Rückblick

Preisträger 2020

Großer Preis der Stadt Oberhausen

dotiert mit 8.000 €

A Month of Single Frames
Lynne Sachs

2019, 14'0"

Begründung der Jury
In dieser Zeit der notwendigen sozialen Distanzierung möchten wir auf einen bemerkenswerten Film aufmerksam machen, der die edelste Funktion der Kunst erfüllt, nämlich zwischen Menschen aus verschiedenen Zeiten und geographischen Orten eine emotionale Verbindung herzustellen. Für die Fähigkeit, Poesie und Komplexität in einfachen Dingen zu finden, für seine tiefe Liebe zum Leben und zu den Menschen und für die Genauigkeit im Detail, mit der der Film heikle Themen behandelt, verleihen wir den Großen Preis der Stadt Oberhausen an A Month of Single Frames von Lynne Sachs.

Hauptpreis

dotiert mit 4.000 €

Bittersweet
Sohrab Hura

2019, 14'0"

Begründung der Jury
Unerschrocken und dabei liebevoll, ist Sohrab Huras Bittersweet eine Betrachtung über Familienbeziehungen und häusliche Räume, die das Band zwischen ihm und seiner Mutter und das zwischen seiner Mutter und ihrem geliebten Hund erkundet. Hura nutzt seine körnigen Blitzaufnahmen, um einfühlsam intime wie banale Momente im Leben seiner Mutter einzufangen, die an akuter paranoider Schizophrenie leidet. Gleichzeitig zeigt er den Zuschauern die Kraft des Bandes zwischen Mutter und Sohn und die heilende Kraft der Liebe eines Tieres. Für seine komplexen Bilder der Liebe vergeben wir den Hauptpreis an Sohrab Huras Bittersweet.

e-flux-Preis

dotiert mit 3.000 €
Für eine herausragende Film- oder Videoarbeit, die eine neue Form für das poetische und elektrische Potenzial des bewegten Bildes im Zeitalter globaler Informationsflüsse findet.

BELLA
Thelyia Petraki

2020, 24'30"

Begründung der Jury
Dafür, dass der Film uns auf eine emotionale Reise durch Raum und Zeit mitnimmt und einen Weg findet, eine authentische Erzählung mit einzigartigen Bildern zu dokumentieren, verleihen wir den e-flux-Preis an BELLA von Thelyia Petraki.

Lobende Erwähnung der internationalen Jury

Mat et les gravitantes
Pauline Penichout

2019, 26'0"

Begründung
Für seinen warmherzigen und behutsamen Blick auf ein wichtiges Thema: Das Recht der Frauen, über ihre Körper und Sexualität selbst zu bestimmen, und wegen der offensichtlichen Notwendigkeit, dieses Recht heutzutage mehr denn je zu verteidigen, vergibt die Jury eine Lobende Erwähnung an Mat et les gravitantes von Pauline Penichout.

I Am the People_Ⅰ
Xiaofei Li

2020, 25'0"

Begründung der Jury
Eine vielschichtige Schilderung der Beziehungen zwischen Gesellschaft und Industrie, voller Anspielungen auf komplexe politische Haltungen. Der Filmemacher hat ein intellektuelles und gleichzeitig sensibles und poetisches Bild gefunden für die Frage, was es bedeutet, bewusst in unserer Zeit zu leben. Ein Film, der unserer Zeit würdig ist.

Erster Preis der Jury des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

dotiert mit 5.000 €

Shepherds
Teboho Edkins

2020, 27'0"

Begründung
„The cow is culture“ - Ein Gefängnis für Hirten in der Steppe Lesothos wird zur Bühne für universelle Dramen der Menschheit. Leben und Überleben: Wie sieht ein Gefängnis in einer Gesellschaft aus, die nicht auf dem Prinzip des Mehrwerts basiert? In absurder Durchlässigkeit entgrenzen die Zäune das Gefängnis in die Weite des Landes. In diesem Kosmos eröffnet der Film in seiner feinen Inszenierung und den surrealen Kompositionen einen Zwischenraum, die Hirten werden zu rot gewandeten Sprechern der Menschheit und tragen die äußere Welt ins Innere des Gefängnisses.

Zweiter Preis der Jury des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

dortiert mit 3.000 €

Bittersweet
Sohrab Hura

2019, 14'0"

Begründung
Ein Mann berichtet mit neutraler Stimme über seine Mutter - ihre Schizophrenie, ihre Beziehung zu ihrem Hund und ihr manisches Leben. Der indische Fotograf und Filmemacher Sohrab Hura gewährt mit seinem essayistischen Fotofilm einen Blick auf seine Mutter, der über die konkrete Erzählung hinausweist, indem er Nähe, Geborgenheit, aber auch Schrecken und Hilflosigkeit familiärer Bindungen offenlegt. Aus Filmaufnahmen und Fotos, die zehn Jahre im Leben seiner Mutter dokumentieren, entsteht eine fesselnde filmische Montage; die beeindruckende Präzision der Aufnahmen und gezielte Auslassungen bestimmen den Rhythmus seiner sehr persönlichen Familiengeschichte.

Lobende Erwähnungen der Jury des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Junkerhaus
Karen Russo

2019, 8'0"

Begründung der Jury
Die Kamera führt uns in das Haus und damit in die Innenwelt eines Eigenwilligen - expressionistische Schwarz-Weiß-Bilder und knarzende Töne erwecken holzgewordene Obsessionen zu gespenstischem Leben. In einem rhythmischen Finale werden Holz, Licht, Schatten und Ton erkennbar als Materialien phantastischer Räume. Eine Imagination, die uns schließlich zurückbringt in die Natur. Unsere erste lobende Erwähnung geht an den Film „Junkerhaus“ von Karen Russo.

Gira Ancora
Elena Petitpierre

2019, 22'0"

Begründung der Jury
Ein Heranwachsender streift durch sein Viertel in Palermo. Die Kamera lässt uns in der Tradition des Neorealismus teilnehmen am Leben dieser Gesellschaft und zeigt zugleich, wie ihn die Gerüchte über seine Mutter im Laufe des Films zum Außenseiter machen. Die Welt des Protagonisten zieht sich in immer enger werdende Kreise zusammen.

Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI-Preis)

I Am the People_Ⅰ
Xiaofei Li

2020, 25'0"

Begründung der Jury
Der FIPRESCI-Preis geht an Xiaofei Lis I Am the People_Ⅰ, für das intelligente und schwelende Porträt einer Gesellschaft und seine mutige, wenn auch notwendigerweise indirekte Diagnose dieser Gesellschaft. Der Film lotet die Beziehung zwischen industrieller Produktion und gesellschaftlicher Entwicklung aus und stellt gleichzeitig traditionelle Wahrnehmungsweisen in Frage.

Preis der Ökumenischen Jury

dotiert mit 1.500 €

Shepherds
Teboho Edkins

2020, 27'0"

Begründung der Jury
Der Film zeigt das psychologische Drama von Hirten aus Lesotho. Einige wurden zu neun Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie Kühe gestohlen hatten. Die Ökumenische Jury beeindruckt die Originalität des Themas (die Wertschätzung der Kühe in lesothischen Gesellschaft), die Professionalität der Filmregie, die Bildästhetik und die Stille, die den Zuschauer zur Meditation einlädt. Der Film zeigt den Wert der Kühe im Leben der Mitglieder dieser Gemeinschaft. Er lenkt aber auch die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Kluft zwischen Vergehen und Strafe. 

Lobende Erwähnungen der Ökumenischen Jury

Las muertes de Arístides
Lázaro Lemus

2019, 17'0"

Begründung der Jury
Für die innovative, originelle und intime Herangehensweise an das Thema Krieg, Leben und Tod vergibt die Ökumenische Jury eine Lobende Erwähnung an Las muertes de Arístides von Lázaro Lemus, Kuba. Die Animation einer Figur als Silhouette, die auf einem Boot durch die Dunkelheit fährt, verschmilzt mit den eingefrorenen Momenten der Zeit. Wir hören den Brief eines jungen Mannes, der nie nach Hause zurückgekehrt ist. Der Film stellt sein Gebet für Olga als Hoffnung in den Mittelpunkt, als einen Schrei an Gott für das Leben des anderen, als Liebe, die die Tiefen der Dunkelheit überstrahlt. Er macht die Erinnerung lebendig und sprengt die Zeitgrenzen. Der Film transzendiert visuell, was sich nicht mit Worten beschreiben lässt. Ein Werk des puren Kinos.

Milenina píseň
Anna Remešová, Marie Lukacova

2019, 9'0"

Begründung
Die Schöpferinnen von Milenina píseň entfalten in ihrem Film das Thema einer Herzensspiritualität. Sie zeigen eine Küsterin in einer Kirche, die im Schatten der institutionellen Hierarchie ihren eigenen Weg findet ihren Glauben auszudrücken. Mit einem getanzten Gebet zeigt sie sich als Gläubige. Sie bezieht sich dabei auf Zeiten der frühen Kirchenväter und erinnert an kulturell dezentrale und nichthierarchische Formen des Glaubens. Der Mut und die außergewöhnliche Botschaft haben die Ökumenische Jury beeindruckt. Hinzu kommt die ästhetische Form des Films, der die wahre Schönheit der Wiedervereinigung des Menschen mit dem göttlichen Ursprung anschaulich werden lässt.

ZONTA-Preis für eine Filmemacherin aus dem Internationalen oder Deutschen Wettbewerb

dotiert mit 1.000 €

What We Still Can Do
Nora Ananyan

2019, 14'34"

Begründung der Jury
Wir zeichnen einen Film aus, das Debut einer Filmemacherin, ein Manifest der Empathie und Solidarität: ein Film über die Beziehung zwischen Mutter und Tochter in einem Hospiz. Im Moment des Abschieds eröffnen sich unendliche Möglichkeiten gegenseitiger Liebe.

Preis für den besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs

dotiert mit 5.000 €

SUGAR
Bjørn Melhus

2019, 20'30"

Begründung der Jury
Mit dem Preis für den besten Beitrag des deutschen Wettbewerbs zeichnen wir einen Film aus, der sich aufmacht, der Menschheit wieder Menschlichkeit zurückzugeben. In einer postapokalyptischen Welt trifft SUGAR auf HON und wie dies erzählt wird, hat uns nicht nur zutiefst beeindruckt, sondern auch großen Spaß gemacht. Der Film ist brilliant produziert, er positioniert sein Thema direkt aber elegant, ist irgendwie neu und ungemein aktuell. 

3sat-Förderpreis

dotiert mit 2.500 € für einen Beitrag, der sich durch eine neue Sichtweise auszeichnet.
Der Preis umfasst darüber hinaus das Angebot, den ausgezeichneten Beitrag zu erwerben und im 3sat-Programm zu präsentieren.

 

Onun Haricinde, İyiyim
Eren Aksu

2020, 14'0"

Begründung der Jury
Sehr gleichmäßig reihen sich die Szenen aneinander, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Ästhetisch hat man es mit verschiedenen Formaten zu tun, mal schrumpft der Frame zu einem Ausschnitt, dann wird er von dem instabilen Bild einer Videoschalte ersetzt. Inhaltlich wird ebenfalls gesprungen: zwischen der Türkei und Berlin, Vergangenheit und Gegenwart, Marmorsäulen. Ist man in einem Land angekommen, wenn man eine eigene Wohnung mit Gästezimmer vorzuweisen hat? Eren Aksu zurrt in Onun Haricinde, İyiyim all dies mühelos zusammen, obwohl spürbar nichts mühelos ist. Sein Film berührt. Und wir wollen noch viele weitere von ihm sehen.

Lobende Erwähnung der Jury des Deutschen Wettbewerbs

This Makes Me Want to Predict the Past
Cana Bilir-Meier

2019, 16'0"

Begründung der Jury
Grobkörnige, analoge Schwarz-Weiß-Bilder evozieren eine scheinbar vergangene Zeit, in der paradoxe Forderungen an eine mögliche Gegenwart (und Zukunft) appellieren, dem Erinnern notwendigen Raum zu schaffen. In ihrem eindringlichen Film verknüpft Cana Bilir-Meier Sehnsüchte, Zweifel und Wünsche junger Frauen mit der Hoffnung nach einer endlich angstfreien Gesellschaft.

