieman (Olli Schulz),
Jan Bonny,
7'39"

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Second Chance Man (Tindersticks),
Christoph Girardet,
4'30"

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Ich bin hier (Danny Schulz, Caroline Gempeler aka Debérn, Damian Müller),
Mariola Brillowska,
4'0"

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Limerence (Yves Tumor),
Oliver Pietsch,
5'32"

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Copyshop (Romano),
Jakob Grunert,
10'42"

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Trying to forget you (Aérea Negrot),
Simon(e) Jaikiriuma Paetau, Aérea Negrot,
7'56"

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Blitze (Donna Regina),
Céline Keller,
2'57"

Mehr

Eurydike (Kreidler),
Andreas Reihse, Zaza Rusadze,
4'0"

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Wer sagt denn das? (Deichkind),
Timo Schierhorn, UWE,
3'0"

Mehr

Junge Milliardäre (UWE),
UWE,
4'30"

Mehr

NOAH (Christian Löffler),
Mishka Kornai,
4'0"

Mehr

Flourish (Lotic),
Julia Crescitelli,
3'30"

Mehr

Dr. No (Meese X Hell),
Michael Ullrich,
3'30"

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Gravity (Laima Adelaide),
Duc-Thi Bui,
6'53"

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Maschinenbauergemetzel (Paul Sies),
Julian Paul,
3'5"

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Schleim des Nichtwissens (Black To Comm),
Marc Richter aka Neue Deutsche Kunst,
5'30"

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Das Parlament der Dinge (F.S.K.),
Juno Melián Meinecke,
4'0"

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Die Gewinner des Großen Preis der Stadt Oberhausen 2020–2024

Dieses Programm enthält alle Gewinnerfilme des Großen Preis der Stadt Oberhausen von 2020 bis 2024. Eröffnet wird die Auswahl von A Month of Single Frames. Lynne Sachs verarbeitet darin Material, das ihr von der legendären Filmemacherin und Performancekünstlerin Barbara Hammer kurz vor dem Tod übergeben wurde. Das Ergebnis ist eine ausdrucksstarke Studie über das Leben in all seinen Formen sowie über die Schwierigkeit, dem Tod ins Auge zu blicken. Mit Hilfe von verschiedenen Animationstechniken, Found Footage-Material und Standbildern erzählt Yuri Muraoka in Toumei na watashi von existentiellen Fragen und den Schönheiten des Alltags.

A Month of Single Frames,
Lynne Sachs,
14'0"

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Toumei na watashi,
Yuri Muraoka,
11'30"

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Weathering Heights,
Hannah Wiker Wikström,
30'0"

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Chornobyl 22,
Oleksiy Radynski,
21'19"

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Spring 23,
Zhiyi Wang,
13'0"

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Made in Germany: Animierte Welten

Dieses Programm der Serie ‚Made in Germany‘ beinhaltet einige der interessantesten Animationsfilme, die im 21. Jahrhundert hierzulande produziert wurden. In Daniel Nockes Kein Platz für Gerold kommt es in einer WG-Küche zur Aussprache, weil Krokodil Gerold seinen Platz in der WG nun räumen soll. Von früheren, wilden Zeiten bleibt nur noch die Erinnerung. Please Say Something zündet ein hintergründiges und zukunftsweisendes Bilderfeuerwerk zur Beziehung zwischen einer Katze und einer Maus im Internet-Zeitalter. Michel Klöfkorns n.n. erweckt Spikes zur Vogelabwehr mit Stop-Motion-Technik zum Leben. Auf Fensterbänken und Werbetafeln verwandeln sie sich in Schwärme von technoiden Insekten aus Edelstahl und Kunststoff, die vertraute Zivilisation wird fragmentiert. Und Nikita Diakur lässt in Fest im Hof einer Plattenbausiedlung ein paar Puppen rabiat raven.

Der hintersinnige Collage-Film Der natürliche Tod der Maus zeigt die junge Protagonistin Anna im Zwiespalt zwischen dem Wunsch nach spirituell-moralischer Selbstoptimierung und dem tiefen Zweifel an ihrem Nutzen auf dem Weg zur Rettung der Welt. In Theorie und Praxis will eine Frau aufstehen und endlich mit allem anfangen. Doch die Sessel, zwischen denen sie sitzt, lassen sie nicht los und das Zimmer wird zu ihrem Universum. Und am Ende erforscht der KI-Hybridfilm GERHARD von Ulu Braun Malerei und Kunstausbildung zwischen Kreativität, Kapital und Spiritualität in einer Ära künstlicher Reproduzierbarkeit. Gleich mehrere Arbeiten dieses Programms wurden mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet.

