Der Verleih der Kurzfilmtage beruht auf einer der ältesten und bedeutendsten Kurzfilm-Sammlungen weltweit. Jedes Jahr kaufen die Kurzfilmtage ca. 50 neue Arbeiten aus dem aktuellen Festivalprogramm neu an, hinzu kommen zahlreiche Titel aus unserem Archiv.
Überblick
Unser Verleih ist international und nicht-gewerblich ausgerichtet. Sie können einzelne Titel, von uns vorbereitete oder selbst zusammengestellte Programme leihen. Bei der Zusammenstellung sind wir gerne behilflich. Wenn Sie Kurzfilme als Vorfilme zeigen wollen, haben wir eine geeignete Auswahl zusammengestellt, für die wir besondere Konditionen anbieten. Bitte planen Sie bei Ihrer Bestellung ausreichend Vorlauf ein.
Sie können viele der neuen Filme aus dem Verleihprogramm 2022 auch für eine Online-Nutzung ausleihen.
Unter Filmsuche können Sie unseren Verleihbestand der Jahre 2000 bis heute durchsuchen, Filmlisten erstellen und Bestellungen durchführen. Sollten Sie an älteren Titeln interessiert sein, schreiben Sie uns bitte. Ältere Arbeiten der Sammlung können nur verliehen werden, wenn die erforderlichen Rechte dazu vorliegen, der Kopienzustand dies zulässt und uns der Lagerort der Originalmaterialien bekannt ist.
Unser Verleihprogramm 2022
Alle 46 Neuankäufe aus dem Festival 2022 stehen Ihnen für Vorführungen vor Ort und in vielen Fällen auch online zur Verfügung. Unsere Auflistung besonders als Vorfilme geeigneter Titel haben wir ebenfalls erweitert.
Einige Auswahlprogramme aus den Wettbewerben des letzten Festivals haben wir bereits für Sie zusammengestellt
• Internationaler Wettbewerb 2022
• Deutscher Wettbewerb 2022
• MuVi-Preis 2022
• Art and Experiment 2022
• Preisträger 2022
Neu ist auch das kuratierte Programm Lateinamerikanische Perspektiven. Die Filme des Programms werfen einen neuen Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse des Kontinents.
Die aktuellen Programme werden ergänzt durch das Programm Made in Germany 3: Migration, welches auch ältere Titel enthält. Außerdem stehen elf Arbeiten aus der Filmreihe Kann und muss man jetzt Filme machen?, die ursprünglich im Blog des Festivals 2020 veröffentlicht wurden, weiterhin für den Verleih zur Verfügung. Auch die ersten beiden Teile der Serie Made in Germany und einige ältere Programme aus dem Bereich Kinder- und Jugendfilm bleiben verfügbar.
Oberhausen on Tour
Zum dreizehnten Mal schicken die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen in diesem Jahr Filme aus ihren Festivalprogrammen auf weltweite Tournee. Schwerpunkt des Projekts sind Kompilationen und Filme aus dem Festivalprogramm 2022, zum Beispiel Auswahlprogramme von Preisträgern oder aus den verschiedenen Wettbewerben. Thematische Programme wie „Made in Germany“ oder „Lateinamerikanische Perspektiven“ sowie ältere und neue Kinder- und Jugendfilmprogramme ergänzen das Angebot.
Kinos, Museen und Galerien, Festivals oder Goethe-Institute rund um die Welt zeigen die Filme als Partner von „Oberhausen on Tour“. Die Partner profitieren dabei von reduzierten Leihgebühren sowie von besonderen Werbemitteln wie dem eigens produzierten Kinotrailer für „Oberhausen on Tour 2023“ (Regie, Schnitt und Sounddesign: Christian Schön).
Die ersten Stationen 2023 sind Köln, Heidelberg, Potsdam, Tirana, Toronto und Tampere. Rund 40 Spielstätten werden bis Ende des Jahres dabei sein, von Europa und Nordamerika bis nach Neuseeland und Südamerika.