Preis für den besten Beitrag des NRW-Wettbewerbs

dotiert mit 1.000 €

Berzah
Deren Ercenk

2020, 25'45"

Begründung der Jury
Dieser Film und seine großartige Kameraarbeit sperren uns in ausgefeilte, fast nonverbale Inszenierungsräume: Von der Isolation eines Hotelzimmers über die Enge eines Autos hin zu den steilen Gassen eines Ortes an der türkischen Ägäis. In Berzah gelingt es Deren Ercenk, drei in sich geschlossene Episoden gemäß des Titels in eine Art „Zwischenwelt“ „engzuführen“ und dabei ein packendes Triptychon von quasi-ohnmächtigen Kampfsituationen zu entfalten: Brutzelnde Sonne gegen brennende Haut. Vater-Tochter-Gespann gegen übergriffige Zufallsbegegnung. Mann gegen Schrank. Die Regisseurin stößt uns in einen tiefgründigen Pool soziopolitischer Deutungsmöglichkeiten, die noch lange nachklingen und neugierig auf ihr nächstes Werk machen!

Förderpreis des NRW-Wettbewerbs

dotiert mit 500 €

there may be uncertainty
Paul Reinholz

2020, 28'58"

Begründung der Jury
In diesen Tagen, wo wir gerne ins Kino spinksen und sehen würden ... there is nobody in it! ..., trifft dieser Film mit seiner Premiere verblüffend den Nerv der Zeit. In der menschenleeren, mathematisch-meditativen Bilddichtung aus klinischen Krisenpräventionsanstalten, surrenden Serverräumen und sirenenuntermalten Bunkergebäuden wirken diese bedrohlicher als die unvorhersehbaren Katastrophen, vor denen sie schützen sollen. Nur zufällige Motive aus Kunst und Fiktion, rauchnebelige Wiesen und eine grasüberwachsene tatooine Bunkerlandschaft lassen erahnen, dass das Unkontrollierbare das einzige ist, was atmet.

Lobende Erwähnung der NRW-Jury

Im toten Park
Moritz Liewerscheidt

2019, 8'13"

Begründung der Jury
Ein Dichter erkundet seine Welt, eine niederrheinische Kleinstadt in den 1970er/80er Jahren, mit Worten. Sein Sohn, ein Filmemacher, konfrontiert nun das Geschriebene mit Bildern ebenjener Gegend aus der Jetztzeit, die wie von gestern wirken. In dieser Überlagerung von doppelbödigen Sprachbildern mit Architekturen, Denkmälern, Straßenzügen und Parkanlagen formuliert sich ein Blick auf die eingeschriebene Mentalität und Geschichte einer alten BRD. Die Bilder sind ebenso durchlässig wie die Lyrik von Dieter Liewerscheidt, bei der sich Philosophisches, Popkulturelles und Persönliches durchdringen.

WDR Westart-Preis verliehen von der Westart-Jury

dotiert mit 750 €

Klusā daba
Anna Ansone

2020, 22'49"

Begründung der Jury
Anna Ansones Kurzfilm Klusā daba erzählt mit viel Sinn für Bildkomposition und Ästhetik die Geschichte von Elīna, die in das entlegene Haus ihrer verstorbenen Großmutter zurückkehrt, um es für den Verkauf anzubieten. Alles in diesem Film wirkt aus der Zeit gefallen. Konsequent also, dass Ansone auf analogem Film dreht. Die Protagonistin scheint zunehmend mit dem Haus zu verschmelzen; dabei geht es um Erinnerungen und um nicht immer unkomplizierte Familienbande. Der Film setzt in diesen Tagen ein einfühlsames Denkmal für den Zusammenhalt zwischen den Generationen.

Preis der Kinderjury des Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs

dotiert mit 1.000 €
gestiftet von den Wirtschaftsbetrieben Oberhausen (WBO)

Furthest From
Kyung Sok Kim

2019, 18'58"

Begründung der Kinderjury
Wir finden es gut, dass der Film mit echten Menschen ist. Und dass sich die Schauspieler auch wirklich ähnlich sehen, wie eine echte Familie. Uns hat es gut gefallen, dass man ein anderes Land und eine andere Kultur sieht. Das Ende von dem Film war zwar traurig, aber das hat gut gepasst.

evo-Förderpreis der Kinderjury des Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs

dotiert mit 1.000 €
gestiftet von der Energieversorgung Oberhausen AG (evo)

Têtard
Jean-Claude Rozec

2019, 13'40"

Begründung der Kinderjury
Unser Gewinnerfilm ist super gezeichnet. Die Animation und der Sound passen perfekt zueinander. Wir waren beim Gucken glücklich, trotzdem haben wir uns über das Mädchen geärgert. Der Film funktioniert, obwohl man nicht weiß, ob es ein Traum oder Realität ist. 

Lobende Erwähnung der Kinderjury

Junu Ko Jutta
Kedar Shrestha

2019, 13'2"

Begründung der Kinderjury
Wir fanden schön, dass der Film sehr echt war und man viel von einem anderen Land gesehen hat. Und wir mochten die Musik. Am Ende hatte das Mädchen eine gute Idee. Die Geschichte hat viel Sinn gemacht. Wir vergeben unsere lobende Erwähnung an Juno Ko Jutta.

Preis der Jugendjury des Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs

dotiert mit 1.000 €
gestiftet vom Rotary Club Oberhausen

Becky's Weightloss Palace
Bela Brillowska

2020, 8'0"

Begründung der Jugendjury
Nachdem wir diesen Film geschaut hatten, haben wir uns gefragt: „Darf man so einen Film überhaupt machen?“. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass man darf und dass der Film sogar außerordentlich gut ist. Der Film ist auf mehreren Ebenen sehr interessant. Einerseits ist das Thema des Films, Magersucht, eines der Themen, die in Deutschland immer noch sehr tabuisiert werden und über die nie wirklich gesprochen wird. Andererseits greift der Film auf eine aktuell sehr populäre Form der medialen Unterhaltung zurück, nämlich auf YouTube Tutorials. Die Akteurin dieses Tutorials gibt Tipps für Magersüchtige, wie diese noch mehr Gewicht verlieren können und macht gleichzeitig auf eine humorvolle Art, bei der man nicht weiß ob man überhaupt lachen darf, auf die bestehenden Vorurteile und Probleme der Magersucht aufmerksam. Das Zusammenspiel dieser Aspekte macht den Film zu einem so einmaligen Werk, dass wir Becky's Weightloss Palace hier, heute mit dem Preis der Jugendjury auszeichnen.

Lobende Erwähnungen der Jugendjury

Warum Schnecken keine Beine haben
Aline Höchli

2019, 10'44"

Begründung der Jugendjury
Bei diesem Film hat uns die Animation sehr gut gefallen, die nicht nur durch Liebe zum Detail, sondern auch Komplexität und Kreativität überzeugt. Der Film schafft es auf eine schöne und liebevolle Art und Weise, von unserer Gesellschaft zu erzählen und sie zu kritisieren, was als solches ein wichtiges Thema ist und uns auch am Herzen liegt. Dabei beeindruckt besonders, dass der Geist unserer Zeit, nur dem Geld hinterher zu rennen und dabei sich selbst und die Natur aus den Augen zu verlieren, auf den Punkt gebracht wird, ohne dabei den Fehler zu begehen, dass es zu einem moralischen Apell wird. Eine wunderbare Verarbeitung unseres momentanen Problems, mit einem Schluss, der nicht nur sehr berührt, sondern auch nachdenklich stimmt. Ich freue mich sehr, "Warum Schnecken keine Beine haben" mit einer lobenden Erwähnung auszeichnen zu dürfen.

Christy
Brendan Canty

2019, 14'17"

Begründung der Jugendjury
Eine lobende Erwähnung erhält auch Christy, ein Film aus Irland von dem Regisseur Brendan Canty über einen Arbeit suchenden jungen Mann ohne Schulabschluss. Trotz seiner rauen Sprache erzählt der Film liebevoll von der chaotischen Lebenssituation des Hauptdarstellers und seiner Unfähigkeit, sich bei einem Vorstellungs-gespräch für einen Hilfsjob zu behaupten. Alles scheint perspektivlos zu sein und dennoch spielen Zusammenhalt, Freundschaft und Verbindung eine große Rolle. Die Darsteller sind hauptsächlich Kinder und Jugendliche, sie schaffen eine berührende Atmosphäre und lassen den Zuschauer nachdenklich und ergriffen zurück.

ECFA Short Film Award

Der Preis besteht aus einer Nominierung für den ECFA Short Film Award 2021.

Un lynx dans la ville
Nina Bisiarina

2019, 6'48"

Begründung der Jury
Dieses Jahr geht der ECFA Short Film Award an einen Kurzfilm, der den Kindern Zugang zu einer universellen Geschichte darbietet in einer hohen künstlerischen Umsetzung mit einer tiefgehenden Bedeutung. Der Animationsstil ist frisch, minimal und gleichzeitig verspielt. Die Regisseur*in hat sehr viel Wert auf Details, Farbe und Gestaltung gelegt. Zwei Welten treffen aufeinander in einem magischen Moment und gehen wieder friedlich auseinander. Wir werden mitgenommen auf eine Reise, wo die Natur sich in der urbanen Welt wiederfindet und auf ungewöhnliche Neugier trifft. Ein Film der Empathie, Aufregung vermittelt und gleichzeitig kritisch auf den Umgang mit sozialen Medien eingeht.

1. MuVi Preis

dotiert mit 2.000 €
gestiftet vom SAE Institute Bochum

Eurydike (Kreidler)
Zaza Rusadze, Andreas Reihse

2020, 4'0"

Begründung der Jury
In der griechischen Mythologie tötet der Dichter Orpheus versehentlich seine Frau Eurydike, nachdem er sie aus dem Hades befreit hat. Oder war es gar kein Versehen, wie Klaus Theweleit in seinem Buch „Männerphantasien“ vermutet? Müssen (männliche) Künstler ihre (weiblichen) Musen begraben, um kreativ zu sein? Eurydike nähert sich der uralten Frage abstrakt, durch die rhythmische Aneinanderreihung assoziativer Bilder zu Kreidlers Musik. In Anerkennung der Leistung, ein hochkomplexes Thema in die Ästhetik eines 4-minütigen Videos zu übersetzen, verleiht die MuVi-Jury ihren Ersten Preis an Eurydike von Zaza Rusadze und Andreas Reihse.

2. MuVi Preis

dotiert mit 1.000 €
gestiftet vom SAE Institute Bochum

Introspektion (Oliver Huntemann)
Hamid Kargar

2019, 4'0"

Begründung der Jury
Hamid Kargars Video für Oliver Huntemanns „Tranquilizer“ ist das perfekte Beispiel dafür, wie man mit Sorgfalt und Vision aus den einfachsten Mitteln eine faszinierende Vielfalt an Effekten erzeugen kann. Die Wiederholung eines einzigen Gesichts, die sich konstant vorantreibend zum Beat von Huntemanns Techno abspult, erscheint in einer schier endlosen Folge visionärer Masken, von witzigen viktorianischen Reminiszenzen bis zu Lovecraft'schem Horror. Zudem nimmt das Video in seinen Mechanismen, von den ersten Bildern in zoetropischem Moiré an, subtil doch nachdrücklich die strukturellen Änderungen in Huntemanns Musik auf. Für die Form des Videos ebenso wie für die Zeichnungen selbst vergibt die MuVi-Jury ihren zweiten Preis an Introspektion.

Lobende Erwähnung der MuVi-Jury

Shadowbanned (Stephen Malkmus)
Jan Lankisch

2020, 3'30"

Begründung der Jury
Eine Lobende Erwähnung geht an Jan Lankischs Video für Stephen Malkmus‘ Shadowbanned, das uns auf einen unberechenbaren Ritt auf die wilde Seite des Internets mitnimmt. Shadowbanned ist spielerisch und aufregend und dabei gleichzeitig selbstreferentiell; ein vielschichtiges Kunstwerk, das einen auch nach dem X-ten Ansehen noch überrascht. Es ist außerdem ein Musikvideo, das seiner Zeit voraus ist - eine fröhliche Übung im In-Kontakt-Bleiben, ohne sein Umfeld persönlich zu sehen. In einer Zeit der körperlichen Distanzierung und der rein virtuellen Treffen ist ein Musikvideo wie Shadowbanned ein inspirierendes Beispiel dafür, wie man zusammen kreativ bleiben kann.