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Kein Platz für Gerold,
Daniel Nocke,
5'0"

Mehr

Please Say Something,
David OReilly,
10'0"

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n.n.,
Michel Klöfkorn,
11'0"

Mehr

Dying in the Garden (Sean Armstrong),
Christine Gensheimer,
2'0"

Mehr

Der natürliche Tod der Maus,
Katharina Huber,
21'30"

Mehr

Theorie und Praxis,
Leonie Minor,
7'30"

Mehr

DESIGN BIO TOILET,
Mariola Brillowska,
4'0"

Mehr

GERHARD,
Ulu Braun,
10'30"

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Lateinamerikanische Erfahrungen

Neue Produktionen aus Lateinamerika waren zuletzt bei den Kurzfilmtagen stark vertreten. Diese Auswahl schaut auf die aktuellen politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse des Kontinents und nimmt dabei indigene und afrokubanische Gemeinschaften in den Blick. Der Dokumentarfilm Camino de lava portraitiert die afro-feministische und queere Aktivistin Afibola. Afibola versucht ihrem Sohn Olorun beizubringen, wie er trotz der sie umgebenden Hürden ein freier, afrokubanischer Mann sein kann. In der Intimität des eigenen Zuhauses reflektiert Afibola die Schwierigkeit, ein schwarzes Kind in einer rassistischen und diskriminierenden Gesellschaft großzuziehen.

1982 wurden die indigene Gemeinschaft der Zoque durch einen Vulkanausbruch gezwungen umzusiedeln. ( ( ( ( ( /*\ ) ) ) ) ) ) ist das Porträt eines Dorfes in Chiapas, Mexiko, seiner Kultur, seiner Geräusche und seiner Architektur. Der Film dokumentiert die modernen Herausforderungen und die Weltsicht einer Gemeinschaft, die auch unter politischem Druck steht, ihr Land und ihre Rechte zu bewahren. Bei Simon(e) Jaikiriuma Paetau und Natalia Escobar schließlich verschmelzen Dokumentarfilm und Fiktion zu einer transkulturellen Erzählung. Aribada trifft mitten in der kolumbianischen Kaffeeregion auf Las Traviesas, eine Gruppe indigener Transfrauen der Embera-Stämme. Das Magische, das Traumhafte und das Performative koexistieren in dieser einzigartigen Welt.

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Camino de lava,
Gretel Marín Palacio,
27'51"

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( ( ( ( ( /*\ ) ) ) ) ),
Charles Fairbanks, Saúl Kak,
18'30"

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ARIBADA,
Simon(e) Jaikiriuma Paetau, Natalia Escobar,
30'0"

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Tanz!

Eine seltene Gelegenheit! Vom choreografierten Abriss der Geschichte des Twist über Jasmine Ellis‘ filmischer Miniatur über das Warten vor Waschmaschinen oder den durcheinanderfallenden Körpern auf Alpenhängen zwischen Himmel und Erde bis hin zu den flüchtigen Impulsen, die zwischen einzelnen Momenten des Tages leben. Diese Filme erzählen ihre Geschichte vor allem mit den Mitteln von Performance und Tanz. Als Programm präsentiert es die Vielfalt und die visuelle Kraft des modernen internationalen Tanzfilms.

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Reines d'un jour,
Pascal Magnin,
25'42"

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Linkup Feat. K-Ross (Phoneheads),
Markus Bader,
3'30"

Twist,
Alexia Walther,
11'0"

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Plan B,
Jasmine Ellis,
4'0"

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Self Portrait With a Deer,
Saana Inari,
11'0"

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Sen Toe,
Akari Eda,
7'0"

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Um musical,
Tarcísio Lara Puiati,
4'0"

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Dancen,
Corina Andrian,
16'0"

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Made in Germany

Im deutschen Kurzfilm gibt es eine große formale Ausdifferenzierung, auf hohem Niveau. Bei allen Unterschieden sehen wir jedoch, dass die deutschen Kurzfilme – ob Spiel- oder Dokumentarfilm, Experiment oder Hybrid – sich mit dem beschäftigen, was in unserem Land geschieht oder wichtig ist. Familie, Heimat, Migration, Sprache, oft politische Angelegenheiten – die Filme greifen ihre Themen auf sehr persönliche Art auf, analysieren, beleuchten Randaspekte und Details, legen unerwartete Zusammenhänge offen, fordern Aufmerksamkeit.