Termine
08/06/2023
International Film Festival Innsbruck
Obitateli, Artavazd Pelešjan, USSR 1970
10/06/2023
International Film Festival Innsbruck
Hong Se Zang Li, Jane Zhang, CHN/MAC 2022
21/06/2023
Sinema Transtopia, Berlin
Shelter, Uma Segal, IND 1983
21/06/2023
City 46, Bremen
I am a Boyband, Benny Nemerofsky Ramsay, CAN 2002
25/06/2023
Filmhaus, Nürnberg
Privremeni Život, Prvoslav Marić, YU 1973
Kontakt
Carsten Spicher
spicher(at)kurzfilmtage.de
Aktuelles Angebot

Neuankäufe A–Z
Vorfilme A–Z
Neben den abendfüllenden Kurzfilmprogrammen können Sie auch Kurzfilme als Vorfilme einzeln programmieren und bei uns ausleihen. Aus den Verleihankäufen der letzten fünf Jahre haben wir hier eine Auswahl von vorfilmtauglichen Arbeiten zusammengestellt.
Zudem haben alle, die regelmäßig Vorfilme ausliehen wollen, Anspruch auf unseren neuen Mengenrabatt. So bieten wir die Ausleihe von zehn Kurzfilmen im Jahr (bei jeweils einer Vorführung) für 220 Euro an, 20 Kurzfilme im Jahr (bei jeweils einer Vorführung) sind für 350 Euro (jeweils zzgl. Transport + ggf. 7% MWST) ausleihbar. Übrigens: Die Filmförderungsanstalt unterstützt in Deutschland seit einigen Jahren auch den Einsatz von Kurzfilmen als Vorfilme mit einem Zuschuss von bis zu 80% für belegte Kosten bei Filmmieten, Werbung und Transport.
Filme Online
Seit Dezember 2020 können Sie bei uns Kurzfilme auch für das Online Abspiel auf VoD-Plattformen ausleihen. Dabei muss gewährleistet sein: die Veröffentlichung der Filme erfolgt zu filmhistorischen und medienkundlichen Zwecken ausschließlich im Streaming-Verfahren (kein Download) und nur im nicht gewerblichen Rahmen einer Darstellung der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Die Filme dürfen pro Veröffentlichung nicht länger als 48 Stunden online gestellt werden. Die VoD-Plattform darf nur für registrierte Nutzer zugänglich sein.
Knapp 140 Titel stehen momentan für eine derartige Ausleihe zur Verfügung. Alle ausleihbaren Titel sind Neuankäufe aus dem Festivalprogrammen der Jahre 2020-2022. Die Liste der Filmtitel wird fortlaufend erweitert. Hier finden Sie unsere Neuerwerbungen aus dem Festivaljahr 2022:
Kann und muss man jetzt Filme machen?
Die Kurzfilmtage haben Filmemacherinnen und Filmemacher eingeladen, kurze Videos zur Frage „Kann und muss man jetzt Filme machen?“ zu erstellen. Die Produktion wurde zum in Deutschland üblichen Tarif einer psychotherapeutischen Sitzung honoriert und durfte daher nicht länger als eine Stunde dauern.
„Oberhausen hat mit dieser Kommissions-Serie den bestechenden Beweis geliefert, dass Filmemachen genau die richtige Form ist, über das Leben nachzudenken, und dem Essay eine überzeugende Vitalimpfung verpasst. Wenn was nach Corona bleiben soll, dann bitte diese denkerische Form der Leichtigkeit.“ (Artechock, Deutschland, 14. Mai 2020)
Internationaler Wettbewerb
Präsentiert werden sechs Arbeiten, die dem Internationalen Wettbewerb und dem Internationalen Online-Wettbewerb des Festivals 2022 entstammen. Der Spielfilm Boa Noite zeigt die besondere Beziehung zwischen einer Großmutter und ihrem Enkel und wie sie sich gegenseitig vor ihren Ängsten schützen. Matti Harju verzichtet in Kolme Päivää sadetta auf eine übergreifende Erzählung, wenn sein Protagonist, der ein Drogenkurier sein könnte, ziellos durch den Wald läuft. In der Computeranimation Punctured Sky begibt sich ein unsichtbarer Erzähler auf eine Entdeckungsreise, um herauszufinden, warum sein geliebtes Videospiel aus Kindheitstagen auf mysteriöse Weise verschwand.