MuVi-Online Publikumspreis

ermittelt durch Abstimmung im Internet und dotiert mit 500 €
gestiftet vom SAE Institute Bochum

Wer sagt denn das? (Deichkind)
Timo Schierhorn, UWE

2019, 3'0"

Preisträger 2019

Großer Preis der Stadt Oberhausen
dotiert mit 8.000 €

I Got My Things and Left
Philbert Aimé Mbabazi Sharangabo
Ruanda/Schweiz 2018, 22 Min. 23 Sek., Farbe

Begründung:
Im Geiste der Kurzfilmtage - innovative, unkonventionelle Arbeiten zu fördern, die die Grenzen des Kinos als Medium in Frage stellen - haben wir uns entschieden, den Großen Preis der Stadt Oberhausen an einen Film von beeindruckender konzeptioneller wie emotionaler Freiheit und Kraft zu verleihen.
Inspiriert von dem Freigeist Dambudzo Marechera - eine ikonoklastische, grenzüberschreitende Schlüsselfigur der afrikanischen Literatur - wird ein Trauerprozess zum Auslöser von Selbstreflexion und Wandlung. Elegant zwischen den Sprachregistern wechselnd - von Poesie zu Performance, von Musik zum Tagebuch, von Realität zu deren cineastischer Interpretation -, wird diese profunde Meditation über Verlust und Vergänglichkeit zu einer Feier innerer Freiheit, auf menschlicher Ebene ebenso wie auf der Ebene der Kinosprache.

 

Hauptpreis
dotiert mit 4.000 €

ZOMBIES
Baloji
Belgien/DR Kongo 2019, 14 Min. 50 Sek., Farbe

Begründung:
Ein 14-minütiger Musik-Thriller über die digitale Zombifizierung in Kinshasa, Kongo, der sich mit den emotionalen und sozialen Kosten von Social Media beschäftigt und gleichzeitig in prachtvollen Bildern die pulsierende Subkultur der Stadt mit Tanzmusik und extravaganten, surrealen Kostümen feiert. Der Wechsel vom Nachtclub zum Friseursalon zum mit Plastik zugemüllten Fluss wird zu einer atemberaubenden Reise der Metamorphose, zum Soundtrack von Balojis futuristischen Afro-Beats. Ein aus Schwierigkeiten geborener Triumph.

 

e-flux-Preis
dotiert mit 3.000 €
Für eine herausragende Film- oder Videoarbeit, die eine neue Form für das poetische und elektrische Potenzial des bewegten Bildes im Zeitalter globaler Informationsflüsse findet.

L'Étoile de mer
Maya Schweizer
Deutschland 2019, 11 Min., Farbe und s/w

Begründung:
Eine geschickte Collage aus Clips und Sounds aus anderen Filmen, Texten und Wasseraufnahmen, hinterfragt dieser Film über Film die Glätte der Bilder, die sowohl vertraut als auch rätselhaft sein können.

 

Lobende Erwähnung der Internationalen Jury

IO
Art Union Marmelade
Russland 2018, 20 Min. 10 Sek., Farbe

Begründung:
Für seine außergewöhnliche Energie, sein ehrliches und scharfes Porträt der Komplexität junger Liebe und seinen herausragenden und ideenreichen Umgang mit der filmischen Sprache.

 

Erster Preis der Jury des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
dotiert mit 5.000 €

Elvis: Strung Out
Mark Oliver
Kanada 2018, 4 Min. 33 Sek., Farbe

Begründung:
Wir sehen den sich auf der Bühne verausgabenden Sänger, wir hören dazu den Tonmitschnitt der gesprochenen, müden Selbstrechtfertigung eines ständig unter Beobachtung und Drogen Stehenden - der hypnotisierende Basslauf von Mark Oliver treibt musikalisch weg vom Absturz hin zur Ekstase. Der Film lässt Elvis gegen Elvis antreten, mit minimalen Mitteln gelingt es ihm, die Lust des Publikums an Erniedrigung und Vergöttlichung aufeinander prallen zu lassen und so die popkulturellen Klischees um den King zu dekonstruieren. Der Mythos aber bleibt.

 

Zweiter Preis der Jury des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
dotiert mit 3.000 €

IO
Art Union Marmelade
Russland 2018, 20 Min. 10 Sek., Farbe

Begründung:
Drei Regisseure erzählen von drei Figuren in Sankt Petersburg, von ihrem Leben voller Intensität und Aggressivität. Die Kamera fragmentiert Figuren und Räume, drängt die Körper ins Off, begrenzt ihre Handlungsmöglichkeiten. Einzig die Gewalt scheint von einem Raum in den anderen zu führen, scheint die Räume verbinden zu können, zuletzt sogar die Filmfiktion selbst in Frage zu stellen. Dem Film gelingt eine genaue Zustandsbeschreibung, er ist Syndrom einer Gegenwart.

 

Lobende Erwähnungen der Jury des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

THE SOUND DRIFTS
Stefano Canapa
Frankreich 2019, 8 Min. 20 Sek., s/w
Begründung:
In einer kongenialen Zusammenarbeit überträgt Stefano Canapa die sonischen Magnetbandbearbeitungen des Avantgarde-Komponisten Jerôme Noetinger auf analoges Filmmaterial. Dadurch macht er das Nicht-Sichtbare sichtbar und beschenkt uns mit einer kinematographischen Erfahrung.

 

Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI-Preis)

Student Bodies
Ho Rui An
Singapur 2019, 26 Min. 30 Sek., Farbe

Begründung:
Ein intellektuell sorgfältig ausgearbeiteter Kurzfilm über die historischen Beziehungen Ostasiens zur westlichen Welt, in dem der Filmemacher Architektur, Denkmäler und Filmfragmente neu ausrichtet, so dass sie sein Thema visualisieren und sie uns gleichzeitig mit neuen Augen sehen lassen.

 

Preis der Ökumenischen Jury
dotiert mit 1.500 €

NoirBLUE - Deslocamentos de uma dança
Ana Pi
Frankreich/Brasilien 2018, 27 Min., Farbe

Begründung:
Von der Strahlkraft des alle Grenzen übersteigenden Himmels, der Sehnsucht und Melancholie des Raums von Nacht und Tag und allem dazwischen erzählt das leuchtende Blau, von der physischen Herausforderung, Schönheit, Eleganz und Verdrängung der Transformationen der blaue Tanz, von Identität, Zuhause, Heimat und Tränen die Stimme aus der blauen Tiefe des Herzens. Der Film NoirBLUE - Deslocamentos de uma dança variiert die poetische Auseinandersetzung mit Unterschieden und Variabilitäten deshalb um den Satz "I'm from all these places", niemals moralisierend, immer Brücken überschreitend und verbindend: Lass Schmerz und Verletzung der Vorfahren zurück, erhoffe den Segen derer, die nach dir kommen; die Blauheit der Liebe wird alle Grenzen übersteigen, wenn wir sind, was wir sein werden.

 

Lobende Erwähnung der Ökumenischen Jury

amelina
Rubén Guzmán
Argentinien 2018, 25 Min. 32 Sek., Farbe
Begründung:
Je tiefer Amelina "Coca" San Martín auf ihrem Lebenswegblick unterwegs ist, desto mehr Licht und Dunkel und Berge und Erbe und Sanftheit entdeckt sie. Doch Deuten wäre Eingrenzen, Erklären wäre Verwischen, statt zu bewahren, was geschenkt ist: "What it means? We will never know." Der Film amelina lässt sich voller Würde und Ruhe ein auf jahrtausendealte und jahresreiche Geschichte, auf die Vergangenheit in der Gegenwart, auf die Würde des Menschen im Blick auf eine Frau, auf die Würde eines Lebens im Blick auf die Kunst der Ahnen. Ein Film darüber, wie wir entstanden sind, wie klein unser Leben ist - und dadurch so groß. .

 

ZONTA-Preis für eine Filmemacherin aus dem Internationalen oder Deutschen Wettbewerb
dotiert mit 1.000 €

ALGO-RHYTHM
Manu Luksch
UK/Senegal 2018, 13 Min. 56 Sek., Farbe

Begründung:
Unsere anfälligsten Affekte werden über bequeme Smartphone-Apps abgefragt und ausgeforscht. Und für automatisierte Propaganda-Kampagnen und algorythmic electioneering wie im Zuge der Wahlen in den USA, Kenya und Nigeria und dem "Brexit"-Referendum nutzbar gemacht, um autoritäre, antidemokratische Politiken durchzusetzen.

 

Preis für den besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs
dotiert mit 5.000 €

ma nouvelle vie européenne
Abou Bakar Sidibé/Moritz Siebert
Deutschland 2019, 22 Min. 19 Sek., Farbe

Begründung:
Abou flüchtet aus Mali und kommt nach Deutschland. Über die Welten, die zwischen Kommen und Ankommen liegen, und davon, dass ein Heim noch lange nicht neue Heimat ist, berichtet ma nouvelle vie européenne. Ein Film, der sich und uns nicht zu viel verspricht: an Nähe und Empathie und an Gewissheit, dass alles gut ausgehen wird. Wie er aber aus der existenziellen Notisituation heraus die Kamera zum Medium der Reflexion wie auch der Selbstbehauptung macht, ist nicht nur ein politisch, sondern auch und vor allem ein filmisch bewundernswerter Akt.

 

3sat-Förderpreis
dotiert mit 2.500 Euro
Der Preis umfasst darüber hinaus das Angebot, den ausgezeichneten Beitrag zu erwerben und im 3sat-Programm zu präsentieren. 

Which Way to the West
Kristina Kilian
Deutschland 2019, 36 Min. 17 Sek., Farbe

Begründung:
Eine Film über eine Filmemacherin, die einen Film über ihre Auseinandersetzung mit Godards "Allemagne Neuf Zero" dreht: Das klingt ganz schön "meta, meta, meta" (um es mit Which Way to the West selbst zu formulieren). Ist es auch, ziemlich meta, aber als Verschränkung von Hommage, Selbstzweifel, Film- und Deutschlandrecherche erweist sich der Film auch als ganz schön komisch und als Suche, die wirklich ins Offene führt. Es ist eine große Stärke von Which Way to the West, dass der Film, dem Meta zum Trotz, nicht vor allem smart sein will. Erst das macht ihn klug.

 

Lobende Erwähnungen der Jury des Deutschen Wettbewerbs

A Return
James Edmonds
Deutschland 2018, 6 Min., Farbe
Begründung:
Auf der Tonspur Brandung, aber auch die 16-mm-Bilder branden: rasch, mal geisterhaft, mal in Überlagerungen, dann auch einfach und klar. Fenster, Pflanzen, ein brandender Strom der Formen, dessen Rhythmen uns mitgerissen haben.

Ada Kaleh
Helena Wittmann
Deutschland 2018, 14 Min. 23 Sek., Farbe
Begründung:
Wer hier wovon träumt, und warum auf Chinesisch, wird vielleicht nicht klar: Aber die Präzision der Tagträume in geschlossenen Räumen und die Sinne öffnenden Kameraschwenks, mit Bildern von drinnen und Tönen von draußen, erzeugt die schönsten Schwebezustände.

 

Preis für den besten Beitrag des NRW-Wettbewerbs
dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet von der NRW.Bank

RIAFN
Hannes Lang
Deutschland 2019, 30 Min., Farbe

Begründung:
Welch ein Prolog, den die anfängliche Engführung der Kamera in eine dunkle Unterführung bereithält. Wie von einer Mundhöhle verschluckt, werden wir von den prächtigen Cinemascope-Bildern in die grüne Weite der Alpen wieder ausgespuckt. Dieser Raumerfahrung wird ein vokaler und klanglicher Resonanzraum gegenüberstellt, in dem sich die vereinzelten Lockrufe der Hirten und das Läuten der Kuhglocken zu einer fantastischen Konversation zwischen Mensch, Natur und Vieh verdichten. Mit beeindruckender Präzision und Rhythmik macht Hannes Lang in RIAFN das Unfassbare mit dem Auge greifbar - in Bildern, die tatsächlich selbst nach der großen Leinwand "rufen".

 

Förderpreis des NRW-Wettbewerbs
dotiert mit 500 €, gestiftet von der NRW.Bank

O Catador sem Cabeça
Igor Shin Moromisato
Deutschland 2018, 14 Min. 30 Sek., Farbe

Begründung:
Dieser filmische Erzähler pflegt einen Traum, der sich aus Wünschen, Reue und Sehnsucht speist. Traumwandlerisch, erst blass, dann immer konturierter wird die Animation vom "Straßensammler ohne Kopf" auf nächtliche Stadtlandschaften, ihre Passanten und Schattenseiten projiziert. Dabei überspringen die autobiografischen Metropol-Erfahrungen die Zeit- und Bildebenen mit einer Leichtigkeit, die von der Raffinesse und Vielschichtigkeit ihrer Fusion zeugen. Igor Shin Moromisato schickt seinen aus brasilianischen und japanischen Kultur-Mythen zusammengesetzten O Catador sem Cabeça in ein prächtig farbintensives Kolorit der Nacht, von dem wir in Zukunft gerne noch mehr sehen wollen.