Die bisher veröffentlichten Teile der Serie „Made in Germany“ präsentieren diejenigen deutschen Kurzfilme der letzten 15 Jahre, die nicht nur in Oberhausen Preisträger oder Festivallieblinge waren, sondern auch anderswo, nicht selten über unsere Landesgrenze hinaus, überaus erfolgreich liefen und wichtige Auszeichnungen erhielten. Einige dieser Arbeiten wurden auf mehr als 200 Festivals weltweit gezeigt, andere erhielten bereits den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold. Diese Filme sind keine Visitenkarten für kommende Langfilmprojekte, sie stehen als künstlerische Produktionen, als Positionen, für sich selbst.

Made in Germany – Neue Heimat

Diese Zusammenstellung ist der erste Teil einer Serie mit den besten deutschen Kurzfilmen der letzten 15 Jahre. Die Filme dieses Programms werfen dabei einen neuen Blick auf Familie und Heimat in Deutschland. Während Helena Wittmanns Kamera langsam Wohnräume durchmisst, verlassen ihre Protagonisten das Haus kaum mehr. Überall lauern Dämonen. Auch bei Bjørn Melhus, der den Umgang einer Krieg führenden Gesellschaft mit ihren Veteranen klug hinterfragt. Dagegen führt Susann Maria Hempel eine spezielle ostdeutsche Erfahrung nach 1989 traumwandlerisch als explodierte Puppenstube wieder auf. Und am Ende versucht Eva Könnemann, eine ländliche Siedlung am Rande des Ruhrgebiets mit der Kamera zu erfassen und entwickelt dabei aus dem Mangel an Produktionsmitteln eine neuartige künstlerische Form und Arbeitsweise. Alle diese Arbeiten waren nicht nur in Oberhausen Festivallieblinge, auch auf vielen anderen Festivals gewannen sie wichtige Auszeichnungen oder wurden mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet.

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Wildnis,
Helena Wittmann,
12'0"

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you and me,
Karsten Krause,
4'0"

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I'm Not the Enemy,
Bjørn Melhus,
13'0"

Sieben mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen,
Susann Maria Hempel,
18'0"

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Das Offenbare Geheimnis,
Eva Könnemann,
29'0"

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Made in Germany – Migration

Diese Zusammenstellung, Teil unserer Serie mit den besten deutschen Kurzfilmen der letzten 15 Jahre, beschäftigt sich mit den Lebensverhältnissen von Migrant*innen in Deutschland heute. 1984 starben in Duisburg-Wanheimerort sechs türkische Bürger bei einem Brandanschlag. Während die Polizei einen rassistischen Hintergrund rasch ausschloss, sprechen aus heutiger Sicht viele Indizien dafür. Dunkelfeld begibt sich auf Spurensuche und rollt den Fall nochmal auf. In der Animation Brand schlägt einem ostdeutschen Bürgermeister und seiner Familie eine Welle des Hasses entgegen, als er sich bereit erklärt, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Essayfilm ma nouvelle vie européenne denkt aus der Perspektive von Abou, einem malischen Flüchtling in Deutschland, über Europas unsichtbare Grenzen nach und macht dabei die Kamera zum Medium der Selbstermächtigung.

In Three Notes verarbeitet Jeannette Gaussi die wenigen übrig gebliebenen Fotos ihrer afghanischen Kindheit künstlerisch weiter. Der spielerische Moruk zeigt den introvertierten Hakan und den lebenslustigen Murat beim Anhängen im Kreuzberger Kiez. Sie treffen sich täglich, kiffen, träumen, philosophieren und streiten. Wenn sie für Dealer gehalten werden, ziehen sie die Ahnungslosen auch schon mal ab. Alle diese Arbeiten waren nicht nur in Oberhausen Festivallieblinge, auch auf vielen anderen Festivals gewannen sie wichtige Auszeichnungen oder wurden mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet.

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Dunkelfeld,
Maria Mayland, Patrick Lohse, Ole-Kristian Heyer,
16'0"

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Brand,
Jan Koester, Alexander Lahl,
5'18"

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ma nouvelle vie européenne,
Abou Bakar Sidibé, Moritz Siebert,
22'19"

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Three Notes,
Jeannette Gaussi,
4'0"

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Moruk,
Serdal Karaca,
29'0"

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Made in Germany – Arbeit

Dieses Programm mit wegweisenden deutschen Kurzfilmen der letzten fünf Jahre, schaut auf die aktuellen Arbeitsverhältnisse in Deutschland. Im Zentrum des Programms steht mit Proll! von Adrian Figueroa ein Spielfilm über die „working poor“ und die Einsamkeit unserer Zeit. Im Film kämpft jede*r für sich allein, egal, ob als Klick-Arbeiterin, Paketzusteller oder Lagerarbeiter. Dabei stellt der Film keine sentimentale Gemeinsamkeit her, wo es keine Gemeinsamkeit gibt. Cutting Edges von Céline Berger dagegen taucht in die Architektur von Co-Working-Spaces und in Diskurse von Start-up-Gründern ein. Visionen, Prozesse, Möbelstücke und Glaubenssysteme werden durcheinandergewirbelt, der Start-up-Traum gerät ins Wanken.