Der dokumentarische Bericht L‘escale zeigt nur einen Blick aus dem Flugzeugfenster und macht deutlich, wie eng das Privileg persönlicher Freiheit mit der im Pass dokumentierten Herkunft der Reisenden verknüpft ist. Elodie Pong dagegen dokumentiert die Straße von Gibraltar, die zur bevorzugten Route für Migranten geworden ist, als Schauplatz von Hoffnung und Tod. In Marko Meštrovićs Animation The Raft schließlich wird die ganze Welt überflutet, doch die Band ‘Raft‘ spielt ihre Musik auf einem Floß einfach weiter. Als Auswahlprogramm steht hier das große Kino der kleinen Form zur Entdeckung bereit.
Deutscher Wettbewerb
Fünf Arbeiten aus dem Deutschen Wettbewerb 2022, die sich vor allem mit den Themen Arbeit, Migration und Kommunikation auseinandersetzen. Im pointierten Muss ja nicht sein, dass es heute ist zeigt Sophia Groening die Lebensrealität von jungen Erwachsenen in Köln-Finkenberg ganz ungeschönt. Susann Maria Hempel fragt sich in Die Hüter des Unrats. Eine kurze Geschichte des Abfalls, was es für die Rekonstruktion von Menschheitsgeschichte bedeutet, wenn dank konsequenter Kreislaufwirtschaft künftig keine Abfälle mehr entstehen. In dem dokumentarischen Las Flores folgen Miguel Goya und Tina Wilke einer Gruppe junger Migranten in Berlin. Zwischen Selfies und flüchtigen Sprachnachrichten wird das Schicksal einer Jugend deutlich, die auf der Suche nach einer besseren Zukunft nach Europa ausgewandert ist.
Michel Wagenschütz porträtiert in Gute Arbeit, gute Nacht eine Künstlerin, die in Telefongesprächen mit der Arbeitsagentur versucht, ihre Betriebsausgaben zu rechtfertigen. Bei Simon(e) Jaikiriuma Paetau und Natalia Escobar schließlich verschmelzen Dokumentarfilm und Fiktion zu einer transkulturellen Erzählung. Aribada trifft mitten in der kolumbianischen Kaffeeregion auf Las Traviesas, eine Gruppe indigener Transfrauen der Embera-Stämme. Das Magische, das Traumhafte und das Performative koexistieren in dieser einzigartigen Welt. ARIBADA wurde mit dem 3satNachwuchspreis ausgezeichnet.
MuVi-Preis
Die Kurzfilmtage führten 1999 mit dem MuVi den weltweit ersten Festivalpreis für Musikvideos ein. Musikvideos hatten sich mehr und mehr von der reinen Abbild- und Werbefunktion emanzipiert und waren zur eigenständigen visuellen Form geworden. Inzwischen hat sich gezeigt, dass Musikvideos in der Tat ein unabhängiges Kurzfilm-Genre geworden sind, das auch den Niedergang seines Geburtshelfers, des Musikfernsehens, überlebt hat. Dieses Programm präsentiert alle Arbeiten, die 2022 für den MuVi-Preis nominiert wurden, ergänzt um ein künstlerisch herausragendes Video aus dem Programm MuVi International.
Den ersten Preis gewann Julia Crescitelli für Flourish, in dem alltägliche Gesten mit rasender Geschwindigkeit ineinanderfließen – ein höchst eigenwilliges und lebendiges Werk, das eine Ästhetik jenseits des Schönen und Hässlichen propagiert. In Mariola Brillowskas Wann hast du das letzte Mal Blumen betrachtet, ausgezeichnet mit dem 2. Preis, gleiten die Bilder zwischen organischer und anorganischer Welt, zwischen Blumen, Spinnen und anderen fremdartigen Formen des Lebens. Den MuVi-Publikumspreis erhielt Michael Ullrich für seine Behind-the-Scenes-Collage Dr. No.
Art and Experiment
Unser diesjähriges Art and Experiment Programm versammelt einige der interessantesten Filmemacher, die sich derzeit im Spannungsfeld zwischen Film und Kunst bewegen. Zu Beginn fragt Gustaf Broms in Perforated Realities, wie das Virus Covid-19 das Fundament einer Idee von Zivilisation erschüttern konnte. Katrin Winkler widmet sich anhand von privatem Bildmaterial von Missionaren, die in Afrika Kolonisierungen begleiteten, der Frage, wie die Farbgebung zustande kam und wie sie von Machtstrukturen durch unterschiedliche kolonisierende Akteure geprägt ist.