 

Lobende Erwähnung der NRW-Jury

El Peso del Oro
Yves-Maurice Itzek, Milosz Zmiejewski, Oscar Diaz
Deutschland 2019, 30 Min. 50 Sek., Farbe

Begründung:
Unsere Lobende Erwähnung geht an eine internationale Team-Produktion, die unter lebensgefährlichen Dreh-Bedingungen eine physische Erfahrung bereithält. Für eine Handvoll Goldstaub leisten die kolumbianischen Arbeiter untertage Schwerstarbeit. Dröhnende Bohrer, Schweiß und die klaustrophobische Enge der Schächte: El Peso del Oro folgt der Spur des Goldes und gräbt sich dabei tief in die Ausbeutung von Körper und Natur. Yves-Maurice Itzek, Milosz Zmiejewski und Oscar Diaz begeben sich auch räumlich ans unterste Ende der kapitalistischen Profit-Kette, und damit an die Wurzel eines globalen Problems. Das Gewicht des Goldes - es ist in Unzen gar nicht zu bemessen.

 

Preis der West ART-Zuschauerjury
dotiert mit 750 €, gestiftet von West ART

MIDAS oder die schwarze Leinwand
Hannah Dörr
Deutschland 2019, 15 Min., Farbe

Begründung:
Neben seiner inhaltlichen Aktualität und Relevanz besticht der Kurzfilm vor allem durch die außergewöhnlichen Szenenbilder. Schauspieler agieren zwischen zweidimensionalen Papierkulissen wie auf einer surrealen Bühne. Tableauhafte Szenen, die mit unseren digitalen Sehgewohnheiten brechen. Eine kluge, humorvolle und künstlerisch-skurrile Umsetzung eines Theaterstücks von Friedrich Dürrenmatt: Tolle Ausstattung, hervorragende Schauspieler und eine Story, die aktueller nicht sein könnte.

 

Preis der Kinderjury des Internationalen Kinderfilmwettbewerbs
dotiert mit 1.000 €, gestiftet von den Wirtschaftsbetrieben Oberhausen (WBO)

Aarambh (Der Anfang)
Sandeep Kumar Verma
Indien 2018, 20 Min., Farbe

Begründung:
In unserem Gewinnerfilm geht es um eine Frage, die wir uns auch alle schon gefragt haben. Nämlich was nach dem Tod passiert. Darüber erzählt der Film ganz viel und ist dabei immer spannend. Obwohl die Geschichte nicht immer fröhlich ist, hat der Film auch viele lustige Stellen. Und er ist gut gespielt. Weil wir das Thema des Films zwar sehr traurig, aber auch total wichtig finden, bekommt unseren Hauptpreis Aarambh von Sandeep Kumar Verma.

 

evo-Förderpreis der Kinderjury des Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs
dotiert mit 1.000 €, gestiftet von der Energieversorgung Oberhausen AG (evo)

De Jonge Jagers (Junge Jäger)
Iris Grob
Niederlande 2018, 17 Min. 6 Sek., Farbe

Begründung:
Unseren Gewinnerfilm fanden wir besonders gut, weil er uns so viel erklärt hat. Wir haben in dem Film gelernt, wo unser Essen herkommt. Wir essen alle gerne Fleisch, aber die Tiere werden in Käfigen gehalten und das ist eigentlich nicht richtig. Manche Szenen in dem Film waren zwar ein bisschen eklig, aber auch super spannend. Außerdem war es interessant die Familie im Film zu sehen.

 

Lobende Erwähnung der Kinderjury

Kosh bol (Der Abschied)
Karash Janyshov
Kirgisistan 2018, 15 Min., s/w
Begründung:
Unsere lobende Erwähnung bekommt ein Film, den wir erst einmal ziemlich traurig fanden. Es geht um zwei Jungen, denen es eigentlich gar nicht gut geht. Deswegen fanden wir es so toll, dass die beiden am Ende Freunde werden und sogar zusammen wegrennen. Außerdem hat uns gut gefallen, dass der Film schwarz weiß ist. Denn das passt gut zu der Geschichte.

 

Preis der Jugendjury des Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs
dotiert mit 1.000 €, gestiftet vom Rotary Club Oberhausen

Dunk
Sophie Martin
Frankreich 2018, 22 Min. 48 Sek., Farbe

Begründung:
Die Entscheidung, welchem Film wir unseren Preis verleihen, fiel uns überhaupt nicht leicht, denn uns haben alle Filme, die wir gesehen haben, beeindruckt. Entschieden haben wir uns letztlich für einen Film, bei dem einfach alles gestimmt hat und dem wir auch noch viel, viel länger hätten zuschauen können. Dass der Film es aber schafft, eine Geschichte, die auch eineinhalb Stunden füllen würde, in 20 Minuten zu erzählen, hat uns sehr beeindruckt.
Der Film vereint viele Themen: Fake friends, Diskriminierung und Vorurteile, sich in einer Gruppe beweisen zu müssen und vor allem Trauer. Dass man nach einem Verlust stark sein und sich mit seiner Trauer auseinandersetzen muss, erzählt der Film in Szenen, von denen viele bei uns hängen geblieben sind. Der tollen Hauptdarstellerin haben wir ihre Emotionen absolut abgenommen und konnten uns dadurch noch besser in die Geschichte hineinversetzen.
Außerdem finden wir es genau das richtige Zeichen, einen Film zu prämieren, in dem Mädchen die Heldinnen sind! Weil wir ihn beeindruckend, bewegend und fast schon magisch fanden, verleihen wir den Preis des Internationalen Jugendfilmwettbewerbs an Dunk von Sophie Martin.

 

Lobende Erwähnung der Jugendjury

Récit de soi
Géraldine Charpentier
Belgien 2018, 4 Min. 53 Sek., Farbe
Begründung:
Unsere lobende Erwähnung sprechen wir einem Film aus, der eine sehr persönliche Geschichte erzählt, aber dafür eine Form findet, die auch uns die Gefühle der Hauptfigur nachempfinden lässt. Dass es in dem Film um ein sehr komplexes Thema geht, wird im Animationsstil perfekt widergespiegelt. Der Film erzählt davon, wieviel Mut es kostet anders zu sein und behandelt damit eine internationale Thematik, was uns gut gefallen hat. Sich weder als Frau noch als Mann zu fühlen sollte als Normalität anerkannt sein, aber das ist es leider nicht. Weil er uns sehr berührt hat und wir hoffen, dass wir mit dieser lobenden Erwähnung zur Akzeptanz von Transgender beitragen können, verleihen wir sie an Récit de soi von Géraldine Charpentier.

 

ECFA Short Film Award

Bloeistraat 11
Nienke Deutz
Belgien/Niederlande 2018, 9 Min. 41 Sek., Farbe

Begründung:
Für das sensible Porträtieren einer Fragilität, die sich selbst in den engsten Banden der Kindheit zeigt, für ihre Reflexion in einer brillanten Kombination aus Animationsstilen, einem einfallsreichen Set Design und einer fesselnden Erzählung, für die klar und einfach umrissene, beinahe transparente Figurenzeichnung und die Illustration innigster Gefühle und komplexer Beziehungen, die vor scharfen, schmerzvollen und verstörenden Details bei einer Reifungserfahrung nicht zurückschreckt.

 

Prädikat der Ökumenischen Jury für einen Film im Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerb 
verbunden mit der Empfehlung an Matthias Film und das Katholische Filmwerk, diesen Film für ihre Filmarbeit anzukaufen

Carlotta’s Face
Frédéric Schuld/Valentin Riedl
Deutschland 2018, 5 Min., Farbe

Begründung:
Carlottas Welt ist durch eine physische Einschränkung gekennzeichnet: Die animierten Bilder dieses Kurzfilms illustrieren in bezaubernder Weise die eindrucksvolle Geschichte einer gesichtsblinden Frau, ihren Weg durch Schule und Leben, und nimmt dabei ihre Perspektive auf ihre Welt ein. Die Meisterleistung dieses würdevollen und unbefangenen Kurzfilms besteht darin, in dieser kunstvoll animierten Perspektive zugleich deren Unmöglichkeit durch das fehlende physische Selbstbild hervortreten zu lassen und sie dabei eben doch gelungen und liebevoll zu portraitieren, ohne durch bloßes Mitleid zu reduzieren. So lässt der Film seine Protagonistin als starke Frau sichtbar werden, die pragmatische Wege zu sich und den anderen findet und wählt als ihr Bild eine Blume, deren Blüte an ihre Frisur im realen Leben und an ihr Ausgeliefertsein in vielen Lebenssituationen erinnert – wie auch an Schönheit, Zartheit, Verletzbarkeit. Ein berührender Film über die Herausforderungen und scheinbaren Selbstverständlichkeiten der Konstruktion von Identität, Selbstbild, sozialer Begegnungen und Beziehungen. Der Film ist ein Kleinod, als das er die Bedeutung des Gesichts für unsere Kultur über Sprachbildern und Handy-Selfies bis hin zu Bilderverboten und Gottesbildern dekonstruiert, um sie gemeinsam neu aufbauen zu können.

 

1. MuVi Preis
dotiert mit 2.000 Euro

Aérea Negrot, Simon*e Paetau für Trying to Forget You
(Aérea Negrot)

Deutschland 2019, 7'56'', Farbe

Begründung:
Was uns sofort ins Auge fiel, war die Gegenüberstellung einer Proklamation, dass "wir uns nicht auslöschen lassen", mit dem Ausdruck "versuch einfach zu vergessen". Beides drückt eine Autonomie der Erinnerung aus, die mit dem allgemeinen Gefühl der Ermächtigung in dem Video zusammenspielt, wobei all das mit dem gleichen Maß an konfrontativer Energie und Schönheit dargestellt wird.

 

2. MuVi Preis
dotiert mit 1.000 Euro

Nützliche Katastrophen (Die Goldenen Zitronen)
Schorsch Kamerun, Mense Reents, Timo Schierhorn
Deutschland 2018, 3 Min. 45 Sek., Farbe

Begründung:
Was wir ebenfalls an Trying to Forget You schätzten, war die Tatsache, dass es sowohl instinktiv als auch humorvoll ist, beides Eigenschaften, die man im heutigen politischen Klima braucht. Zudem sind es Eigenschaften, die auch unser für den zweiten Preis ausgewähltes Video hat - ein Video, das uns durch die Dringlichkeit ansprach, mit der es institutionelle und politische Macht hinterfragt, geschildert in einem visuellen Narrativ, das ebenso kraftvoll wie spielerisch ist.

 

MuVi-Online Publikumspreis
ermittelt durch Abstimmung im Internet und dotiert mit 500 €

Blitze (Donna Regina)
Céline Keller
Deutschland 2019, 2'57", Farbe und s/w

 

Die Kurzfilmtage danken den MuVi-Partnern 2019:
3sat
coolibri
Goethe Institut
Intro
kultur.west
netpoint media

Wettbewerbsauswahl 2019

Ägypten
Fe el Sura (In Frame), Dana Enani, 2018, 18'57'', Internationaler Wettbewerb

Argentinien
amelina, Rubén Guzmán, 2018, 25'32'', Internationaler Wettbewerb
Caída (Fall), Melisa Aller, 2019, 03'11'', Internationaler Wettbewerb

Australien
All These Creatures, Charles Williams, 2018, 13'03'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
China Not China, Richard Tuohy/Dianna Barrie, 2018, 14'10'', Internationaler Wettbewerb

Belgien
Aléas, Maud Girault, 2019, 29'08'', Internationaler Wettbewerb
Perfect Cut, Sirah Brutmann/Eitan Efrat, 2018, 08'20'', Internationaler Wettbewerb
Provence, Kato De Boeck, 2018, 21'53'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Récit de soi, Géraldine Charpentier, 2018, 04'53'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Belgien/Demokratische Republik Kongo
ZOMBIES, Baloji, 2019, 14'50'', Internationaler Wettbewerb

Belgien/Frankreich/Schweiz
Le Dernier jour d'automne, Marjolaine Perreten, 2019, 07'20'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Belgien/Niederlande
Bloeistraat 11, Nienke Deutz, 2018, 09'41'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Bolivien
Bocamina, Miguel Hilari, 2018, 22'03'', Internationaler Wettbewerb

Brasilien
Elzo, Suzana Botosi, 2018, 03'17'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Chile
Sobre cosas que me han pasado, José Luis Torres Leiva, 2018, 15'00'', Internationaler Wettbewerb

China
Dream Delivery, Zheng Yuan, 2018, 09'08'', Internationaler Wettbewerb
Sky City, Zhong Su, 2019, 09'44'', Internationaler Wettbewerb

Deutschland
A Return, James Edmonds, 2018, 06'00'', Deutscher Wettbewerb
Ada kaleh, Helena Wittmann, 2018, 14'23'', Deutscher Wettbewerb
Ascona, Julius Dommer, 2019, 18'00'', NRW-W
Bienville Parish, Arthur Brux, 2018, 12'50'', NRW-W
Blitze, Céline Keller, 2019, 02'57'', MuVi-Preis