In dem dokumentarischen Las Flores folgen Miguel Goya und Tina Wilke einer Gruppe junger Migrant*innen in Berlin. Zwischen Selfies und flüchtigen Sprachnachrichten wird das Schicksal einer Jugend deutlich, die auf der Suche nach Arbeit und einer besseren Zukunft nach Europa ausgewandert ist. Michel Wagenschütz schließlich porträtiert in Gute Arbeit, gute Nacht eine Künstlerin, die in Telefongesprächen mit der Arbeitsagentur versucht, ihre Betriebsausgaben zu rechtfertigen. Das Skript wird in verschiedenen Kontexten performt: in einem Hotelzimmer, einem Fast-Fashion-Laden, einem Mietauto.

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Proll!,
Adrian Figueroa,
30'0"

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Cutting Edges,
Céline Berger,
14'30"

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Las Flores,
Miguel Goya, Tina Wilke,
18'30"

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Gute Arbeit, gute Nacht,
Michel Wagenschütz,
15'0"

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Made in Germany – Animierte Welten

Dieses Programm der Serie ‚Made in Germany‘ beinhaltet einige der interessantesten Animationsfilme, die im 21. Jahrhundert hierzulande produziert wurden. In Daniel Nockes Kein Platz für Gerold kommt es in einer WG-Küche zur Aussprache, weil Krokodil Gerold seinen Platz in der WG nun räumen soll. Von früheren, wilden Zeiten bleibt nur noch die Erinnerung. Please Say Something zündet ein hintergründiges und zukunftsweisendes Bilderfeuerwerk zur Beziehung zwischen einer Katze und einer Maus im Internet-Zeitalter. Michel Klöfkorns n.n. erweckt Spikes zur Vogelabwehr mit Stop-Motion-Technik zum Leben. Auf Fensterbänken und Werbetafeln verwandeln sie sich in Schwärme von technoiden Insekten aus Edelstahl und Kunststoff, die vertraute Zivilisation wird fragmentiert. Und Nikita Diakur lässt in Fest im Hof einer Plattenbausiedlung ein paar Puppen rabiat raven.

Der hintersinnige Collage-Film Der natürliche Tod der Maus zeigt die junge Protagonistin Anna im Zwiespalt zwischen dem Wunsch nach spirituell-moralischer Selbstoptimierung und dem tiefen Zweifel an ihrem Nutzen auf dem Weg zur Rettung der Welt. In Theorie und Praxis will eine Frau aufstehen und endlich mit allem anfangen. Doch die Sessel, zwischen denen sie sitzt, lassen sie nicht los und das Zimmer wird zu ihrem Universum. Und am Ende erforscht der KI-Hybridfilm GERHARD von Ulu Braun Malerei und Kunstausbildung zwischen Kreativität, Kapital und Spiritualität in einer Ära künstlicher Reproduzierbarkeit. Gleich mehrere Arbeiten dieses Programms wurden mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet.

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Kein Platz für Gerold,
Daniel Nocke,
5'0"

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Please Say Something,
David OReilly,
10'0"

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n.n.,
Michel Klöfkorn,
11'0"

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Dying in the Garden (Sean Armstrong),
Christine Gensheimer,
2'0"

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Der natürliche Tod der Maus,
Katharina Huber,
21'30"

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Theorie und Praxis,
Leonie Minor,
7'30"

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DESIGN BIO TOILET,
Mariola Brillowska,
4'0"

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GERHARD,
Ulu Braun,
10'30"

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Kinder- und Jugendfilm

Im Verleih haben wir sowohl einzelne Filme wie auch fertige Programme im Angebot, die sich gut für Kinder- und Jugendliche eignen. Sie finden hier einige Links zu fertig zusammengestellten Programmen. Gerne können Sie sich auch ein Programm individuell von uns zusammenstellen lassen. Sprechen Sie uns bei allen Fragen an.

Räume erobern, Grenzen überwinden (Jugendkino)

Ob im Team oder im Zweikampf – die Jugendlichen in diesem Programm erobern Räume und verschaffen sich Luft! Wir lernen sie und ihr Umfeld kennen, sei es beim Rugby, Parkour oder Skaten. Stereotype Geschlechterrollen? Darauf pfeifen sie! Lou spricht als nichtbinäre Person über Lous Verhältnis zu Geschlecht, Kleidung und anderen Merkmalen. Ein Musikvideo widmet sich in kräftigen Farben den Menschen, die auf der Straße leben.