It grew fur again, lost it, developed scales, lost them von Gitte Villesen ist ein Essayfilm, der zwei Vorstellungen untersucht, die aus zwei Werken feministischer Science Fiction hervorgegangen sind. In Grandma’s Scissors stellt die Filmemacherin Erica Sheu über ihr eigenes Handwerk eine Verbindung zu ihrer Großmutter und deren Handwerk her. Der Tanzfilm Dancen, der in Wuppertal entstand, betrachtet schließlich die flüchtigen Impulse, die zwischen einzelnen Momenten des Tages leben. Die Filme dieses Programms erlauben einen Einblick in den aktuellen Stand medienkünstlerischen Schaffens.
Preisträger
Dieses Programm enthält viele wichtige Preisträger der beiden Internationalen und Deutschen Wettbewerbe des Festivals 2022. Die Auswahl wird von Meshy Koplevitchs 73 eröffnet, der in einer Mischung aus Erinnerung, Geschichte und persönlicher Reflektion eine junge Frau zeigt, die von den Erfahrungen ihres Vaters während des Jom-Kippur-Krieges erzählt. Die Filmemacherin nutzt dabei Wasserfarben, um Erinnerungen an ihren Vater zu rekonstruieren. In YON wird eine ungeschönte Version der eigenen Familie und Kindheit erzählt, in der mit vollkommen unsentimentalem Blick Familienfilme betrachtet werden.
Weathering Heights überwindet die Vorstellung, dass es einen Unterschied zwischen Science Fiction und unserer gelebten Realität gebe, indem er die Schwierigkeit von Kommunikation in einer noch immer unter den Auswirkungen einer globalen Pandemie leidenden Welt verdichtet. Der Film wurde mit dem Großen Preis der Stadt Oberhausen ausgezeichnet. Feriado von Azucena Losana entwirft eine hypnotische Welt, die gängige Erzählungen künstlerisch in Frage stellt. Alexandra Guleas ŃEALE AZBUIRĂTOARE, ausgezeichnet mit dem Preis des Deutschen Wettbewerbs, verzahnt visuelles und akustisches Material zu einer vielschichtigen Erzählung über eine nomadische Minderheit, die zum Spielball umliegender Mächte wird.
Made in Germany 3 – Migration
Diese Zusammenstellung, dritter Teil unserer Serie mit den besten deutschen Kurzfilmen der letzten zehn Jahre, beschäftigt sich mit den Lebensverhältnissen von Migranten in Deutschland heute. 1984 starben in Duisburg-Wanheimerort sechs türkische Bürger bei einem Brandanschlag. Während die Polizei einen rassistischen Hintergrund rasch ausschloss, sprechen aus heutiger Sicht viele Indizien dafür. Dunkelfeld begibt sich auf Spurensuche und rollt den Fall nochmal auf. In der Animation Brand schlägt einem ostdeutschen Bürgermeister und seiner Familie eine Welle des Hasses entgegen, als er sich bereit erklärt, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Essayfilm ma nouvelle vie européenne denkt aus der Perspektive von Abou, einem malischen Flüchtling in Deutschland, über Europas unsichtbare Grenzen nach und macht dabei die Kamera zum Medium der Selbstermächtigung.
In Three Notes verarbeitet Jeannette Gaussi die wenigen übrig gebliebenen Fotos ihrer afghanischen Kindheit künstlerisch weiter. Der spielerische Moruk zeigt den introvertierten Hakan und den lebenslustigen Murat beim Anhängen im Kreuzberger Kiez. Sie treffen sich täglich, kiffen, träumen, philosophieren und streiten. Wenn sie für Dealer gehalten werden, ziehen sie die Ahnungslosen auch schon mal ab. Tiefenschärfe schließlich liest in den Markierungen der Orte in Nürnberg, an denen der sogenannte NSU drei Morde verübt hat. Hier wird der Stift zur Kamera und die Kamera zum Akteur, wenn der Film den Erschütterungen dieser Angriffe auf die Gesellschaft nachspürt.