Bloody Mary - Song of the South Seas, Ming Wong, 2018, 05'26'', Deutscher Wettbewerb
Brand, Jan Köster/Alexander Lahl, 2019, 05'18'', Deutscher Wettbewerb
Dear Deer, Endre Aalrust, 2019, 19'21'', Deutscher Wettbewerb
DREI, Engin Kundag, 2018, 07'48'', NRW-W
Dürrenwaid 8, Ines Christine Geißer/Kirsten Carina Geißer, 2018, 06'50'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

El Peso del Oro, Yves Itzek/Oscar Diaz/Milosz Zmiejewski, 2019, 30'50'', NRW-W
Faxen, Lisa Domin, 2018, 08'06'', NRW-W
FragMANts, Art Collective Neozoon, 2019, 05'26'', Deutscher Wettbewerb
Ghosting (The Phantom), Christine Gensheimer, 2018, 03'40'', NRW-W
Grand Hotel Establishment, Ela Mergels, 2018, 01'31'', MuVi-Preis

Kato, Julius Wiege, 2019, 13'35'', NRW-W
L´Étoile de Mer, Maya Schweizer, 2019, 11'00'', Deutscher Wettbewerb/Internationaler Wettbewerb
l'inverno, Gurli Bachmann, 2018, 05'57'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Lost in Translation, Svenja Voß, 2019, 08'08'', MuVi-Preis
ma nouvelle vie européenne, Abou Bakar Sidibé/Moritz Sieber, 2019, 22'19'', Deutscher Wettbewerb

MIDAS oder die schwarze Leinwand, Hannah Dörr, 2019, 15'00'', NRW-W
Musterhaus, Christine Gensheimer, 2018, 03'03'', MuVi-Preis
my own kind, Mirjam Khera, 2019, 15'00'', Deutscher Wettbewerb
Nation of Defect, Klaus Erika Dietl/Stephanie Müller, 2019, 02'52'', MuVi-Preis
Nützliche Katastrophen, Schorsch Kamerun/Mense Reents/Timo Schierhorn, 2018, 03'45'', MuVi-Preis

O Catador sem Cabeça, Igor Shin Moromisato, 2018, 14'30'', NRW-W
Oro Blanco, Gisela Carbajal Rodriguez, 2018, 23'53'', Deutscher Wettbewerb
Ösen-Tösen, Anna Christine Wagner, 2018, 02'30'', NRW-W
Panda Moonwalk or Why Meng Meng walks backwards, Kerstin Honeit, 2018, 08'02'', Deutscher Wettbewerb
performing monuments, Katrin Winkler, 2018, 15'07'', Deutscher Wettbewerb

RGB, Jens Pecho, 2019, 03'33'', Deutscher Wettbewerb
RIAFN, Hannes Lang, 2019, 30'00'', NRW-W
sad boyz get high, Jovana Reisinger, 2018, 19'32'', Deutscher Wettbewerb
Schuld, Dietrich Brüggemann, 2019, 04'00'', MuVi-Preis
shadow on railing, Jeayoung Koh, 2018, 05'36'', NRW-W

Sollten Behinderte Bioeier kaufen?, Nikolas Müller, 2018, 08'42'', MuVi-Preis
Stadt-Gegenstadt, Arne Schmitt, 2018, 15'45", Deutscher Wettbewerb
Stilluntitled - way of listening, Yuyen-Lin-Woywod, 2018, 10'47", Deutscher Wettbewerb
Stories / Cairo Wonk / Ballache Mansions, Konrad Hirsch, 2018, 03'33'', MuVi-Preis
Subdivision, Markus S. Fiedler, 2018,03'16'', MuVi-Preis

the lord loves changes, it's one of his greatest delusions, Annika Kahrs, 2018, 15'48", Deutscher Wettbewerb
The Magical Dimension, Gudrun Krebitz, 2018, 07'06", Deutscher Wettbewerb
Trying to Forget You, Simon*e Paetau/Aérea Negrot, 2019, 07'56'', MuVi-Preis
Телёнок и носорог/Telyonok i nosorog (The Calves), Bela Bulgakova, 2019, 10'39'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Which Way to the West, Kristina Kilian, 2019, 36'17", Deutscher Wettbewerb
ziyaret, Aykan Safoğlu, 2019, 12'30", Deutscher Wetbewerb

Deutschland/Argentinien
Boom, Leyla Rodriguez, 2018, 06'34'', Deutscher Wettbewerb

Deutschland/Lettland
Transformation Scenario, Clemens von Wedemeyer, 2018, 20'00", Deutscher Wettbewerb

Deutschland/Niederlande
Souvenir, Miriam Gossing/Lina Siekmann, 2018, 20'50", Deutscher Wettbewerb

Deutschland/Polen
STAR Volume 2, Mikolaj Sobczak, 2018, 10'33", Deutscher Wettbewerb

Finnland
Ei ainoastaan intohimosta, Johanna Lecklin, 2018, 12'03'', Internationaler Wettbewerb
Etäisyyden monumentti, Azar Saiyar, 2018, 07'00, Internationaler Wettbewerb
Sakke, Anssi Kasitonni, 2018, 08'15'', Internationaler Wettbewerb

Finnland/Großbritannien
The Stroker, Pilvi Takala, 2019, 15'00'', Internationaler Wettbewerb

Frankreich
Dunk, Sophie Martin, 2018, 22'48'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Dormir, Mathilde Roy, 2018, 04'04'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Gronde Marmaille, Clémentine Carrié, 2019, 14'47'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Je sors acheter des cigarettes, Osman Cerfon, 2018, 13'35'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
L'Oiseleuse, Hayoun Kwon, 2019, 06'49'', Internationaler Wettbewerb

Mon papi s'est caché, Anne Huynh, 2018, 07'11'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
THE SOUND DRIFTS, Stefano Canapa, 2019, 08'20'', Internationaler Wettbewerb

Frankreich/Belgien
Grand loup & petit loup, Rémi Durin, 2018, 14'00'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Le Chat qui pleure, Alain Gagnol/Jean-Loup Felicioli, 2018, 08'37'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Frankreich/Brasilien
NoirBLUE - Deslocamentos de uma Dança, Ana Pi, 2018, 27'00'', Internationaler Wettbewerb

Frankreich/Polen
Twe Królestwo, Agata Lopko, 2018, 28'07'', Internationaler Wettbewerb

Großbritannien
A Different Category, Linnéa Haviland, 2018, 05'11'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Haruspex, Susannah Gent, 2019, 03'50'', Internationaler Wettbewerb
Janet, Who Fell from the Sea, Isabel Greenberg, 2018, 05'13'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Vertical Shapes in a Horizontal Landscape, Mark Jenkin, 2018, 05'00'', Internationaler Wettbewerb

Großbritannien/Senegal
ALGO-RHYTHM, Manu Luksch, 2018, 13'56'', Internationaler Wettbewerb

Indien
Aarambh, Sandeep Kumar Verma, 2018, 20'00'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
F(X), Naveen Padmanabha, 2019, 25'18'', Internationaler Wettbewerb

Iran
Gaav -e- Amricaei, Fatemeh Tousi, 2018, 14'34'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Italien
La gita, Salvatore Allocca, 2018, 15'12'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Japan
Yi Ru Wang Chang (Pickle Plum Parade), Sasaki Eri, 2019, 03'44', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Kanada
47 Storeys, Monique Moumblow/Paul Litherland, 2019, 11'15'', Internationaler Wettbewerb
Elvis: Strung Out, Mark Oliver, 2018, 04'33'', Internationaler Wettbewerb
Ice Spider, Cheryl Rondeau, 2018, 03'10'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
TV, Richard Reeves, 2018, 02'00'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Kirgisistan
Kosh bol, Karash Janyshov, 2018, 15'00'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Kolumbien
3pies, Giselle Geney, 2018, 13'59'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
El Corral, Alfredo Marimon/Angie Daniela López Moreno, 2019, 22'01'', Internationaler Wettbewerb
El tamaño de las cosas, Carlos Felipe Montoya, 2018, 12'00'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Kosovo
Ajo, More Raça, 2018, 12'27'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Kroatien
3. rujna 2015, Sara Jurinčić, 2018, 08'45'', Internationaler Wettbewerb
Još jedan odlazak, Renata Poljak, 2018, 11'11'', Internationaler Wettbewerb
Krila za krokodila, Ivana Guljasevic Kuman, 2018, 05'00'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Pužić slikar, Manuela Vladić-Maštruko, 2018, 07'38'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Udahnut život, Ivana Bošnjak/Thomas Johnson, 2019, 12'15'', Internationaler Wettbewerb
U ime Republike Hrvatske, Goran Dević, 2019, 33'33'', Internationaler Wettbewerb

Libanon
Lafhat Shams (Sun Rave), Roy Samaha, 2018, 11'00'', Internationaler Wettbewerb

Niederlande
Cycle, Sophie Olga de Jong/Sytske Kok, 2018, 02'15'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
De Jonge Jagers, Iris Grob, 2018, 17'06'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Norwegen
Myrhull, Torfinn Iversen, 2018, 13'26'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Österreich/Frankreich
60 Elephants. Episodes of a Theory., Sasha Pirker/Michael Klein, 2018, 22'00'', Internationaler Wettbewerb

Österreich/Italien
Sabaudia, Lotte Schreiber, 2018, 24'00'', Internationaler Wettbewerb

Österreich/Kanada
The Shepherd, Kim Kielhofner, 2018, 6'15'', Internationaler Wettbewerb

Philippinen
Basura, Roberth Fuentes, 2018, 05'52'', Internationaler Wettbewerb/Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Polen
Nadchodzą zimni ogrodnicy, Urszula Palusińska, 2018, 18'56'', Internationaler Wettbewerb

Portugal
O Mar Enrola na Areia, Catarina Mourão, 2018, 15'58'', Internationaler Wettbewerb

Ruanda/Schweiz
I Got My Things and Left, Mbabazi Sharangabo Philbert Aimé, 2018, 22'23'', Internationaler Wettbewerb

Russland
Pugovitca, Aleksandr Kim, 2018, 07'43'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
IO (Syndrome IO), Art Union Marmelade: Anastasia Braiko/Egor Sevastyanov/Anastasia Veber, 2018, 20'10'', Internationaler Wettbewerb

Russland/Belarus/USA
On Pridet (Arrival), Alina Nasibullina, 2019, 14'33'', Internationaler Wettbewerb

Schweden
Bror, Isabella Carbonell, 2018, 14'27'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
her master's voice, Cecilia Lundqvist, 2018, 01'47'', Internationaler Wettbewerb
Stamnätet, Clara Bodén, 2018, 04'45'', Internationaler Wettbewerb
Swêdî, Sosi Chamoun, 2018, 05'00", Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Schweden/Ägypten
Balbalah (betalpha), Mohamed A. Gawad, 2018, 05'19'', Internationaler Wettbewerb

Schweiz
Braises, Sarah Rothenberger/Estelle Gattlen, 2018, 06'33'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Membran, Max Philipp Schmid, 2019, 13'55'', Internationaler Wettbewerb

Singapur
Student Bodies, Ho Rui An, 2019, 26'30'', Internationaler Wettbewerb

Spanien
Zapatos de tacón cubano, Julio Mas Alcaraz, 2019, 17'33'', Internationaler Wettbewerb

Südafrika/Simbabwe
Scenes from a Transient Home, Roger Horn, 2019, 13'09'', Internationaler Wettbewerb

Südkorea
Squirtle, Hujung Kim, 2018, 08'28'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Taiwan
Yi Ru Wang Chang (As Usual), Liu Kuan-Wen, 2018, 06'48'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
Hu fu de niu-niu wei er li (The Horrible Thirty: Me, My Father and Richard the Tiger), Rina Tsou, 2018, 20'00'', Internationaler Wettbewerb

Tschechien
Alula, Kaveh Daneshmand, 2018, 09'08'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Ungarn
Broken Things, Gyulai Panni, 2018, 10'00'', Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

Ukraine
Kolir fasadu: syniy (Facade Colour: Blue), Oleksiy Radynski, 2019, 22'00'', Internationaler Wettbewerb

USA
Edge, Steven Subotnick, 2019, 03'15'', Internationaler Wettbewerb
Evelyn, Nina Yuen, 2019, 06'11'', Internationaler Wettbewerb

Kataloge

Festivalkatalog 2020

Der Festivalkatalog 2020 steht Ihnen hier als Download-PDF zur Verfügung.

 

Festivalkatalog 2019

Der Festivalkatalog 2019 steht Ihnen hier als Download-PDF zur Verfügung oder sie können ihn für 10 € (inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten) bei uns bestellen.