Und es bleibt auch Zeit für neue Herausforderungen: Während die älteste Tochter Verantwortung für die ganze Familie übernimmt, bekommt der Avatar jetzt den Job, einen Rückwärtssalto zu lernen. Aber wie bei realen Menschen muss auch Machine Learning ein kraftraubendes Trainingsprogramm durchlaufen, und das geht mit Anlauf, Taumeln, Stürzen und wieder Aufstehen. Ein Programm für Jugendliche ab 14 Jahren, die sich nicht von Normen einschränken lassen und bereit sind, Hürden zu überwinden.

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Motër,
Dorentina Imeri,
14'0"

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Récit de soi,
Géraldine Charpentier,
5'0"

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Summer Nights,
Virgile Ratelle,
14'30"

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Cuidacoches,
Dante Zaballa,
2'0"

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Un corps brûlant,
Lauriane Lagarde,
14'30"

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backflip,
Nikita Diakur,
12'30"

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Les Roses et les Bleus,
Claudia Lopez Lucia,
22'30"

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Trösten und Trotzen (Kinderkino)

Mit Fantasie und der nötigen Portion Mut versuchen die jungen Menschen in diesem Programm, ihren wachsenden Körpern und Bedürfnissen, den stattfindenden Veränderungen und den Reaktionen ihrer Umwelt zu begegnen. Das Programm erzählt von den ersten Ritualen der Männlichkeit ebenso wie vom Umgang mit chronischen Krankheiten, vom Auftauchen der Periode oder dem besonderen Gefühl, etwas zum ersten Mal zu machen. Ein Programm voller Trotz und Trost – für alle ab 12 Jahren, für die Aufgeben und Nachgeben keine Optionen sind.

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Free as a Bird,
Annelies Kruk,
15'17"

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Erb es tkhur em,
Lilit Altunyan,
6'30"

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Red Funeral,
Jane Zhang,
15'0"

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SilencioVozRuido,
Gonzalo Lugon,
9'30"

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Titan,
Valéry Carnoy,
19'0"

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Wege finden (Kinderkino)

Ein Programm für Kinder ab drei Jahren. Die kleinsten Zuschauer*innen sehen hier die oft so groß und unübersichtlich wirkende Welt spielerisch dargestellt. Die Protagonist*innen der Filme müssen ganz eigene Lösungen für alltägliche Hindernisse finden, Ängste überwinden und Neues lernen.

Wir unternehmen eine filmische Reise zur fünfjährigen Junu nach Nepal, bejubeln Kanarienvogel Kiki beim Weg in die Freiheit und stellen beim Fischen mit einer kleinen Katze einmal mehr fest, dass Freund*innen das Leben schöner machen. Ein Musikvideo erkundet in knalligen Tönen den Dschungel. Bei jedem der fünf Filme werden Augen und Ohren des Publikums angeregt, sich zu öffnen – für die leisen und lauten Momente dieses Programms, das sich für eine erste Film- und Kinoerfahrung ideal eignet.

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Kiki la plume,
Julie Rembauville, Nicolas Bianco-Levrin,
6'0"

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Kokoni ite,
Rika Mayumi,
2'0"

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Junu Ko Jutta,
Kedar Shrestha,
13'0"

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Ma Mama (Toto Bona Lokua),
Katy Wang,
4'0"

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Fisketur,
Uzi Geffenblad,
9'0"

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Vera Neubauer: "Das feuerrote Spielmobil" und mehr (Kinderkino)

Sechs kurze Filme hat die in der Tschechoslowakei geborene Filmemacherin Vera Neubauer Anfang der 70er Jahre animiert. Fünf Folgen rund um die Freunde Pip und Bessie wurden wieder-entdeckt und restauriert. Außerdem beinhaltet das Programm noch ihre späteren Woolly-Filme, in denen dann alles aus Wolle ist. Annie und ihre Welt sind mit der Stricknadel entstanden. Ein Kurzfilmprogramm ohne Dialoge.

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Geschichten ohne Text (Kinderkino)

Ohne Worte aber mit klaren Botschaften überzeugt das Programm durch seine Themenvielfalt – sei es die Familie oder Freundschaft. Spannend und lehrreich eignet es sich hervorragend für eine Unterrichtseinheit und ist auch für Zuschauer ohne oder nur mit wenig deutschen Sprachkenntnissen gut verständlich. 

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