Lateinamerikanische Perspektiven
Neue Produktionen aus Lateinamerika waren zuletzt bei den Kurzfilmtagen stark vertreten. Diese Auswahl wirft einen neuen Blick auf die aktuellen politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse des Kontinents. Den Auftakt macht Solidariedade, in dem Bilder einer Protestkundgebung gegen die Regierung Bolsonaro Gesten des Widerstands und der Unterdrückung, aber auch der Freude sichtbar machen. Cadê Heleny? rollt die Geschichte der Philosophin und Theaterregisseurin Heleny Guariba, die 1971 unter der Diktatur in Brasilien verschwand, anhand von gestickten und animierten Erinnerungen ihrer Angehörigen wieder auf. MONOLOGO DE UN SICARIO zeigt den Auftragsmörder in der Welt der Kolumbianisierung als unterste Ebene, auf der eine ganze kriminelle Struktur gründet.
1982 wurden die indigene Gemeinschaft der Zoque durch einen Vulkanausbruch gezwungen umzusiedeln. ( ( ( ( ( /*\ ) ) ) ) ) ) ist das Porträt eines Dorfes in Chiapas, Mexiko, seiner Kultur, seiner Geräusche und seiner Architektur. Der Film dokumentiert die modernen Herausforderungen und die Weltsicht einer Gemeinschaft, die auch unter politischem Druck steht, ihr Land und ihre Rechte zu bewahren. Auch im Spielfilm O Jardim Fantástico spielt indigene Kultur eine wichtige Rolle. Hier verabreicht eine Lehrerin in ihrem Unterricht, einer alten Tradition folgend, Ayahuasca, um ihren Schülern andere Realitätsebenen zu vermitteln.
Wege finden (Kinderkino)
Ein Programm für Kinder ab drei Jahren. Die kleinsten Zuschauer*innen sehen hier die oft so groß und unübersichtlich wirkende Welt spielerisch dargestellt. Die Protagonist*innen der Filme müssen ganz eigene Lösungen für alltägliche Hindernisse finden, Ängste überwinden und Neues lernen.
Wir unternehmen eine filmische Reise zur fünfjährigen Junu nach Nepal, bejubeln Kanarienvogel Kiki beim Weg in die Freiheit und stellen beim Fischen mit einer kleinen Katze einmal mehr fest, dass Freund*innen das Leben schöner machen. Ein Musikvideo erkundet in knalligen Tönen den Dschungel. Bei jedem der fünf Filme werden Augen und Ohren des Publikums angeregt, sich zu öffnen – für die leisen und lauten Momente dieses Programms, das sich für eine erste Film- und Kinoerfahrung ideal eignet.
Kinder- und Jugendfilm
Im Verleih haben wir sowohl einzelne Filme wie auch fertige Programme im Angebot, die sich gut für Kinder- und Jugendliche eignen. Sie finden hier einige Links zu fertig zusammengestellten Programmen. Gerne können Sie sich auch ein Programm individuell von uns zusammenstellen lassen. Sprechen Sie uns bei allen Fragen an.
Wege finden
Ein Programm für Kinder ab drei Jahren. Die kleinsten Zuschauer*innen sehen hier die oft so groß und unübersichtlich wirkende Welt spielerisch dargestellt. Die Protagonist*innen der Filme müssen ganz eigene Lösungen für alltägliche Hindernisse finden, Ängste überwinden und Neues lernen.
Wir unternehmen eine filmische Reise zur fünfjährigen Junu nach Nepal, bejubeln Kanarienvogel Kiki beim Weg in die Freiheit und stellen beim Fischen mit einer kleinen Katze einmal mehr fest, dass Freund*innen das Leben schöner machen. Ein Musikvideo erkundet in knalligen Tönen den Dschungel. Bei jedem der fünf Filme werden Augen und Ohren des Publikums angeregt, sich zu öffnen – für die leisen und lauten Momente dieses Programms, das sich für eine erste Film- und Kinoerfahrung ideal eignet.
Entdeckungen machen
Sieben Filme, in denen wir die Kindheit als Zeit des Ausprobierens, des Rumspinnens und Genießens erleben. Erfahrungen werden gesammelt, Selbsterkenntnis gewonnen. Die Kindheit ist aber auch die Zeit, in der das Treffen von eigenen Entscheidungen mit Hürden und Hindernissen verbunden ist, die nicht immer frei von ernsten Themen und traurigen Erlebnissen sind.