 

Trailer 2020

Pressestimmen

Jedes Jahr wird über unser Festival berichtet. Hier sammeln wir wichtige Stimmen zum Festival.

2020

Festival

Aber selbst in der Einsamkeit des eigenen Wohnzimmers war diese 66. Oberhausen-Ausgabe reich und fesselnd.
Écran Noir, Frankreich, 4. Juni 2020
http://ecrannoir.fr/blog/blog/tag/oberhausen/

Nichts hat man in dieser entsagungsvollen Zeit aber nötiger als die schwelgerische Opulenz solch grandioser Kurzfilme.
Frankfurter Rundschau, 13. Mai 2020
https://www.fr.de/kultur/tv-kino/kurzfilmtage-schwelgerische-schoenheit-13760272.html

Ich war überwältigt von der Bandbreite des internationalen Programms mit seiner schwindelerregenden, oft undifferenzierten, Mischung aus Dokumentarfilm, Animation, narrativen Filmen und formalen Experimenten.
Bright Lights Film Journal, USA, 22. Mai 2020
https://brightlightsfilm.com/rose-is-a-rose-the-2020-international-short-film-festival-oberhausen/

Eine der stärksten Ausgaben der letzten Zeit.
Cineaste, USA, August 2020
https://www.cineaste.com/fall2020/oberhausen-international-short-film-festival-2020?fbclid=IwAR0SrNL7k0Mbxn0g2WA51UJTrgLfKjGSYhlOD6Em9y7MSd9ZKgI2e-slfSo

Die beiden wichtigsten Preise repräsentieren in diesem Jahr sehr gut die Bandbreite an filmischen Formen, für die Oberhausen mit seinem notwendigerweise kleinteiligen Programm traditionell steht.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Mai 2020

Die Onlineausgabe versorgt nicht nur jene, die jedes Jahr treu nach Oberhausen pilgern, sondern bietet auch die Chance, ein größeres Publikum für Experimentalfilmkunst zu begeistern.
Süddeutsche Zeitung, 18. Mai 2020
https://www.sueddeutsche.de/kultur/kurzfilmtage-oberhausen-laptop-statt-leinwand-1.4910473

Trotz des stärkeren Gefühls der Ortlosigkeit waren Oberhausens unbestreitbare Bandbreite und atemlose Offenheit für ganz verschiedene künstlerische Handschriften und Themen – von Kinder- und Künstlerfilmen zu Musikvideos und Web-Serien – nach wie vor eine nützliche Erinnerung an seinen andauernden Status als eines der wichtigsten Festivals seiner Art.
The Brooklyn Rail, USA, Juli/August 2020
https://brooklynrail.org/2020/07/film/Its-Alive-Its-Alive

Eine Heterogenität, die […] immer wieder überraschend die immense Kreativität jenseits des Mainstreams unterstreicht.
epd film, Juli 2020

[D]er Kurzfilm [ist] wie kaum eine Filmgattung sonst fürs Netz geeignet: Nicht nur entspricht er mit seiner Knappheit den Sehgewohnheiten besonders jüngerer Zuschauerinnen und Zuschauer, er ist im Gegensatz zu abendfüllenden Spielfilmen auch viel weniger Restriktionen unterworfen, was die Auswertungsfenster betrifft.
Spiegel Online, 13. Mai 2020
https://www.spiegel.de/kultur/kino/kurzfilmtage-oberhausen-neustart-im-netz-a-4328a618-c4f5-446a-a78b-af589dff4b94

[W]as die Kurzfilmtage da online präsentieren, ist keine notdürftige Alternative zu einem Festival, sondern ein komplettes Onlinefestival.
die tageszeitung, 13. Mai 2020
https://taz.de/Virtuelle-Kurzfilmtage-Oberhausen/!5681873&s=kurzfilmtage/

Oberhausen aber ist kein Festival als Museum. Es ist vielmehr in radikaler Weise für die Gegenwart offen.
Cargo, Juni 2020

Die Kurzfilmtage Oberhausen gehören zweifellos zu den sympathischsten und internationalsten Filmfestivals im deutschsprachigen Raum.
ray Filmmagazin, Österreich, Mai 2020
https://ray-magazin.at/filmtherapie-aus-oberhausen/

Die erste Onlineausgabe der Kurzfilmtage Oberhausen geriet zum Erfolg. Passenderweise ging es in den Filmen um Grenzerfahrungen und die Freuden des Alleinseins.
Der Standard, Österreich, 19. Mai 2020
https://www.derstandard.at/story/2000117586756/online-festival-von-oberhausen-einmal-um-die-ganze-welt

Überhaupt ist es die Verbindung von Poesie und Gesellschaftsanalyse, die immer schon die Kompetenz der Kurzfilmtage ausmachte.
Neues Deutschland, 20. Mai 2020
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1136905.meereswellen-und-harnwegsinfektionen.html?sstr=kurzfilmtage

Eine Feier filmischer Visionen, Stimmen und Spektakel, die mit dem Neuen und Allerneusten verblüfft.
https://scratch-utopia.blogspot.com/, 19. Juni 2020

Die 66. Kurzfilmtage waren durchaus eine schöne, aber vor allem eine wichtige Erfahrung, machten sie doch schmerzhaft bewusst, wieso sie im nächsten Jahr wieder in den Kinosälen Oberhausens stattfinden müssen. Dann auch gerne wieder mit der ästhetischen Kraft einer inspirierenden Kuration, aber unbedingt mit der politischen Kraft der Filme.
critic.de, 19. Mai 2020
https://www.critic.de/special/architektur-der-unsicherheit-kurzfilmtage-oberhausen-2020-4400/

Das ungewöhnliche Format des diesjährigen Festivals passte erstaunlich gut zu seiner Auswahl an Experimentalfilmen.
https://fipresci.org/report/long-distance-short-films/, Mai 2020

Schon lange war der Community „Oberhausen“ eher eine Metapher für eine bestimmte Kultur des Bewegtbilds als ein Ort auf der Landkarte. Die Gelegenheit, sich das Programm online anzusehen, wurde von fast 100 Ländern aus genutzt.
Frankfurter Rundschau, 20. Mai 2020
https://www.fr.de/kultur/tv-kino/oberhausen-entspannte-endzeit-ausserirdischem-13769135.html

Die Filme der Kurzfilmtage erinnern immer wieder aufs Neue daran, dass jedes Element, aus dem Filme bestehen: der Ton, das Bild, die Texteinblendungen, die Erzählstimme, in der Lage ist, tragend zu werden für einen Film, im filmischen Alltag aber allzu oft dazu verdammt ist, sein Potenzial zu verschlafen.
die tageszeitung, 13. Mai 2020
https://taz.de/Virtuelle-Kurzfilmtage-Oberhausen/!5681873&s=kurzfilmtage/

[Dem Festival] gelang es, seine 66. Ausgabe vom 13. bis 18. Mai kreativ und technisch hervorragend online zu realisieren.
De Culto Magazine, Spanien, 7. Juni 2020
https://www.decultomagazine.com/2020/06/07/un-mundo-nuevo-e-irreversible/

Internationaler Wettbewerb

Die größte Meisterwerkdichte bot der Internationale Wettbewerb.
Neues Deutschland, 20. Mai 2020

Der Wettbewerb verweigerte sich entschlossen dem Ansatz, einfach eine Auslese der „besten“ Kurzfilme der letzten Monate zu sein (das heißt der Filme, die schon überall gelaufen sind) und brachte stattdessen eine vielgestaltige und aufregende Mischung seltsamer und außergewöhnlicher Filme zusammen, mischte konzeptionelle Dokumentarfilme, Videoinstallationen, experimentelle Essays und radikale formale Studien.
Écran Noir, Frankreich, 4. Juni 2020
http://ecrannoir.fr/blog/blog/tag/oberhausen/

Verleiher

Ein großer Bonus des Festivals war sein Schaufenster für auf experimentelle Filme spezialisierte Verleiher (darunter Namen wie LUX, Light Cone und Sixpack). Sie sind nicht nur für Kuratoren und Programmmacherinnen nützlich, sondern bieten, in diesem besonderen Kontext, eine Chance für Cinephile, einen Blick auf wichtige Kataloge zu werfen.
https://www.filmsinframe.com/en/oberhausen-2020/, Rumänien, 27. Mai 2020

Kinder- und Jugendkino

Die generelle Bereitschaft, das auch schon in jungen Jahren ziemlich anstrengende, komplizierte und an Widersprüchen reiche Leben anzunehmen, prägte das Oberhausener Filmprogramm für junge Zuschauer*innen ganz entscheidend.
kinder-jugend-filmportal.de, 31. Mai 2020
https://www.kinder-jugend-filmportal.de/festivals/leben-lohnt-sich-trotz-allem.html

Profile - Susannah Gent

Gent, eine Tierpräparatorin, versteht, dass, wie ein von Barthes beschriebenes Foto, der ausgestopfte Kadaver und das darstellende Bewegtbild sowohl als Transgression des Todes wie als Memento mori fungieren – eine Erinnerung an seine Unentrinnbarkeit.
https://scratch-utopia.blogspot.com/, 19. Juni 2020

Blog

[E]in üppig bestücktes Forum mit Debatten und Videobriefen aus aller Welt.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 24. April 2020

Oberhausen hat mit dieser Kommissions-Serie [Kann und muss man jetzt Filme machen?] den bestechenden Beweis geliefert, dass Filmemachen genau die richtige Form ist, über das Leben nachzudenken, und dem Essay eine überzeugende Vitalimpfung verpasst. Wenn was nach Corona bleiben soll, dann bitte diese denkerische Form der Leichtigkeit.
https://www.artechock.de/film/text/artikel/2020/05_14_oberhausen_kurzessays.html, 14. Mai 2020

2019

Die Organisationsform eines Filmfestivals nähert sich hier dem Prinzip der Großausstellung im Kunstbetrieb.
Der Standard, Österreich, 7. Mai 2019

Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen sind weltberühmt für ihre herausragende Programmarbeit […]
Film Comment, USA, 10. Juni 2019

Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen gelten als das älteste Kurzfilmfestival der Welt und sie müssten gerade eigentlich auch das relevanteste Filmfestival der Welt sein. Sie haben das Potenzial dazu.
Süddeutsche Zeitung, 8. Mai 2019

Tage des Glücks.
filmdienst, 10. Mai 2019

Die Oberhausener Kurzfilmtage geben sich geschichtsbewusst – und feiern eine aufregende Moderne.
Frankfurter Rundschau, 7. Mai 2019

Dass es bei den Oberhausener Kurzfilmtagen zahlreiche klug zusammengestellte Programme zu sehen gibt, ermöglicht dem Besucher, lauter in der ganzen Welt entstandene Filme zur Kenntnis zu nehmen, die ihm ansonsten mit Sicherheit entgehen würden.
Junge Welt, 10. Mai 2019

Die zweite Stärke dieses Festivals ist, dass es der Gegenwart immer eine Kurzfilmlänge voraus ist. In der Zusammenschau der Filme, in den Diskussionen über das Programm und in sorgfältig kuratierten themenübergreifenden Diskussionspodien begegnet man den Diskursen von Morgen und Übermorgen.
artechock, 9. Mai 2019

Handschriften sollen nicht verfließen, sondern nebeneinanderstehen, das ist in Oberhausen schon lange so.
epd film, Juni 2019

Ein Wirbelwind der Bilder, Erfahrungen und Ideen.
Gravity was everywhere back then (Blog), Juni 2019

Spätestens hier deutet sich eine fröhlich produktive Fehlerkunde als (persönliches) Leitmotiv des Festivals an, das freilich unterschiedliche Tonarten durchzieht.
taz, 9. Mai 2019

„Im Zeitalter des Niedergangs des Kinos als einer Versammlung in einem dunklen Raum vor einer Leinwand ist Oberhausen etwas sehr besonderes. Es gibt sehr wenige Veranstaltungen wie diese, vielleicht keine. Es ist sehr unschuldig.“
Mark Oliver, Regisseur, zitiert in Süddeutsche Zeitung, 8. Mai 2019

Dieses Kurzfilmfestival offerierte pointierte Sozialkritik.
Neues Deutschland, 10. Mai 2019

So wirken die Kurzfilmtage Oberhausen mit ihrer großen Bandbreite an Experimentellem und Narrativem, Ernstem und Albernem, Wichtigem und Läppischen wie eine Toleranzfabrik.
critic.de, 9. Mai 2019

Wieder einmal erwiesen sich die Sonderprogramme des Festivals als umfassend recherchiert und als höchst bemerkenswert, was die Wiederentdeckung der alten Titel angeht.
desistfilm.com, Peru, 16. Mai 2019

Was Oberhausen einmalig und den regelmäßigen Besuch dort unverzichtbar macht, sind […]  die Filme selbst und ihre Macher.
artechock, 9. Mai 2019

Die Narration ist in Oberhausen nur ein mögliches Element filmischer Gestaltung neben Bild, Ton, Schnitt oder anderen. Vier oder fünf Tage Experimentalfilme pusten den Kopf gehörig durch.
filmdienst, 10. Mai 2019

Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen sind Deutschlands wichtigstes Festival dieser Art.
epd film, Juni 2019

Künstlerisch gesehen war es ein gutes Jahr in Oberhausen: Das älteste Kurzfilmfestival der Welt punktete auch 2019 mit Vielfalt, die von experimentellen Arbeiten über Dokumentarfilm bis hin zur Animation reichte.
Ray online, Österreich, Mai 2019

Positiven Eindruck hinterließ die beinahe durchgängig gute Qualität der Programme im Deutschen Wettbewerb.
filmdienst, 10. Mai 2019

Für die größte und nachdrücklichste Überraschung sorgten […] zwei junge afrikanische Filmemacher, deren Heimatländer bisher noch auf keinem Globus der Filmkunst markiert waren. Digitale Vernetzung und der vergleichsweise geringe kommerzielle Druck machen den Kurzfilm eben zum nahezu universalen Ausdrucksmittel.
WAZ, 8. Mai 2019

Andere

Thema

Seit den 1990er Jahren ein zentraler und erfolgreicher Teil des Profils der Kurzfilmtage ist das Thema, ein umfangreiches Programm zu jährlich wechselnden Fragestellungen.

