Keeping the Faith – Kurzfilme in der Kirche
Die Kurzfilmtage zeigen im Rahmen der ManifestO. sieben preisgekrönte Kurzfilme in der Christuskirche
Gesellschaftliche Fragen und Ästhetik, Mitgefühl und Vision: Am 26. September zeigen die Kurzfilmtage in der Oberhausener Christuskirche eine Auswahl preisgekrönter Kurzfilme. Das Besondere: Jeder einzelne wurde von den ökumenischen Jurys des Festivals ausgezeichnet. Eine alleinerziehende Mutter und Kriegserinnerungen, Tanzperformances und Animationen, sogar ein Oscar-gekrönter kurzer Spielfilm – die Filme regen zur Kontemplation an, überraschen und wirken nach. Im Anschluss an die Filmvorführung laden die Kurzfilmtage zum Gespräch ein. Der Eintritt ist frei.
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Christuskirche, Nohlstr. 7, 46045 Oberhausen
Eintritt frei.
Das Filmprogramm:
Dark Channel, Yu Zhe, China 2026
An einem regnerischen Tag zittern leichte Wellen in einem Kanal. Ein Film, „der zugleich schlicht und ungemein poetisch, vielschichtig und emotional berührend ist“, befand die Jury.
Non-Euclidean Geometry, Solveiga Masteikaitė/Skirmanta Jakaitė, Litauen 2013
Wohin geht die Liebe, wenn Liebende sich trennen? Oder wenn sie zusammenbleiben? Ist es möglich, mehrere Menschen gleichzeitig zu lieben? Der Film fordere heraus, „sich mit der Frage nach der (Un-) Endlichkeit der Liebe auseinanderzusetzen und eigene Antworten zu suchen“, so die Jury.
Milena’s Song, Marie Lukáčová, Tschechien 2019
Gleichzeitig faszinierende Animation, Gesangs- und Tanzperformance der russisch-ukrainischen Theater-Avantgardistin Irina Andreeva (1965-2024) in einer Kirche – sie putzt dort ausführlich, bevor sie ihren eigenwilligen Tanz beginnt.
slow, fast, slow, Jagoda Czarnek, Polen 2026
Als das Mädchen aufwachte, war es kein gewöhnlicher Morgen. War sie wirklich aufgewacht? „Es ist sehr selten, eine junge Filmemacherin zu finden, die ein solches Gespür für Timing und schwarzen Humor hat, dass sie sowohl Memento Mori als auch Carpe Diem in nur vier Einstellungen und einer Minute zeigen kann“, so die Jury.
73, Meshy Koplevitch, Israel 2021
Mit Wasserfarben rekonstruiert die Filmemacherin Erinnerungen ihres Vaters. Gemeinsam gehen sie zurück in das Jahr, in dem der Jom-Kippur-Krieg ausbrach. „Der Film bringt uns die Notwendigkeit nahe, unsere Feinde zu lieben, und lässt uns so die Realität einer in den schwersten Zeiten wieder hergestellten menschlichen Gemeinschaft erkennen“, befand die Jury.
Atrophy, Palesa Shongwe, Südafrika 2009
Eine Tanzperformance. Bilder, Poesie, Stimmen und Musik werden zu einem nachdenklichen Kurzfilm über die Erinnerung an die Jugend, den Verlust der Spontanität und die leise Angst vor dem Erwachsenwerden.
Wasp, Andrea Arnold, Vereinigtes Königreich 2003
Die alleinerziehende Mutter Zoe ist pleite und ihre Kinder sind hungrig. Sie geht mit einem alten Bekannten aus, schwindelt ihn an und lässt die Kinder währenddessen draußen vor dem Pub warten. Nebenan zieht eine Mülltonne Wespen an … (Oscar für den besten Kurzfilm 2005).
Die Filme in diesem Programm stehen auch im Verleih der Kurzfilmtage zur Verfügung.
Wasp wird von der Kurzfilmagentur Hamburg verliehen.
Die ökumenischen Jurys der Kurzfilmtage
Seit 1964 verleihen Jurys der katholischen und evangelischen Kirchen in Deutschland Preise im Internationalen Wettbewerb der Kurzfilmtage, zunächst getrennt in zwei Jurys; seit 2000 stellen die beiden Kirchen eine gemeinsame Jury, die Ökumenische Jury aus Filmexpert*innen und Geistlichen. Das Kriterium dieser Jurys: ein ästhetisch überzeugender Film, der spirituelle und gesellschaftlich relevante Themen anspricht.
Oberhausen, 21. September 2026
Pressekontakt: Sabine Niewalda, T +49 (0)208 825-3073, niewalda@kurzfilmtage.de