Dieses Programm lädt Kinder wie Erwachsene zu einer Reise durch diese Vielfalt ein. Es erzählt von der Trägheit eines Sommernachmittags ebenso wie vom Verlust eines geliebten Menschen, vom Klimawandel oder dem aufregenden Gefühl, seine Angst zu überwinden und über sich hinauszuwachsen. Ein Programm für Kinder ab acht Jahren, in dem eine Reihe junger Menschen aufbrechen, um neue Entdeckungen zu machen.
Das Richtige tun

Facettenreich beleuchtet das Programm eine Phase im Leben, in der man eindeutig noch Kind ist, aber alt genug, um mit Entscheidungen und Problemen konfrontiert zu werden, die überfordern können und Größe abverlangen. Es geht um große Gefühle und kleine Gesten. Um den schwierigen Weg zur eigenen Persönlichkeit in der Auseinandersetzung mit sich und Anderen und dabei immer auch um die Suche nach Geborgenheit. Ein Programm für Kinder ab 10 Jahren, voll bemerkenswerter junger Menschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden.
Verfügbar nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz als DCP, Blu-Ray und DVD.
Vera Neubauer: "Das feuerrote Spielmobil" und mehr

Sechs kurze Filme hat die in der Tschechoslowakei geborene Filmemacherin Vera Neubauer Anfang der 70er Jahre animiert. Fünf Folgen rund um die Freunde Pip und Bessie wurden wieder-entdeckt und restauriert. Außerdem beinhaltet das Programm noch ihre späteren Woolly-Filme, in denen dann alles aus Wolle ist. Annie und ihre Welt sind mit der Stricknadel entstanden. Ein Kurzfilmprogramm ohne Dialoge.
Geschichten ohne Text

Ohne Worte aber mit klaren Botschaften überzeugt das Programm durch seine Themenvielfalt – sei es die Familie oder Freundschaft. Spannend und lehrreich eignet es sich hervorragend für eine Unterrichtseinheit und ist auch für Zuschauer ohne oder nur mit wenig deutschen Sprachkenntnissen gut verständlich.
Made in Germany
Im deutschen Kurzfilm gibt es eine große formale Ausdifferenzierung, auf hohem Niveau. Bei allen Unterschieden sehen wir jedoch, dass die deutschen Kurzfilme – ob Spiel- oder Dokumentarfilm, Experiment oder Hybrid – sich mit dem beschäftigen, was in unserem Land geschieht oder wichtig ist. Familie, Heimat, Migration, Sprache, oft politische Angelegenheiten – die Filme greifen ihre Themen auf sehr persönliche Art auf, analysieren, beleuchten Randaspekte und Details, legen unerwartete Zusammenhänge offen, fordern Aufmerksamkeit.
Die bisher veröffentlichten drei Teile der Serie „Made in Germany“ präsentieren diejenigen deutschen Kurzfilme der letzten zehn Jahre, die nicht nur in Oberhausen Preisträger oder Festivallieblinge waren, sondern auch anderswo, nicht selten über unsere Landesgrenze hinaus, überaus erfolgreich liefen und wichtige Auszeichnungen erhielten. Einige dieser Arbeiten wurden auf mehr als 200 Festivals weltweit gezeigt, andere erhielten bereits den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold. Diese Filme sind keine Visitenkarten für kommende Langfilmprojekte, sie stehen als künstlerische Produktionen, als Positionen, für sich selbst.
Made in Germany 1 – Neue Heimat
Diese Zusammenstellung ist der erste Teil einer Serie mit den besten deutschen Kurzfilmen der letzten zehn Jahre. Die Filme dieses Programms werfen dabei einen neuen Blick auf Familie und Heimat in Deutschland. Während Helena Wittmanns Kamera langsam Wohnräume durchmisst, verlassen ihre Protagonisten das Haus kaum mehr. Überall lauern Dämonen. Auch bei Bjørn Melhus, der den Umgang einer Krieg führenden Gesellschaft mit ihren Veteranen klug hinterfragt. Dagegen führt Susann Maria Hempel eine spezielle ostdeutsche Erfahrung nach 1989 traumwandlerisch als explodierte Puppenstube wieder auf. Die assoziative Animation „Däwit“, die schon auf über 200 Festivals lief, erzählt, wie ein Junge notgedrungen unter Wölfen aufwächst. Und am Ende versucht Eva Könnemann, eine ländliche Siedlung am Rande des Ruhrgebiets mit der Kamera zu erfassen und entwickelt dabei aus dem Mangel an Produktionsmitteln eine neuartige künstlerische Form und Arbeitsweise. Alle diese Arbeiten waren nicht nur in Oberhausen Festivallieblinge, auch auf vielen anderen Festivals gewannen sie wichtige Auszeichnungen oder wurden mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Gold ausgezeichnet.