2019

Die Sprache der Verlockung:
Trailer zwischen Werbung und Avantgarde

Trailer stehen fur eine einzigartige Filmsprache, teils Werbung, teils Zusammenfassung, die nötigt, verdichtet und erklärt, um dem Publikum Zeit und Geld fur den beworbenen Langfilm zu entlocken. Dieses Programm fragt, welche Erkenntnisse sich aus einer Untersuchung von Trailern als eigenständige Arbeiten ergeben. Was macht ihre besondere filmische Sprache aus? Wie hat sie sich mit der Entwicklung der Filmindustrie verändert? Wie haben Künstlerinnen und Künstler Form und Material von Trailern für sich genutzt?

Die Kuratorin Cassie Blake und der Kurator Mark Toscano vom Filmarchiv der Academy of Motion Picture Arts and Sciences haben acht Programme mit Dutzenden von Kunstlerfilmen und fast 100 Trailern von den 1920er Jahren bis heute zusammengestellt. Die Trailer, von Metropolis bis Jaws 3-D sowie eine Reihe selten gezeigter Kopien, werden im Originalkontext betrachtet. Dazu kommen Arbeiten von Künstler*innen, die sich ganz unterschiedlich mit Form und Material von Trailern auseinandersetzen, darunter Werke von Damon Packard und Chris Langdon sowie Filme von Peggy Ahwesh, Stan Brakhage, Apichatpong Weerasethakul, Martha Colburn und vielen anderen.

Das Thema 2019 warf einen genauen Blick auf ein einzigartiges und sich konstant veränderndes Genre und untersuchte die historischen, ästhetischen und sozialen Kontexte von Trailern, deren filmische Sprache zwar formbar, aber dennoch immer wiedererkennbar geblieben ist.

Profile

In den Profilen stellen die Kurzfilmtage traditionell herausragende Filmemacherinnen und Filmemacher vor, die sich z.T. über Jahrzehnte hinweg mit der kurzen Form beschäftigt haben.

2020

Susannah Gent
In ihren Arbeiten lotet die britische Filmemacherin und Künstlerin das Unheimliche aus, illustriert das Unbewusste, Geister, Wahnvorstellungen. Die Kurzfilmtage haben seit 2017 wiederholt Gents Filme gezeigt, erstmals präsentierten sie 2020 einen umfangreichen Überblick über ihr ungewöhnliches, sich einfachen Kategorisierungen entziehendes Werk.

Philbert Aimé Mbabazi Sharangabo
2016 war seine Arbeit Versus im Wettbewerb der Kurzfilmtage eine der großen Entdeckungen, 2019 wurde I Got My Things and Left mit dem Großen Preis der Stadt Oberhausen ausgezeichnet. Mbabazi Sharangabo stammt aus Ruanda und sucht dort oftmals auch seine Themen. Das Profil bot Gelegenheit, diese neue und ungewöhnliche Stimme besser kennenzulernen.

Maya Schweizer
Identität, Geschichte und Erinnerung sind die zentralen Themen der Künstlerin und Filmemacherin. Ihr besonderer Blick gilt den Architekturen und Räumen, die Geschichte repräsentieren. 2019 wurde Schweizer für L’Étoile de mer in Oberhausen mit dem e-flux-Preis ausgezeichnet; 2020 eröffneten die Kurzfilmtage die Gelegenheit, ihr filmisches Werk in einem größeren Zusammenhang zu entdecken.

2019

Alexander Sokurov
Er gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Filmemachern der Gegenwart. 1990 erregte er international Aufsehen mit Sovetskaja elegija, für den er den Großen Preis der Kurzfilmtage gewann; vielfach preisgekrönt wurde er später für Langfilme wie Moloch (1999) oder Russian Ark (2002). Die Kurzfilmtage bieten nun die seltene Gelegenheit, in sechs Programmen Sokurovs umfangreiches frühes Kurzfilmschaffen kennenzulernen: dokumentarische Arbeiten, bei denen die Grenzen zu Fiktion und Essay verschwimmen, die das Verhältnis zwischen Individuum und Macht beleuchten, die sich in langen Einstellungen und poetischen Bilderstürmen der neueren Geschichte widmen.

Kiri Dalena
Eine internationale Entdeckung ist die philippinische Künstlerin und Filmemacherin, deren Arbeiten die Kurzfilmtage schon mehrfach gezeigt haben. Dalena arbeitet ebenso dokumentarisch wie experimentell mit Fotografie, Bildhauerei und Film. Ihr Thema sind soziale Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverletzungen, vor allem auf den Philippinen.

Kayako Oki
Das Werk der japanischen Künstlerin und Filmemacherin ist geprägt von ihrem Studium des Textildesigns – ihre Super 8-Filme bearbeitet sie wie textiles Material, färbt, schneidet und schichtet, wie in Shades of Safflower-dyed Celluloid, den die Kurzfilmtage 2016 im Wettbewerb zeigten. Dabei ist ihr Ansatz immer auch dokumentarisch. Die Kurzfilmtage zeigen erstmals in Europa eine Auswahl ihrer Werke.

Eva Stefani
Eva Stefani, die seit den 1980er Jahren Filme macht, erregte international Aufsehen, als sie 2018 mit Hirografo, mit dem sie den Hauptpreis der Kurzfilmtage gewann, an der documenta 14 in Athen teilnahm. Die Kurzfilmtage zeigen die filmischen Arbeiten der Künstlerin, die 2019 gemeinsam mit zwei anderen Künstlern den griechischen Pavillon der Biennale Venedig bespielt.

Podium

Die Podiums-Reihe ergänzt Wettbewerbsdiskussionen, spontane Gespräche und Programmvorstellungen um ein Format, bei dem Wissenschaftler, Künstler, Kuratoren und Autoren über aktuelle Fragen rund um den Kurzfilm sprechen, ob ästhetisch, wirtschaftlich, politisch oder technologisch.

2019

Zwischen Werbung und Kunst: Das Kino der Verheißungen
Diese Diskussion fragt nach Sprache, Nutzung und Umnutzung von Trailern als unabhängige kulturelle Merkzeichen, sowohl in ihrer ursprünglichen Form als flüchtige Werbung als auch über ihre Nutzung als Rohmaterial für Künstler. Experten und Filmemacher sprechen über die Komplexität des filmischen Raums dieser "Verheißungen" und dessen Einfluss auf ihre Arbeit. Moderiert von den Kuratoren Cassie Blake und Mark Toscano.

Video-on-Demand: Neue Chancen für Filmemacher und Festivals?
Im Vergleich zu anderen Verbreitungswegen wie Kino und TV wächst der Marktanteil von VoD an der Verbreitung von Filmen exponentiell und extrem dynamisch. Können auch Festivals VoD sinnvoll nutzen? Welche Plattform-Modelle sind geeignet? Welche Erfahrungen gibt es bereits? Welche zukünftigen Kooperationen sind denkbar? Moderiert von Autor und Kurator Reinhard Wolf.

Neustart für Zelluloid?
Entgegen aller Erwartungen sind die Aktivitäten photochemischer Filmlabore nicht im Verschwinden begriffen. Seit neuestem gewinnen sie sogar wieder an Schwung. Es ist eine Tatsache, dass einige Filmemacher immer noch auf Zelluloid drehen wollen. Filmarchive könnten die restlichen Gründe liefern ... Ein Archivar, ein Konservator und ein Labortechniker diskutieren, moderiert von Filmkuratorin Katia Rossini.

Sind Filmfestivals der Ort für 360° und Virtual Reality?
Während das Kino immer mehr Konkurrenz erhält, ist Virtual Reality derzeit die Aufmerksamkeit sicher. Sogar Filmfestivals richten dafür eigene Sektionen ein. Doch was verbindet Kino mediengeschichtlich mit dieser neuen Form des Bewegtbilds? Sind Filmfestivals der geeignete Ort dafür? Moderiert von der Filmemacherin Christiane Büchner.

Verleihe

Die Screenings der Kurzfilmtage sind ein Schaufenster für internationale Verleihe von Experimentalfilmen, die hier neue Arbeiten aus ihren Katalogen vorstellen.

Archive

Seit 2013 rücken die Kurzfilmtage in der Sektion Archive ein oft vernachlässigtes Thema in den Vordergrund: die Archivierung und Restaurierung von experimentellen Filmen.

2020

2020 präsentierten zwei Archive ihre Arbeit online.

Cyland Video Archive, Russland
Die 2008 gegründete St. Petersburger Organisation Cyland Video Archive arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Technologie. Neben einem Archiv mit über 400 Videoarbeiten sowie einer Sammlung zeitgenössischer Klangkunst liegt der Schwerpunkt ihrer Aktivitäten vor allem in der Vernetzung von Künstlern und Technikerinnen sowie der Förderung innovativer Arbeiten.

Fundacja Arton, Polen
Die Fundacja Arton sammelt und bewahrt polnische Kunst der 1970er Jahre – Film, Fotografie, Video. In Oberhausen präsentierte Arton Arbeiten polnischer Pionierinnen des Avantgardefilms der 1970er Jahre: In persönlichen Geschichten suchten Ewa Partum, Natalia LL, Izabela Gustowska, Jolanta Marcolla, Jadwiga Singer und andere nach einer eigenen medialen Sprache.

2019

2019 waren drei Archive zu Gast, um ihre Arbeit zu präsentieren.

Israel Film Archive
Das Israel Film Archive besitzt mehr als 32 000 Filme zu israelischen und jüdischen Themen sowie 2 500 digitale Arbeiten aller Genres, viele von ihnen als Unikate. Seine Aufgabe ist es, diese Schätze zu bewahren und dem Publikum in Israel und weltweit zugänglich zu machen. Im Programm laufen unter anderem Arbeiten von David Avidan und Vivian Ostrovsky.

Národní filmový archiv
Das Národní filmový archiv in Prag bewahrt, konserviert und kontextualisiert die tschechische Film Avantgarde. Das NFA sammelt das nationale Filmerbe, zeitgenössische Arbeiten und bisher übersehene parallele Filme. Im Programm laufen Filme des Filmemachers Alexandr Hackenschmied, des Bühnenbildners Josef Svoboda und des Videokünstlers Radek Pilař.

Walker Art Center
Der Schwerpunkt des Walker Art Center liegt auf der bildenden, darstellenden und Medienkunst unserer Zeit; sein Ansatz ist global, multidisziplinär und breit gefächert. Das Programm aus der Ruben Bentson Moving Image Collection zeigt seine konservatorische Bandbreite, von Amateurfilmen aus den 1930er Jahren bis zu experimentellen Kurzfilmen aus den 1970ern.

Labs

Kollektive Unternehmungen auf Zelluloid
In jüngster Vergangenheit sind über 30 Künstlerlabore entstanden, die ein Netzwerk gebildet haben und mit eigenen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit treten (filmlabs.org). Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Vertretern der Labore und dem interessierten Publikum den Diskurs über Fragen der Produktion, Distribution, Vorführung und Projektionsästhetik zu vertiefen. Mit der zweiten Ausgabe von Labs setzen die Kurzfilmtage ihre Arbeit als erste Festivalplattform fort, auf der die künstlerischen und technischen Entwicklungen in diesem einzigartigen filmischen Raum jährlich präsentiert werden.