Made in Germany 2 – Stadtleben
„Made in Germany 2 – Stadtleben“, zweiter Teil unserer Serie mit den besten deutschen Kurzfilmen der letzten zehn Jahre, wirft einen neuen Blick auf die Stadt und ihre Architektur. Im Zentrum des Programms steht der Hauptgewinner des Deutschen Wettbewerbs 2015 „Schicht“, der die persönliche Familiengeschichte der Regisseurin mit einem Portrait der Stadt Salzgitter verwebt. Zwischen Analyse und Imagination folgt der Film dem Strom freigelegter Geschichten. Kerstin Honeit lädt in der Rohbaukulisse des Berliner Stadtschlosses Bauarbeiter zum Kaffeekranz für eine groteske Aufführung von Abriss und Aufbau nationalstaatlicher Mythen. Marian Mayland dagegen erinnert an einen abgerissenen Wohnhausblock in Manchester, indem er dokumentarisches Material mit Ausschnitten aus kulturellen Gegenentwürfen der frühen Technound Acidhouse Szene furios vermischt. Und Maximilian Villwock zeigt uns, wie in Berlin bei Nacht aus der Liebe ein Machtkampf wird, wenn das Ego überhandnimmt. „Please Say Something“ schließlich animiert die Stadt, wie Sie sie noch nie gesehen haben und zündet ein hintergründiges und zukunftsweisendes Bilderfeuerwerk zur Beziehung zwischen einer Katze und einer Maus im Zeitalter des Internets. Alle Arbeiten waren Festivallieblinge, in Oberhausen und anderswo.
Made in Germany 3 – Migration
Diese Zusammenstellung, dritter Teil unserer Serie mit den besten deutschen Kurzfilmen der letzten zehn Jahre, beschäftigt sich mit den Lebensverhältnissen von Migranten in Deutschland heute. 1984 starben in Duisburg-Wanheimerort sechs türkische Bürger bei einem Brandanschlag. Während die Polizei einen rassistischen Hintergrund rasch ausschloss, sprechen aus heutiger Sicht viele Indizien dafür. Dunkelfeld begibt sich auf Spurensuche und rollt den Fall nochmal auf. In der Animation Brand schlägt einem ostdeutschen Bürgermeister und seiner Familie eine Welle des Hasses entgegen, als er sich bereit erklärt, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Essayfilm ma nouvelle vie européenne denkt aus der Perspektive von Abou, einem malischen Flüchtling in Deutschland, über Europas unsichtbare Grenzen nach und macht dabei die Kamera zum Medium der Selbstermächtigung.
In Three Notes verarbeitet Jeannette Gaussi die wenigen übrig gebliebenen Fotos ihrer afghanischen Kindheit künstlerisch weiter. Der spielerische Moruk zeigt den introvertierten Hakan und den lebenslustigen Murat beim Anhängen im Kreuzberger Kiez. Sie treffen sich täglich, kiffen, träumen, philosophieren und streiten. Wenn sie für Dealer gehalten werden, ziehen sie die Ahnungslosen auch schon mal ab. Tiefenschärfe schließlich liest in den Markierungen der Orte in Nürnberg, an denen der sogenannte NSU drei Morde verübt hat. Hier wird der Stift zur Kamera und die Kamera zum Akteur, wenn der Film den Erschütterungen dieser Angriffe auf die Gesellschaft nachspürt.
Filmsuche
Hier können Sie unseren Verleihbestand der Jahre 2000 bis heute durchsuchen, Filmlisten erstellen und Bestellungen durchführen. Sollten Sie an älteren Titeln interessiert sein, schreiben Sie uns bitte. Weitere Informationen finden Sie unter „Verleihprogramm“ und „Konditionen“.