2019

Labs 1
surface memory oblivion, Jangwook Lee, Südkorea, 2019, 8’00”
satellite, Sabina Maselli, Australien, 2019, 9’10”
All Things Run, Mieriën Coppens, Belgien, 2019, 2’00”
1536 Units, Jan Rehwinkel, Deutschland, 2018, 1’30”
From Which Even the Memory of the Darkness Has Vanished, Erin Celeste Weisgerber, Kanada, 2019, 5’00”
tā...atā, Elizabete Mežule-Gricmane, Lettland, 2017, 3’00”
Résistance, Laurence Favre, Schweiz, 2017, 10’50”
A Voyage To The Dark, Yuri Lee, Südkorea, 2018, 6’50”
Granular Film-Beirut, Charles-André Coderre, Kanada/Libanon, 2017, 6’51”
Pancoran, Richard Tuohy, Indonesien/Australien, 2017, 9'14"
Imago Mundi, Luisa Greenfield, Deutschland, 2018, 6’40”

Labs 2
Fultu Faltu Filim, Bernd Lützeler, Deutschland/Indien, 2018, 1'50”
Flows, Natalia Fentisova, Deutschland, 2018, 5’10”
Row, Row, Forward We Go, Aditya Martodiharjo, Indonesien/Australien, 2017, 12’56”
Seohwa, Inhan Cho, Südkorea, 2018, 7’45”
Sans Lune, Sophie Watzlawick, Deutschland/Schweiz, 2017, 8’00”
The Skin is Good, Anja Dornieden/Juan David González Monroy, Deutschland, 2018, 12’00”
absences, ∅, Belgien/Frankreich, 2018, 5'15"
Ieva & Dainis uzlauž kodu, Lāsma Bērtule, Lettland, 2018, 4’00”
primordial light, Shannon Lynn Harris, anada, 2018, 3’00”

Labs 3
Fugue, A Light's Travelogue, Els van Riel, Belgien, 2017, 27'00"
Morfología de un sueño, Malena Szlam, Kanada/USA, 2018, 5'30"
Darkness, Inese Tikmane/Laima Vainiņa, Lettland, 2017, 4'00"
How Surely Gravity's Law I, Rhee Hun, Südkorea, 8'20"
Projekt-Union, Dr. Globus/Die Projektionen, Deutschland, 2017, 3'58"
FUTURE, a Greek-Argentinian Film, Melina Pafundi, Deutschland, 2019, 8'40"
Slavas dziesma, Ieva Balode, Letland, 2017, 10'30"

Conditional Cinema

In Mika Taanilas Projekt für Oberhausen geht es um „live cinema“ als Werkzeug zur Erforschung post-kapitalistischer Utopien in der Kunst. Taanila entwickelt einige der Themen seines erfolgreichen Oberhausener Programms „Memories Can’t Wait – Film Without Film“ von 2014 weiter, untersucht mit „Conditional Cinema“ aber vor allem, wie live-„Filme“ auf den Rückgang manueller Arbeit und das Problem des obsoleten Menschen reagieren. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.

Mehr zu dem Projekt erfahren Sie hier.

re-selected

Anstatt die digitale „Rettung“ eines filmischen Werkes als Ideal zu propagieren, interessiert sich re-selected für die Eigenheiten einer Kopie, die bei der Digitalisierung in der Regel getilgt werden. Man gelangt dabei zu Fragestellungen und Erkenntnissen, die mit einem konkreten Werdegang, mit lokalen Öffentlichkeiten und zeitgeschichtlichen Konstellationen zu tun haben. Wo und wann wurde ein Film überhaupt gezeigt, wer hat ihn gesehen, in welcher Fassung, in welcher Verfasstheit?

Kopien unterscheiden sich voneinander, ihre konkreten Wirkungsgeschichten verlaufen unterschiedlich und lassen sich nicht ohne Weiteres zu der Geschichte eines Films vereinheitlichen. Jede Kopie ist ein Original - und das nicht erst, wenn sich erweist, dass sie die einzige verbliebene Kopie eines Films ist, was angesichts des Verlusts von Negativen und der Ausmusterung analoger Medien ein immer häufigerer Befund ist.

re-selected ist ein gemeinsames Projekt der Kurzfilmtage mit dem Arsenal - Institut für Film und Videokunst im Rahmen von „Archive außer sich“ in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt, gefördert im Rahmen von „Das Neue Alphabet" durch die BKM auf Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

2019

In der Biografie einer Filmkopie gibt es oft Zufälle und Eigenheiten, die mit dem Film selbst wenig zu tun haben, seine Wirkungsgeschichte jedoch entscheidend geprägt haben. Unter diesem Blickwinkel widmet sich das 2018 begonnene Projekt re-selected, geleitet von Tobias Hering, dem Kopienarchiv der Kurzfilmtage. Eines von drei Programmen 2019 gilt frühen Filmen von Želimir Žilnik, die in Oberhausen für Aufsehen sorgten und deren Archivkopien davon zeugen, wie Zeigen oder Nichtzeigen zum Politikum und Filme zu Kassibern wurden. In Anwesenheit von Želimir Žilnik.

Re-selected 1
Oh dem Watermelons, Robert Nelson, USA, 1965, 11'00"
La fórmula secreta, Rúben Gámez, Mexiko, 1965, 43'00"
mit Armando López

Re-selected 2
Ustanak u Jasku, Želimir Žilnik, Federal Republic of Yugoslavia, 1972, 17'24"
Crni Film, Želimir Žilnik, Federal Republic of Yugoslavia, 1971, 15'30"
Socijalni Eksperiment (Performance), Dejan Đurković/Romy Ruegger/Tobias Hering, 15'00"

Re-selected 3
Waseyat Ragol Hakiem, Daoud Abdel Sayed, Egypt, 1976, 19'00"
An Thawra, Omar Amiralay, Yemen, 1978, 27'00"
mit Alia Ayman + Kais al-Zubaidi

Mehr

Unter „Mehr“ findet sich eine bunte Mischung aus festen Programmpunkten, die aus unserem Festival gar nicht mehr wegzudenken sind, aber auch immer wieder neue und andere interessante Angebote.

Der andere Blick

Teilnehmende des Internationalen Integrationscafés Oberhausen präsentierten hier ihre persönlichen Favoriten aus den Wettbewerben. Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

Preisträger anderer Festivals

Am ersten Festivaltag zeigen die Kurzfilmtage traditionell aktuelle Kurzfilme, die bei anderen Festivals ausgezeichnet wurden. Ein Querschnitt durch die vergangene Festivalsaison.

Festival Highlights

Das Beste vom Besten: Zum Abschluss zeigte das Team der Kurzfilmtage noch einmal seine Lieblingsfilme aus den aktuellen Wettbewerben.

Filmgeflacker

Das Oberhausener Kunstkollektiv Filmgeflacker präsentierte auch 2020 Filme aus den Wettbewerben und lud Filmemacher zum Online-Gespräch.

Oberhausen Auswahl

Auch 2020 zeigten die Kurzfilmtage wieder ein Programm aus dieser Serie, in der Oberhausener Bürgerinnen und Bürger jährlich ein Programm aus Filmen aus dem Archiv der Kurzfilmtage zusammenstellen. Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

The One Minutes

In Kooperation mit der The One Minutes Foundation zeigten die Kurzfilmtage hier 41 Einminüter, eigens kuratiert für die 66. Kurzfilmtage: „everything happened so much: archive as poem in an age of perpetual witnessing”, kuratiert von Jesse Darling. und „so real, so very now”, kuratiert von Misha de Ridder.

Open Screening

Erstmals zeigten die Kurzfilmtage 2009 ein Programm, das nur von den Kurzfilmer*innen selbst gemacht wird: das Open Screening. Hier können alle, die eine Arbeit für die Wettbewerbe eingereicht haben, aber nicht ausgewählt wurden, und deren Film eine Länge von 15 Minuten nicht überschreitet, ihren Film doch noch auf dem Festival präsentieren. 2020 wurden in zwei Programmen 26 Arbeiten im Open Screening präsentiert.

EFA Shorts (Short Matters!)

Drei Programme mit interessanten europäischen Kurzfilmen, allesamt nominiert für den Europäischen Kurzfilmpreis 2018.

NRW persönlich (2019)

Rainer Knepperges kuratierte diese Auswahl als Carte Blanche der Kurzfilmtage.

Kinemathek im Ruhrgebiet (2019)

Seit 40 Jahren sammelt und restauriert die Kinemathek im Ruhrgebiet/ FilmArchiv für die Region historisches Filmmaterial des Reviers. Auf den Kurzfilmtagen zeigt die Initiative eine ungewöhnliche Auswahl mit seltenen Einblicken in Arbeitsleben und Alltag im Ruhrgebiet des 20. Jahrhunderts. Präsentation und Einführung durch Leiter Paul Hofmann.

Documentary Spotlight (neu seit 2020)

In der 2020 eingeführten Reihe Documentary Spotlight luden die Kurzfilmtage zwei europäische Filmfestivals ein, ihre interessantesten Dokumentarfilme zu präsentieren. DocLisboa zeigte unter anderem Inès Oliveiras Dokukrimi Vira Chudnenko und das Dokufest im Kosovo Samir Karahodas Në Mes (In Between), das Porträt einer über viele Länder verstreuten Familie, die als Zeichen ihres Zusammenhalts identische Häuser bauen.

Eine achtteilige Traumnovelle - von Katrina Daschner (2020)

Das Spiel mit Masken steht im Mittelpunkt von Katrina Daschners Serie „Eine achtteilige Traumnovelle“, die 2020 online präsentiert wurde. Jede Folge inszeniert detailreich und materialobsessiv Orte und Körper, Kostüme und Masken. Ein alchimistischer Prozess, in dem Raum und Zeit, Fiktion und Wirklichkeit und nicht zuletzt heteronormative Rollenzuweisungen implodieren.

Das Goethe-Institut präsentiert: The Nest Collective (2020)

2020 begannen die Kurzfilmtage eine besondere Kooperation mit dem Goethe-Institut; jedes Jahr stellt eines der deutschen Auslandsinstitute die Kultur- und Kurzfilmszene seines Gastgeberlandes vor. Den Anfang machte das Goethe-Institut in Nairobi mit dem Kollektiv The Nest: Die kenianische Schriftstellerin Akati Khasiani führte in die queere und feministische Szene ihrer Heimat ein, dazu wurden die vom Nest-Filmkollektiv produzierten Webserien Tuko Macho und We Need Prayers präsentiert. Zudem ließ uns The Nest in einem der Online-DJ-Sets während des Festivals in die „unerhörte“ Musikwelt Nairobis eintauchen.

EYE präsentiert Filme von Henri Plaat (2020)

Als internationale Premiere zeigte das Eye Filmmuseum aus Amsterdam eine Auswahl der digital restaurierten Arbeiten des Filmemachers Henri Plaat (*1936). Visuelle Experimente, absurde Fiktionen, poetische Reisefilme – Plaats Arbeiten zeigen eine Welt voller Wunder und Schönheit, aber auch voller Spuren der Vergangenheit und Erinnerungen an Krieg und Zerstörung.

Europäische Kurzfilmagenturen (2019)

Vier ausgewählte Agenturen und Interessenvertretungen präsentieren jeweils eine Mischung aus alten und neuen Filmen ihres Landes.

Agencia - Portuguese Short Film Agency
Lithuanian Short Film Agency
Pro Short
AG Kurzfilm

10 Jahre Filmgeflacker Retrospektive (2019)

Die Gruppe Filmgeflacker feiert ihre erste Dekade mit einer Retrospektive im Lichtburg Filmpalast. Gezeigt werden ausgewählte Filme aus den vergangenen zehn Jahren des Formats.

Memory Traces - imai (2019)

Die Stiftung imai (Düsseldorf) zeigt fünf Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler, die sich künstlerisch mit Prozessen der Identitätsbildung auseinandersetzen. Filmprogramm und Gespräch.

EU and Me (2019)

Fünf Filme über das Zusammenleben innerhalb der Europäischen Union.

European (Short) Film and Media Art Association (2019)

2018 gründeten die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen mit drei weiteren europäischen Festivals die European (Short) Film and Media Art Association. 2019 waren die anderen Festivals mit einer Auswahl aus ihren Programmen zu Gast.

Go Short (International Short Film Festival Nijmegen)
VIS (Vienna Shorts Festival)
BFMAF (Berwick Film and Media Arts Festival)

MuVi 14+

Ein internationales Musikvideoprogramm für Jugendliche ab 14 Jahren. MuVi 14+ ist ein facettenreicher Streifzug durch die aktuelle Clipproduktion, von handgemacht bis computergeneriert.